Nachwirkungen einer denkwürdigen Partie
Nach den spielerischen hat Salzburg auch kämpferische Qualitäten unter Beweis gestellt. Das 6:3 am Sonntag gegen Rapid war eine der sehenswerteren Partien der jüngeren Bundesliga-Geschichte. 13 Pflichtspiele in Folge haben die „Bullen“ nun gewonnen. Sie scheinen für die kommenden Herausforderungen gerüstet, auch wenn Goalie Peter Gulacsi ebenso schwer verletzt wurde wie die Rapidler Christopher Dibon und Christopher Trimmel.
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Die Hütteldorfer werden einige Zeit ohne Innenverteidiger Dibon auskommen müssen. Der 23-Jährige erlitt bei einem Zusammenprall mit Gulacsi einen Kieferhöhlenbruch. Diese Diagnose wurde am Abend nach dem Match im Spital gestellt. Wie lange Dibon, der von Salzburg bis Saisonende an Rapid verliehen ist, ausfällt, ist offen. Laut Red-Bull-Pressemitteilung vom Montagnachmittag muss der Ungar Gulacsi, der in der Halbzeit über Schwindel klagte, aufgrund einer leichten Gehirnerschütterung einige Tage Trainingspause einlegen.

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Dibon konnte den spektakulären Schlagabtausch nicht auf dem Feld beenden
Der Salzburg-Torhüter musste daher für das ungarische Nationalteam absagen. Gulacsi wäre für ein Testspiel der Ungarn am Mittwoch in Györ gegen Finnland nominiert gewesen. Rapids Außenverteidiger Trimmel zog sich in der Schlussphase der Begegnung einen Nasenbeinbruch zu. Auch bei ihm steht noch nicht fest, ob und wie lange er pausieren muss.
„Rapid hat uns alles abverlangt“
Gegen Rapid mussten die Salzburger jedenfalls deutlich mehr zittern als etwa in der Europa League gegen Ajax Amsterdam (3:0 und 3:1). Das war auch dem ambitionierten Auftritt der Hütteldorfer geschuldet. „Wir haben weit vorne attackiert. Wir waren nicht wie das Kaninchen vor der Schlange“, strich Rapid-Trainer Zoran Barisic die Unterschiede zu den Niederländern hervor. Tatsächlich kassierte Salzburg erstmals seit mehr als einem Jahr zu Hause drei Gegentore.

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Gulacsi muss die Einberufung ins ungarische Nationalteam abschreiben
„Rapid hat uns alles abverlangt. Es war eine absolute Schlacht“, sagte Salzburg-Trainer Roger Schmidt. „Wir haben uns gegen sie immer extrem schwergetan.“ Diesmal war es auch ein Sieg der Willensstärke, war der Rekordmeister doch das einzige Team, gegen das der überlegene Tabellenführer in der laufenden Spielzeit noch nicht gewonnen hatte. „Wir wären nicht so erfolgreich, wenn wir nicht auch kämpfen könnten“, so Schmidt. „Es war wieder ein Schritt nach vorne für die Mannschaft.“
Länderspielwoche vor Duell mit Basel
Bemerkenswert sei vor allem, wie sein Team trotz der Doppelbelastung der vergangenen Wochen im Finish noch zulegen konnte. Im März warten noch sieben weitere Spiele, darunter die Europa-League-Achtelfinali gegen den FC Basel (13. und 20. März). Linksverteidiger Andreas Ulmer fällt dafür mit einem Bruch des Wadenbeinköpfchens aus. Sein Ersatzmann Dusan Svento machte aber eine sehr gute Figur. In der Vorbereitung auf Basel fehlen Schmidt diese Woche allerdings zahlreiche Spieler, die bei ihren Nationalteams weilen.
„Es ist keine richtige Trainingswoche, aber wir haben das auch im Herbst gut hinbekommen“, sagte der Salzburg-Trainer. Am Samstag strebt sein Team in Ried den zehnten Ligasieg in Serie an. „Es läuft einfach bei uns“, so Mittelfeldspieler Stefan Ilsanker, der seinen Vertrag in der Vorwoche bis 2018 verlängert hatte. „Wenn wir im Kollektiv weiter so stark bleiben, können wir jeden Gegner schlagen“, ergänzte Svento, auch den FC Basel. Svento: „Wir denken jetzt trotzdem von Spiel zu Spiel.“
Barisic sieht Hütteldorfer „auf Schiene“
Für Rapid geht es darum, am Sonntag bei Schlusslicht Wacker Innsbruck auf die Siegerstraße zurückzufinden. Von ihren vergangenen acht Ligaspielen haben die Grün-Weißen nur ein einziges gewonnen: das Derby zum Frühjahrsstart gegen die Austria (3:1). Der Vorsprung auf den Stadtrivalen ist mittlerweile aber wieder dahin. Elf Runden vor Schluss liegt Rapid gleichauf mit der Austria auf Rang drei. Auch der Fünfte Ried ist punktegleich, auf den Zweiten Grödig fehlen dem Trio jeweils vier Zähler.

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Trimmel bezahlte seinen Einsatz mit Schmerzen und Blut
„Wir sind auf einem sehr guten Weg“, beruhigte Barisic im Hinblick auf das Rennen um die Europacup-Plätze. „Wir wollen in den internationalen Bewerb und sind auf Schiene.“ Seine Spieler trauerten allerdings einer vergebenen Chance nach. „Es war ein Spektakel, nur können wir uns davon nichts kaufen“, sagte Marcel Sabitzer. „Man muss anerkennen, dass Salzburg ein anderes Level hat“, meinte Stürmer Terrence Boyd. Und Mittelfeldspieler Thanos Petsos sagte nach einem sehenswerten Treffer: „Wir können uns nichts vorwerfen. Wir haben diese Bullen seit langem wieder einmal voll gefordert.“
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