Erfolg im dritten Anlauf
Die Siegerin der Australian Open 2014 heißt Li Na. Die als Nummer vier gesetzte Chinesin setzte sich am Samstag in der Rod Laver Arena gegen Dominika Cibulkova (SVK/20) nach sehr nervösem Beginn mit 7:6 (7/3) 6:0 durch.
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Für Li Na war es die dritte Finalteilnahme in Melbourne - 2011 hatte sie sich der Belgierin Kim Clijsters geschlagen geben müssen, im Vorjahr der Weißrussin Viktoria Asarenka. Mit 31 Jahren ist sie die älteste Siegerin bei den Australian Open, Margaret Court hatte sich 1973 im Alter von 30 Jahre den Titel geholt. Die als Nummer 20 gesetzte Cibulkova stand als erste Slowakin im Finale eines Grand-Slam-Turnieres.

AP/Aaron Favila
Li Na (r.) hat es endlich geschafft, Cibulkova darf sich aber ebenfalls freuen
„Ich war zweimal nah dran. Ich bin froh, dass ich die Trophäe endlich gewonnen habe“, sagte Li Na nach ihrem hartumkämpften Erfolg, für den sie rund 1,68 Millionen Euro kassierte. „Das Turnier hier ist mein absoluter Lieblings-Grand-Slam“.
Enger erster Satz
Li Na nahm ihrer Gegnerin gleich im ersten Game den Aufschlag ab und war auch nicht weit vom 3:0 weg. Doch die Slowakin kam besser ins Spiel und schaffte den Ausgleich zum 3:3 - auch weil eine nervöse Li Na Probleme mit dem Service und der Vorhand hatte. In der Entscheidungsphase des ersten Satzes gelang Na dann das wichtige zweite Break zum 6:5, nach einem vergebenen Satzball musste sie aber sogar das Service abgeben, womit die Entscheidung im Tiebreak fallen musste. Dort hatte die Chinesin nach 70 Minuten Spielzeit mit 7:3 dann das klar bessere Ende für sich.
Auch im zweiten Durchgang geriet Cibulkova mit dem Serviceverlust zum 0:2 rasch in Rückstand, ihr Widerstand war damit gebrochen. Nach 1:37 Stunden durfte sich Li Na über ihren zweiten Major-Titel nach den French Open 2011 und Rang drei in der Weltrangliste freuen.
„Du bist ein netter Kerl“
Nach dem Match taute sie dann so richtig auf. „Danke an meinen Agenten, du hast mich reich gemacht“, begann die 31-Jährige ihre Ausführungen, bevor sie sich an ihren Ehemann Jiang Shan wandte. „Danke, dass du alles für mich aufgegeben hast. Du bist ein netter Kerl“, sagte die Chinesin unter dem Gelächter der 15.000 Zuschauer. „Aber du hast auch verdammt viel Glück, dass du mich gefunden hast.“
Auch Cibulkova war mit dem Erreichten sehr zufrieden. „Es waren die großartigsten zwei Wochen meiner Karriere“, sagte sie. „Das bedeutet sehr viel für unser Land. Ich bin glücklich, dass ich hier für die Slowakei spielen durfte“, sagte sie mit tränenerstickter Stimme.
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