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Guardiola ist vor Gladbach gewarnt

Dritter gegen Erster, Borussia Mönchengladbach (mit Martin Stranzl) gegen Bayern München (mit David Alaba) - mit dem Klassiker der 1970er Jahre startet am Freitag (20.30 Uhr) die deutsche Bundesliga in die Rückrunde. Das Team von Josep Guardiola will auch im Jahr 2014 seine Serie von 41 Spielen ohne Niederlage fortsetzen.

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Doch der Gastgeber ist im Borussia-Park bärenstark, hat in dieser Saison acht von neun Gegnern mit Niederlagen nach Hause geschickt und nur gegen VfL Wolfsburg mit einem 2:2 Punkte abgegeben. Doch nicht erst seit der 0:3-Testspielpleite bei Red Bull Salzburg wollen die Bayern keinen Übermut aufkommen lassen. „Wir haben eine super Ausgangsposition“, sagt Sportvorstand Matthias Sammer. „Trotzdem wird es eine schwere Rückrunde. Wir müssen sofort da sein.“

Guardiola ist vor dem Frühjahrsauftakt gewarnt. „Mir wurde gesagt, dass wir von 23 Spielen in Gladbach nur drei gewonnen haben. Das ist eine große Information für mich“, erinnerte der Bayern-Coach seine Spieler. „Das wird schwierig. Das wird ein großer, großer Test für uns, um zu sehen, was bei uns in der Winterpause passiert ist.“

Bayern wollen ein Zeichen setzen

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Titelverteidigung stehen bestens. Die Bayern haben ein Spiel weniger absolviert und liegen dennoch bereits sieben Punkte vor dem ersten Verfolger Bayer Leverkusen. „Viele sagen, wir sind schon weg. Aber davon dürfen wir uns nicht einlullen lassen. Wir müssen weiter Gas geben“, forderte Teamspieler Jerome Boateng vor dem Schlager.



Pep Guardiola und Karl-Heinz Rummenigge

APA/AP/Matthias Schrader

Für Guardiola und Rummenigge ist die Frühjahrssaison kein „Selbstläufer“

Sofort wollen die Bayern daher ein Zeichen setzen. „Wir müssen der Konkurrenz direkt zeigen: Da ist nichts zu holen“, forderte Thomas Müller. Das sieht auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge so: „In der Hinrunde haben wir die Tür für die Verfolger zugemacht, jetzt müssen wir es schaffen, dass sie auch zu bleibt.“

Salzburg-Niederlage als Weckruf

Das 0:3 von Salzburg könnte sogar hilfreich sein. „Das war natürlich wie eine kleine Sirene, dass es nicht von alleine geht“, sagte Müller. Auch Rummenigge setzte auf die heilsame Wirkung: „Ich bin nicht unglücklich über diese Niederlage, mir war das alles bislang zu schön und zu kuschelig“, betonte er - und legte am Donnerstag im „Kicker“ nach: „Diese Saison ist kein Selbstläufer.“

Seine Mannschaft müsse sich mit mehr Leidenschaft präsentieren als beim Test in Salzburg, forderte Guardiola. „Das war gut zu sehen, was passiert, wenn wir keine Mentalität haben. Das war eine gute Warnung für uns. Wenn wir so spielen wie in Salzburg, haben wir keine Chance.“

Ribery angeschlagen

Die Bayern bangen um den Einsatz von Franck Ribery. „Er hat Schmerzen in den Beinen“, sagte Guardiola am Donnerstag. „Ich weiß nicht, ob er morgen spielen kann oder nicht.“ Auf jeden Fall fehlen werden Bastian Schweinsteiger und Javier Martinez. Dagegen kann Kapitän Philipp Lahm nach einer Kniereizung wahrscheinlich auflaufen. Bei Mönchengladbach muss Coach Lucien Favre die Abwehr umbauen: Weil Tony Jantschke und Roel Brouwers ausfallen, muss der erst 21-jährige Julian Korb rechts verteidigen.

Gladbach mit Respekt, aber ohne Angst

Die Gladbacher würden den Münchnern natürlich gern den Rückrundenstart vermiesen. „Wir haben Respekt vor den Bayern, aber keine Angst“, sagte Favre, dem die starke Heimbilanz Mut macht. Der Trainer will es mit einem simplen Konzept versuchen: Mit viel Tempo Spaß am Fußball zu produzieren. „Wir müssen es wagen zu spielen.“ Doch auch er weiß, dass der Gegner eine Klasse für sich ist: „Eine der besten Mannschaften der Welt und brandgefährlich.“

Deutsche Bundesliga

18. Runde

Freitag, 24. Jänner:
Mönchengladbach Bayern München 0:2
Samstag, 25. Jänner:
Dortmund Augsburg 2:2
Freiburg Leverkusen 3:2
Stuttgart Mainz 1:2
Nürnberg Hoffenheim 4:0
Wolfsburg Hannover 1:3
Frankfurt Hertha 1:0
Sonntag, 26. Jänner:
Bremen Braunschweig 0:0
Hamburger SV Schalke 0:3

Abschlusstabelle 2013/14

1. FC Bayern München 34 29 3 2 94:23 90
2. Borussia Dortmund 34 22 5 7 80:38 71
3. FC Schalke 04 34 19 7 8 63:43 64
4. Bayer 04 Leverkusen 34 19 4 11 60:41 61
5. VfL Wolfsburg 34 18 6 10 63:50 60
6. Borussia Mönchengladbach 34 16 7 11 59:43 55
7. 1. FSV Mainz 05 34 16 5 13 52:54 53
8. FC Augsburg 34 15 7 12 47:47 52
9. 1899 Hoffenheim 34 11 11 12 72:70 44
10. Hannover 96 34 12 6 16 46:49 42
11. Hertha BSC 34 11 8 15 40:48 41
12. Werder Bremen 34 10 9 15 42:66 39
13. Eintracht Frankfurt 34 9 9 16 40:57 36
14. SC Freiburg 34 9 9 16 43:61 36
15. VfB Stuttgart 34 8 8 18 49:62 32
16. Hamburger SV 34 7 6 21 51:75 27
17. 1. FC Nürnberg 34 5 11 18 37:70 26
18. Eintracht Braunschweig 34 6 7 21 29:60 25
Champions-League-Teilnehmer: Bayern, Dortmund, Schalke
CL-Qualifikation: Leverkusen
Europa-League-Teilnehmer: Wolfsburg
EL-Qualifikation: Mönchengladbach, Mainz
Absteiger: Nürnberg, Braunschweig
Aufsteiger: 1. FC Köln, Paderborn

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