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Eingriff in den Abstiegskampf

Der Senat 5 der österreichischen Bundesliga hat im Kampf gegen den Abstieg mit einer harten Sanktion gegen Admira Wacker Mödling eingegriffen. Die Liga zog den Südstädtern wegen Verstößen gegen Lizenzauflagen acht Punkte ab. Damit beginnt das Ligaschlusslicht wieder bei null, denn genau acht Zähler hatten sich die Admiraner bisher erspielt.

Der zuständige Lizenzausschuss mit der Behördenbezeichnung Senat 5 erkannte in seinem Urteil am Montag Verstöße der Admira gegen die Paragrafen 4.4.1.3 e) und f) der Lizenzbestimmungen. In erstgenannter Bestimmung verpflichten sich die Vereine, dem Lizenzgeber „alle benötigten Informationen und/oder Unterlagen (...), die zum Nachweis der Erfüllung der Lizenzierungsverpflichtungen und -kriterien relevant sind“ zukommen zu lassen.

Die zweite Bestimmung besagt laut Aussendung der Liga, dass „der Lizenzgeber sämtliche erforderlichen sportlichen, infrastrukturellen, personellen und administrativen sowie rechtlichen und finanziellen Informationen über den Lizenzbewerber bzw. dessen Kapitalgesellschaften (...) erhält“. Beiden Verpflichtungen sind die Niederösterreicher offenbar nicht nachgekommen.

Pangl: „Nicht erfreulich“

Die Admira hält damit nach elf Spieltagen wieder bei null Punkten, auf den Vorletzten Wacker Innsbruck fehlen dem Schlusslicht zehn Zähler. „Für den Klub und die Bundesliga ist diese Entscheidung, insbesondere in sportlicher Hinsicht, natürlich nicht erfreulich“, so Bundesliga-Vorstand Georg Pangl in einer Aussendung, „die Entscheidung des Lizenzausschusses ist sicherlich wohl überlegt und profund begründet. Bundesliga-Fußball bedingt eben nicht nur die Einhaltung der Spielregeln auf dem Spielfeld, sondern auch abseits des grünen Rasens.“

Lukas Hinterseer (Wacker) und Richard Windbichler (Admira)

GEPA/Amir Beganovic

Die Admira läuft dem Tabellenneunten Innsbruck nun wieder weit hinterher

Die Admiraner haben nun 14 Tage Zeit, gegen den Beschluss des Senats 5 zu protestieren. Aufschiebende Wirkung gegen die Strafe hätte ein allfälliger Protest aber nicht. Pangl rechnet jedenfalls damit, dass die Admira den Rechtsweg voll ausnützt. „Es ist davon auszugehen, dass der Club die Möglichkeit des Protestes nutzen wird“, so der Burgenländer. Detail am Rande: Auch Zweitligist Vienna wurde bestraft. Weil Vertreter der Wiener einem verpflichtenden Lizenz-Workshop fernblieben, müssen 200 Euro an die Liga überwiesen werden.

Admira finanziell angeschlagen

Der Admira war bereits im Frühjahr in erster Instanz die Lizenz für die Saison 2013/14 verwehrt geblieben. Die Spielgenehmigung wurde schließlich vom Protestkomitee erteilt. Dass die Südstädter finanziell angeschlagen sind, ist kein Geheimnis. Mäzen Richard Trenkwalder verkaufte seine Personalleasingfirma 2011 an deutsche Investoren und konnte nicht verhindern, dass das Unternehmen 2012 seinen Rückzug als Sponsor verkündete.

Seither herrscht bei der Admira der Sparstift. Trainer Didi Kühbauer erklärte im Juni seinen Rücktritt, mit Toni Polster als neuem Coach sollten Sponsoren wieder vermehrt auf die Niederösterreicher aufmerksam werden. Der Ex-Torjäger war nach drei Runden aber schon wieder Geschichte. Eine für seine Entlassung mitverantwortliche Investorengruppe trat bis dato kaum ins Rampenlicht.

Kleiner Hoffnungsschimmer

Die Admira steht sportlich nun vor einer äußerst schweren Aufgabe. Auf Wacker Innsbruck und den WAC fehlen dem Tabellenletzten zehn Zähler. Im Abstiegskampf kein unwesentlicher Rückstand. Einen Hoffnungsschimmer auf Linderung hat die Admira jedoch. Ein Punkteabzug wurde von der Liga zuletzt dem Erste-Liga-Club Vienna im Mai auferlegt. Die Wiener mussten nach einem Protest schlussendlich aber nur mit drei anstelle der ursprünglich fünf Punkte Abzug in die Saison starten.

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