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Zehnter Saisonsieg für Takanashi

Daniela Iraschko-Stolz hat am Sonntag auch im zweiten Weltcup-Bewerb der Olympiageneralprobe in Hinzenbach hinter Sara Takanashi Platz zwei belegt. Dritte wurde die Finnin Julia Kykkänen.

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Österreichs Paradespringerin war nach dem ersten Durchgang mit einem Sprung auf 89 Meter noch knapp vor Takanashi (88,5) in Führung gelegen. Im Finale zog die Saisondominatorin aus Japan mit einem Satz auf die Tageshöchstweite von 92,5 Metern aber noch locker an der wieder bei 89 Metern gelandeten Steirerin vorbei. Hinter Iraschko-Stolz schaffte Kykkänen ihren ersten Weltcup-Podestplatz.

Für Iraschko war es der bereits sechste der Saison, der vierte in Folge nach den zwei Siegen in der Vorwoche in Planica. Als Topfavoritin reist aber die jetzt zehnfache Saisongewinnerin Takanashi nach Sotschi, wo am 11. Februar die Olympiapremiere für die Damen über die Bühne geht. Chiara Hölzl, die zweite ÖSV-Teilnehmerin in Russland, kam nach Platz 13 am Vortag im zweiten Bewerb auf Rang 16. Die anderen Österreicherinnen verpassten allesamt das Finale der besten 30.

Chiara Hoelzl

GEPA/Florian Ertl

Hölzl war wieder zweitbeste Österreicherin

„Sotschi kann kommen“

„Ich bin sehr happy und total zufrieden mit dem Wochenende“, sagte Iraschko-Stolz. „Die Formkurve geht ganz stark nach oben, und endlich habe ich auch etwas Konstanz in den Sprüngen. Ich habe zwar heute jeweils noch kleine Fehler eingebaut, das bekomme ich aber bis Sotschi auch noch hin. Sara springt zwar immer noch sensationell, ich komme aber immer näher und fühle mich gut. Sotschi kann kommen.“

Die Vorfreude der Steirerin auf die Premiere des Damen-Skispringens bei Olympischen Spielen ist groß. „Sotschi ist genau das Richtige für mich“, sagte sie. „Ich fliege mit enorm viel Selbstvertrauen nach Russland. Natürlich schleichen sich immer Fehler ein, aber damit müssen auch die anderen kämpfen.“ Hölzl war mit Rang 16 glücklich. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so weit vor komme. Die Vorfreude auf Sotschi ist riesig, speziell nach den beiden Bewerben in Hinzenbach.“

Auch ÖSV-Cheftrainer Harald Rodlauer war voll und ganz zufrieden: „Es war ein super Wettkampf, und ich möchte dem Organisationskomitee hier zuallererst einmal danken. Solche Heimweltcups sind extrem wichtig für uns, und wir fühlen uns hier sehr wohl. Sportlich gesehen hat das Wochenende auch super gepasst, die Verhältnisse waren sehr fair. Daniela springt schon auf einem sehr hohen Niveau, wenn man bedenkt, wo sie vor ein paar Wochen gestanden ist. Takanashi hat verdient gewonnen heute, aber in Sotschi werden wir alles daransetzen, dass wir ganz oben stehen.“

Sonntag-Springen in Hinzenbach

Endstand:
1. Sara Takanashi JPN 88,5/92,5 245,2
2. Daniela Iraschko-Stolz AUT 89,0/89,0 238,4
3. Julia Kykkänen FIN 86,5/88,5 234,8
4. Maja Vtic SLO 92,0/86,0 232,0
5. Carina Vogt GER 88,5/85,0 229,8
6. Yuki Ito JPN 85,0/85,5 224,3
7. Eva Logar SLO 84,5/85,5 217,9
8. Irina Awwakumowa RUS 85,5/86,0 217,4
9. Anna Häfele GER 86,5/83,0 215,1
10. Spela Rogelj SLO 83,5/83,0 213,8
11. Ursa Bogataj SLO 83,5/83,5 212,0
12. Katharina Althaus GER 81,0/82,0 206,1
13. Elena Runggaldier ITA 82,0/82,0 205,5
14. Katja Pozun SLO 81,0/82,0 202,6
15. Ramona Straub GER 85,0/77,5 202,1
16. Chiara Hölzl AUT 80,5/80,0 201,2
17. Evelyn Insam ITA 79,0/83,5 200,5
18. Ulrike Grässler GER 80,0/79,5 197,9
19. Michalea Dolezelova CZE 79,0/79,0 192,1
20. Kaori Iwabuchi JPN 78,0/77,0 182,7
21. Anastasia Gladischewa RUS 77,5/76,0 181,0
22. Ayumi Watase JPN 77,5/76,5 179,4
23. Sofia Tichonowa RUS 75,5/75,0 175,7
24. Barbora Blazkova CZE 75,0/76,0 174,9
25. Misaki Shigeno JPN 73,0/75,0 172,6
26. Anna Ruprecht GER 71,5/76,0 170,2
27. Sabrina Windmüller SUI 73,0/75,0 168,4
28. Manuela Malsiner ITA 73,5/72,5 165,0
29. Dana Vasilica Haralambie ROU 71,5/69,0 152,2
30. Anja Tepes SLO 77.0/73,0 150,5
Nicht im Finale dabei:
31. Elisabeth Raudaschl AUT 71,5 80,7
34. Katharina Keil AUT 69,5 75,6
35. Lisa Wiegele AUT 69,0 73,9
36. Sonja Schoitsch AUT 67,0 70,0
40. Michaela Kranzl AUT 66,0 66,5
45. Julia Huber AUT 58,0 47,5

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