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12,2 Punkte Vorsprung auf Takanashi

Daniela Iraschko-Stolz hat sich rechtzeitig vor den Olympischen Spielen auf der obersten Stufe des Siegespodests zurückgemeldet. Die Ex-Weltmeisterin feierte am Samstag in Planica ihren ersten Saisonsieg im Skisprung-Weltcup der Damen.

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Die Steirerin erzielte in beiden Durchgängen die Höchstweite, ihr Sprung auf 102,5 Meter in der Entscheidung bedeutete sogar Schanzenrekord. Damit distanzierte sie die Weltcup-Spitzenreiterin Sara Takanashi aus Japan um 12,2 Punkte, die Deutsche Carina Vogt belegte Platz drei. „Ich mag diese Schanze“, sagte Iraschko-Stolz, „auch wenn der Luftstand hoch und sie nicht das Beste für die Knie ist.“

Daniela Iraschko-Stolz (AUT) beim Springen in Planica

GEPA/Michael Riedler

Iraschko-Stolz knackte als einzige Springerin die 100-Meter-Marke

Die 30-Jährige hatte erst Anfang Dezember nach langer Zwangspause wegen eines Kreuzbandrisses ein Comeback gegeben. Wegen des erst ab November möglich gewesenen Krafttrainings und wenig Möglichkeiten zu Materialtests fiel sie nach zwei zweiten Plätzen (Lillehammer, Hinterzarten) zuletzt zurück. In Tschaikowskij (Russland) und Sapporo sprang sie deutlich am Podest vorbei.

„Das fühlt sich gut an“

ÖSV-Cheftrainer Harald Rodlauer entschied daher, anstatt der Weltcup-Bewerbe in Zao (Japan) Trainingstage einzuschieben. „Danke Coach“, sagte Iraschko-Stolz deshalb am Samstag nach ihrem insgesamt vierten Weltcup-Sieg in Richtung des Steirers Rodlauer, der sie seit langem betreut. Sie hatte mehrere Tage in Predazzo trainiert und sich offenbar perfekt auf das neue Material eingestellt. Die Erleichterung bei der Wahl-Tirolerin war nach dem überlegenen Sieg jedenfalls groß. „Das fühlt sich gut an“, freute sich Iraschko-Stolz.

„Wenn mir das jemand vor einer oder zwei Wochen gesagt hätte, hätte ich es für einen Witz gehalten“, meinte sie in Planica. „Ich habe nach Sapporo viele Trainingssprünge absolviert und habe mich zurückgekämpft. Schön, dass ich wieder gewinnen kann“, erklärte die Eisenerzerin, die es als einzige Österreicherin ins Finale der besten 30 schaffte. Olympiakandidatin Chiara Hölzl war wegen einer Erkrankung nicht am Start.

Samstag-Springen in Planica

1. Daniela Iraschko-Stolz AUT 100,0/102,5 261,5
2. Sara Takanashi JPN 97,0/98,0 249,3
3. Carina Vogt GER 96,0/99,0 246,5
4. Ursa Bogataj SLO 91,5/95,0 238,7
5. Yuki Ito JPN 90,0/98,0 236,6
6. Eva Logar SLO 91,5/94,0 232,6
7. Irina Awwakumowa RUS 94,0/96,0 229,7
8. Coline Mattel FRA 91,0/94,0 229,5
9. Helena Olsson Smeby NOR 90,0/95,0 226,6
10. Maren Lundby NOR 88,0/93,5 225,6
31. Elisabeth Raudaschl AUT 79,5 89,8
36. Katharina Keil AUT 78,0 85,3
37. Sonja Schoitsch AUT 80,5 85,2
44. Lisa Wiegele AUT 76,0 78,7

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