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„Medaille extrem schön und schwierig“

2011 ist Anna Fenninger zur Aufsteigerin des Jahres in Österreich gewählt worden, 2013 machte die Salzburgerin den Schritt ganz an die Spitze und darf sich ab sofort Sportlerin des Jahres nennen. Mit RTL-Bronze bei der Heim-WM in Schladming, drei Saisonsiegen im Weltcup und dem dritten Rang in der Gesamtwertung blickt die 24-Jährige auf die erfolgreichste Saison ihrer Karriere zurück.

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Mit dem Superkombi-WM-Titel 2011 in Garmisch-Partenkirchen und Team-Silber schaffte Fenninger den Durchbruch, seitdem ging es in ihrer Karriere steil bergauf. Bei den Welttitelkämpfen im Februar wurde sie aber hart geprüft, mit Platz drei im Riesentorlauf und damit in ihrem vierten und letzten Bewerb holte sie doch noch das erhoffte Edelmetall.

Anna Fenninger

GEPA/Hans Simonlehner

Bei der WM in Schladming zeigte Anna Fenninger Nervenstärke

„Es war extrem lehrreich, daheim eine WM zu fahren. Es kann nichts Schlimmeres mehr kommen. Die Medaille war extrem schön, aber auch extrem schwierig“, meinte Fenninger kürzlich im Rückblick.

„Ich bin ich“

„Mich kotzen die Fragen über andere an. Ich bin ich.“ Mit diesen nach dem Goldgewinn in Garmisch geäußerten Worten hatte Fenninger trotzig darauf aufmerksam gemacht, dass der Damen-Skirennsport mehr zu bieten hat als Lindsey Vonn, Tina Maze und Maria Höfl-Riesch. Nicht nur auf der Piste glänzt sie seitdem, sondern auch in außergewöhnlichen Fotoshootings, mit ihrem Engagement für Geparden und nicht zuletzt ob der neuen Haarfarbe. Die dunkle Mähne blond gefärbt, startete sie in die neue Saison, deren Höhepunkt die Olympischen Spiele in Sotschi sind.

Im Weltcup stand die gleichermaßen sensible wie ehrgeizige Athletin bisher viermal ganz oben, gewann die Riesentorläufe in Lienz (2011), Semmering (2012) und Ofterschwang (2013) sowie den Super-G in Garmisch (2013). Weitere 13 Podestränge stehen zu Buche, in den Olympiawinter 2013/14 stieg Fenninger am vergangenen Samstag mit Rang vier im Sölden-RTL ein.

Aufstieg nach schwieriger Lernphase

Auf Fenninger regneten früh Lobeshymnen herab, für die Europacup-Gesamtsiegerin 2006 und 2007 stellte sich das Etablieren in der höchsten Klasse jedoch schwierig heraus. Sie ließ sich von den Pisten und der Konkurrenz beeindrucken, von Fragen der Medien und äußeren Umständen verunsichern. „Ich habe in den vergangenen Jahren viel gelernt, ich lasse mich nicht mehr so schnell rausbringen“, sagte die mit dem mittlerweile zurückgetretenen Snowboarder Manuel Veith liierte Athletin aus Adnet zu Beginn dieser Saison.

Die Ski-Allrounderin mischte in der Juniorenklasse in allen Disziplinen ganz vorne mit. 2006 in Quebec gewann sie Gold in Super-G und Kombination sowie Silber in der Abfahrt, 2008 in Formigal Gold im Riesentorlauf und in der Kombination sowie Silber im Super-G. 2009 in Garmisch folgte Super-G-Bronze. Fenninger besuchte nach der Volksschule in Adnet die Ski-Hauptschule Badgastein und die Ski-Hotelfachschule Bad Hofgastein.

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