US-Star schlanker und voller Tatendrang
Etliche alpine Skistars kehren in der Olympiasaison nach Verletzungen in den Skizirkus zurück, allen voran die US-Stars Lindsey Vonn und Bode Miller. Während Vonn auf einen Start beim Auftakt-Riesentorlauf am Samstag in Sölden verzichtet und erst Ende November in den Weltcup einsteigen wird, gibt Miller am Sonntag sein Comeback nach 20 Monaten Pause.
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Der Olympiawinter kann kommen
Mit 36 Jahren kehrt der zweifache Weltcup-Gesamtsieger, vierfache Weltmeister und Superkombi-Olympiasieger von 2010 deutlich schlanker und voller Tatendrang in den Skizirkus zurück und will es trotz der langen Pause noch einmal wissen. Miller hat sich den Gesamtweltcup sowie Olympiagold in Sotschi als Saisonziele vorgenommen.
Der Bansko-RTL am 18. Februar 2012 war sein letztes Rennen, danach bewogen ihn Knieprobleme zu einer langen Rennpause, in der er sich einer Operation am linken Knie unterzog, heiratete, sich im Galopprennsport engagierte und mit seiner Turtle-Ridge-Foundation beschäftigt war. Beim Sommerschneetraining in Südamerika präsentierte sich Miller laut Augenzeugen aber bereits wieder seriös vorbereitetet. Zwölf Kilo hat er abgenommen und wirkt so fit wie schon lange nicht.
„Das Wichtigste ist immer die Motivation“
Ein Ziel der langen Pause Millers war, so gesund und fit wie möglich zu den Winterspielen in Sotschi zu kommen. Für ihn ist es seine bereits fünfte Olympiateilnahme, und die Medaillenjagd im kommenden Februar steht beim einstigen „Bad Boy“ der Skiszene ganz hoch im Kurs. Das war nicht immer so. Turin 2006 absolvierte Bode bekanntlich im Stile eines Betriebsausfluges und dementsprechend erfolglos.

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Bode Millers Fokus liegt klar auf Sotschi 2014
Für die Spiele in Russland hat sich der Sieger von 33 Weltcup-Rennen aber viel vorgenommen. „Ich weiß, dass es meine letzten sein werden. Ich wollte und kann meine Karriere auf höchstem Level beenden, das war immer mein Ziel“, so Miller. „Das Wichtigste ist immer die Motivation, und die ist jetzt wieder da.“
„100 Kilo waren einfach zu viel“
Der zweistellige Gewichtsverlust dient als Beweis für Millers neu entfachtes Feuer. „100 Kilo waren einfach zu viel. Jetzt fühle ich mich athletischer und dynamischer. Ich habe vielleicht etwas weniger Kraft als früher, aber dafür viel mehr Ausdauer. Und mein Knie ist so stark wie seit der Verletzung 2001 nicht mehr“, gab sich der 36-Jährige schon für Sölden zuversichtlich. „Ich habe hier schon gewonnen und weiß, wie dieser Hang zu fahren ist.“
Vielfahrer Miller ist so gut drauf, dass er nach seinem Comeback am liebsten gleich wieder an allen Weltcup-Rennen teilnehmen würde. Die Trainer bremsen ihn aber und würden es bevorzugen, wenn er sich auf die Speed-Disziplinen konzentriert. Patrick Riml, der aus Sölden stammende US-Alpindirektor, weiß aber, was er nach wie vor an Miller hat. „Bode ist an einem guten Tag zu allem fähig. Und er war zuletzt vor allem in den Speed-Disziplinen sehr stark“, bekräftigte Riml.
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