Hulk-Geniestreich entscheidet
Im ersten von zwei Testspielen im Trainingslager in Katar ist der FC Red Bull Salzburg dem Champions-League-Starter Zenit St. Petersburg - die Russen treffen Ende Februar im Achtelfinale auf Borussia Dortmund - knapp mit 0:1 unterlegen. Salzburg variierte dabei vor allem in der Offensive stark und verzichtete auch weiter auf Torjäger Alan.
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In der Gruppenphase gab es für Zenit gegen die Austria nur ein 0:0 und eine 1:4-Niederlage. In Doha entwickelte sich im Khalifa-International-Stadion bei sommerlichen Temperaturen ein lange Zeit recht ausgeglichenes Spiel, wobei Yordy Reyna (per Kopf) und Neuzugang Robert Zulj in der ersten Halbzeit zwei gute Möglichkeiten nicht nutzen konnten.
Soriano vergibt Elfer
Mit Fortdauer des Spieles übernahmen die „Bullen“ aber immer mehr das Kommando, scheiterten aber letztlich an der dicht gestaffelten Abwehr der Russen, der eigenen Chancenauswertung bzw. mit dem letzten Pass. So scheiterte Jonatan Soriano in der 50. Minute mit einem Elfer an Zenit-Torhüter Malafejew, nachdem der Referee den ersten erfolgreichen Versuch des Spaniers wiederholen ließ.
Für die Entscheidung sorgte Hulk mit einem eleganten Heber über Goalie Alexander Walke. Um den hohen Temperaturen im Stadionkessel zu entgehen, nahmen die Ersatzspieler beider Teams weit oben im Schatten der Tribüne des Khalifa-Stadions Platz. Letzten Samstag hatten die Salzburger noch in der heimischen „Bullen“-Arena vor 30.000 Zuschauern Bayern München sensationell 3:0 besiegt.
Schmidt: „Hätten uns Sieg verdient“
Trainer Schmidt zog nach der knappen Niederlage eine gemischte Bilanz: „Wir haben auch heute wieder ein gutes Spiel gemacht und hätten uns den Sieg verdient. Hulk hat dann den Spielverlauf mit einem Geniestreich auf den Kopf gestellt. Für uns ist es aber wichtig, unser Spiel auf den Platz zu bringen. Durch die Konterstärke der schnellen russischen Spieler waren wir heute zusätzlich gefordert.“
Salzburg-Keeper Walke, der diesmal statt Standardschlussmann Peter Gulacsi im Tor stand, trauerte etwas einem möglichen Sieg nach: „Auch wenn wir in der ersten Halbzeit die eine oder andere Konterchance zugelassen haben, haben wir ein ordentliches Spiel gemacht und den Gegner zumeist beherrscht. Wir hatten auch die klareren Tormöglichkeiten, und es ist etwas ärgerlich, dass wir die nicht genutzt haben. Beim Tor hat man gesehen, warum Hulk 50 Millionen Euro wert ist.“
Salzburg spielte mit: Walke; Klein, Ramalho, Hinteregger, Ulmer (61./Fountas); Meilinger (61./Dossou), Lazaro (46./Ilsanker), Berisha (61./Leitgeb), Svento (46./Mane); Reyna (69./Kampl), Zulj (46./Soriano)
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