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Nur noch vier Plätze frei

Sergio Perez wird in der kommenden Formel-1-Saison neben dem Deutschen Nico Hülkenberg für Force India an den Start gehen. Das gab der in Großbritannien ansässige Rennstall am Donnerstag bekannt. Zuletzt stand der 23-jährige Mexikaner bei McLaren unter Vertrag, musste sein Cockpit aber für den Dänen Kevin Magnussen räumen. Es ist damit der dritte Rennstall in der noch jungen Karriere von Perez.

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„Force India war immer meine erste Wahl, ich bin froh, dass alles geklappt hat“, sagte der Mexikaner nach der Bekanntgabe seiner Verpflichtung. „Es ist ein junger Rennstall, der bereits in der Vergangenheit konkurrenzfähige Autos gebaut hat. In der kommenden Saison gibt es zwar ein paar Regeländerungen, aber ich bin wirklich zuversichtlich für die Zukunft.“

Sergio Perez (McLaren)

APA/AP/Eric Gay

Nach nur einem Jahr musste Perez bei McLaren wieder Platz machen

„Gesunden Mix aus Jugend und Erfahrung“

Perez hatte sein Debüt in der Königsklasse des Motorsports 2011 für Sauber gefeiert und war nach einem Jahr zu McLaren gewechselt. Mit 49 Punkten in 19 WM-Rennen erfüllte er aber die hohen Erwartungen des Teams nicht und wurde durch den 21-jährigen Magnussen ersetzt. Sein neuer Arbeitgeber Force India beendete die Konstruktionswertung der abgelaufenen Saison mit den Fahrern Adrian Sutil und Paul di Resta auf dem sechsten Platz.

„Perez bringt einen gesunden Mix aus Jugend und Erfahrung mit, und ich bin von seinen bisherigen Auftritten begeistert“, freut sich Teamchef Vijay Mallya auf die Zusammenarbeit. „Er stand bereits einige Male auf dem Podium und wurde nicht zu Unrecht von McLaren verpflichtet. Wir sind von seinem Talent überzeugt und stolz, dass wir ihn in unserem Team haben.“

In der Formel 1 sind damit offiziell nur noch vier Cockpits frei. Neben Sauber und Caterham, die noch beide Fahrer für die neue Saison suchen, steht allerdings auch noch hinter einer Vertragsverlängerung von Max Chilton bei Marussia ein Fragezeichen. Der 22-jährige Brite bekommt wohl nur eine weitere Chance, wenn er weiteres Geld mitbringt. Sutil, der Force India verlässt, dürfte bei Sauber landen. „Wir werden den neuen Arbeitgeber höchstwahrscheinlich in der kommenden Woche bekanntgeben“, sagte Sutils Manager Manfred Zimmermann der deutschen Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag.

FIA sucht neuen Rennstall

Ungeachtet der letzten Bewegungen im Fahrerkarussell kündigt sich auch auf dem Teamsektor eine kleine Revolution an. Der Internationale Automobilverband FIA hat ein bis zum 3. Jänner laufendes Bewerbungsverfahren um einen Startplatz in der Königsklasse eröffnet. Gefunden werden soll ein Rennstall, der von 2015 oder spätestens 2016 an bis mindestens 2020 in der Formel 1 fahren darf.

Derzeit sind elf Teams im Grand-Prix-Zirkus dabei. Laut Regelwerk dürften es bis zu 13 sein. „Die langfristigen gemeinsamen Interessen der Meisterschaft werden darüber entscheiden, welche Kandidaten ausgewählt werden“, teilte die FIA am Mittwochabend mit. Zuletzt hatte die Formel 1 zur Saison 2010 drei neue Teams aufgenommen. Der HRT-Rennstall musste im Vorjahr wegen finanzieller Nöte aufgeben. Marussia und Caterham haben in bisher 77 Grands Prix noch keinen einzigen WM-Punkt gesammelt.

Eine Ausgabengrenze soll jedoch von der Saison 2015 an die Wettbewerbschancen kleinerer Teams erhöhen. Vor diesem Hintergrund ist die neue Ausschreibung der FIA zu sehen. Chefvermarkter Bernie Ecclestone hofft vor allem auf Interesse von Teams aus den USA. Vor der Saison 2010 war das Projekt USF1 gescheitert, noch ehe das WM-Jahr begonnen hatte.

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