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Grund ist spätere Anreise

Benjamin Raich wird Österreichs Delegation bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele am 7. Februar in Sotschi doch nicht anführen. Der Tiroler wird nicht an der Super-Kombination teilnehmen und deshalb erst später nach Russland reisen.

„Ich werde mich ganz auf Riesentorlauf und Slalom konzentrieren, reise daher erst eine Woche später als ursprünglich geplant nach Russland“, wird Doppelolympiasieger Raich in einer Aussendung des Österreichischen Olympischen Comites (ÖOC) zitiert. Raich kämpft bereits länger mit Rückenproblemen. Laut Reglement hatte er nicht die nötigen Abfahrtsergebnisse für den Start in der Superkombi, er erhielt aber eine Sondergenehmigung des Skiweltverbandes (FIS).

Andreas Linger trägt die österreichische Fahne bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele von Vancouver

picturedesk.com/EPA/Hannibal Hanschke

In Vancouver trugen die Linger-Brüder die rot-weiß-rote Fahne

Bekanntgabe am Donnerstag

Wer an der Stelle Raichs zu der Ehre kommt, will das ÖOC erst am Donnerstag bekanntgegeben. Erster Kandidat auf den Fahnenträger wäre eigentlich Skispringer Thomas Morgenstern gewesen, dem man das lange Herumstehen aber nicht zumuten wollte. Morgenstern war vergangenen Freitag und damit drei Wochen nach seinem schweren Sturz auf der Kulm-Skiflugschanze, bei dem er ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Lungenquetschung erlitten hatte, wieder auf die Schanze zurückgekehrt.

Zuletzt war in den Medien auch über Daniela Iraschko-Stolz als Fahnenträgerin spekuliert worden, die Skispringerin steht offen zu ihrer Homosexualität. „Natürlich war sie auch ein Thema, sie ist eine ganz großartige Sportlerin und hat ganz tolle Erfolge gefeiert, aber sie hat keine Olympiamedaille wie Raich. Wir werden in Sotschi viele Zeichen setzen, aber nicht mit dem Fahnenträger, wir lassen uns da nicht instrumentalisieren“, hatte ÖOC-Präsident Karl Stoss auf der Nominierungspressekonferenz am vergangenen Montag erklärt.

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