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Nur Diethart in Top Ten

Kamil Stoch hat sich am Samstag den ersten von zwei Weltcup-Springen in Willingen gesichert. Der Pole kam auf 139,5 und 145,5 Meter und lag damit einen Punkt vor dem Deutschen Severin Freund (139,0/147,5). Dritter wurde der Slowene Jernej Damjan (141,5/150,5). Die Österreicher spielten im Kampf um die Podestplätze keine Rolle.

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Bester ÖSV-Adler wurde Tournee-Sieger Thomas Diethart (140,5/138,0) als Zehnter. Neben Diethart schafften noch der ebenfalls zu den Olympischen Spielen nach Sotschi reisende Michael Hayböck (13.) sowie Stefan Kraft (15.) den Sprung in die besten 15. Nicht ganz nach Wunsch lief es für Manuel Poppinger (25.) und Olympiateilnehmer Andreas Kofler (27.). Manuel Fettner (42.) verpasste hingegen so wie der vierfache Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz (33.) den zweiten Durchgang.

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Für Stoch war es der dritte Saisonsieg nach Titisee-Neustadt und Engelberg, er rückte damit bis auf 27 Punkte an den slowenischen Weltcup-Leader Peter Prevc heran, der diesmal Siebenter wurde. Gregor Schlierenzauer, der die beiden Bewerbe in Willingen auslässt, fiel in der Gesamtwertung hinter den japanischen Altmeister Noriaki Kasai (4.) auf Rang vier zurück.

Jubel des polnischen Skispringers Kamil Stoch

GEPA/Oliver Lerch

Mit seinem dritten Saisonsieg rückte Stoch an Weltcup-Leader Prevc heran

Slowenien stark im Aufwind

„Willingen ist eine eigene Schanze, die größte im Weltcup, das geht Richtung Skiflugschanze. Heute war starker Aufwind, und das war auch für Diethart ein bisserl Neuland“, sagte ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner. Allerdings ist auch ihm aufgefallen, dass die Slowenen „extrem stark“ waren. Zwar fiel Halbzeitleader Jurij Tepes, der gute Bedingungen im ersten Durchgang zur Egalisierung des Schanzenrekords (152 m) genützt hatte, auf den sechsten Platz zurück. Doch die Slowenen zeigten insgesamt mit den Rängen drei (Damjan), fünf (Robert Kranjec), sechs (Tepes) und sieben (Prevc) neuerlich, dass sie als Mannschaft in Sotschi ganz vorne mitspringen sollten.

Für Pointner war das Abschneiden aber keinesfalls beunruhigend. „Diethart ist sehr gut gesprungen, aber wo es in Richtung Skifliegen gegangen ist, könnte man das eine oder andere noch besser machen. Aber in Sotschi ist die Anforderung nicht da“, erklärte der ÖSV-Coach, der auch mit Hayböck sehr zufrieden war. „Weil er nach dem schweren Sturz am Montag heute über Hillsize im ersten Durchgang einen Telemark gemacht hat. Das ist ganz wichtig für die Verarbeitung. In Sotschi wird man nur eine Medaille gewinnen, wenn man ganz weit springt und einen Telemark macht“, blickte Pointner schon voraus.

Samstag-Springen in Willingen

Endstand:
1. Kamil Stoch POL 139,5/145,5 263,2
2. Severin Freund GER 139,0/147,5 262,2
3. Jernej Damjan SLO 141,5/150,5 258,5
4. Noriaki Kasai JPN 142,0/140,0 253,9
5. Robert Kranjec SLO 140,5/150,0 253,5
6. Jurij Tepes SLO 152,0/137,0 249,0
7. Peter Prevc SLO 138,0/145,5 247,2
8. Andreas Wellinger GER 139,0/140,0 245,8
9. Daiki Ito JPN 134,5/146,0 241,7
10. Thomas Diethart AUT 140,5/138,0 238,8
11. Markus Eisenbichler GER 144,0/138,0 238,5
12. Marinus Kraus GER 141,5/133,0 236,4
13. Michael Hayböck AUT 145,5/132,5 235,5
14. Michael Neumayer GER 140,0/139,0 232,7
15. Stefan Kraft AUT 136,0/143,0 230,5
16. Richard Freitag GER 143,0/131,5 229,7
17. Anssi Koivuranta FIN 143,0/141,5 229,3
18. Jan Matura CZE 132,0/142,0 225,5
19. Ole Marius Ingvaldsen NOR 137,0/136,5 224,6
20. Maciej Kot POL 143,0/134,0 223,9
21. Jan Ziobro POL 137,5/141,0 223,5
22. Piotr Zyla POL 135,5/137,0 221,9
23. Andreas Wank GER 137,0/139,5 219,7
24. Reruhi Shimizu JPN 136,0/135,0 218,9
25. Manuel Poppinger AUT 139,0/131,0 214,2
26. Alexej Romaschow RUS 142,5/131,5 211,0
27. Andreas Kofler AUT 140,0/127,0 202,3
28. Yuta Watase JPN 133,5/129,5 201,4
29. Andreas Stjernen NOR 134,5/126,5 198,7
30. Janne Ahonen FIN 140,0/121,0 189,8
Nicht im Finale dabei:
33. Simon Ammann SUI 128,0 105,5
42. Manuel Fettner AUT 128,0 96,0

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