Möglichkeit zur Weiterentwicklung
Am 8. September 2014 beginnt für das ÖFB-Team mit dem Heimspiel gegen Schweden die Qualifikation für die EM-Endrunde 2016. Bis dahin stehen nur drei Testspiele auf dem Programm, um sich den nötigen Feinschliff zu holen. Am Mittwoch geht es gegen Uruguay (20.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream). Danach trifft Österreich noch auf Island (30. Mai in Innsbruck) und Tschechien (3. Juni in Olmütz).
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„Unser Ziel ist ganz klar Frankreich, auch wenn wir gute Gegner haben“, erklärte Sebastian Prödl. Die Partie im Wörthersee-Stadion gegen die Nummer sieben der FIFA-Weltrangliste hat für den Bremen-Legionär daher mehr als nur Testcharakter. „Es beginnt schon ein Teil der EM-Qualifikation. Jetzt geht es für jeden um einen Platz im Team. Jeder tut gut daran, schon jetzt eine gute Leistung abzurufen“, brachte Prödl die Wichtigkeit der Partie auf den Punkt.

APA/Herbert Neubauer
Am Mittwoch werden erstmals die neuen rot-weiß-roten Heimdressen getragen
Das Team kennt die Philosophie von Teamchef Marcel Koller, die kurze Vorbereitungszeit sollte daher kein Problem sein. Zlatko Junuzovic betonte vor allem die Möglichkeit zur Entwicklung, wenn man auf einen Gegner wie Uruguay trifft. „Uruguay hat eine andere Spielkultur, ist technisch versiert. Es ist eine schöne Abwechslung, gegen eine Mannschaft von einem anderen Kontinent anzutreten. Dieser Test bringt uns sicher weiter. Gegen diese Topstars sieht man, welche Defizite man noch hat“, erklärte der 26-Jährige.
Uruguay laut Koller „ein Spitzenteam“
Koller strich indes nicht nur die individuelle Klasse („Sie haben Künstler, die ein Spiel alleine entscheiden können“), sondern auch die mannschaftliche Geschlossenheit des Gegners hervor. „Das ist ein Spitzenteam, das richtig geil auf Tore ist“, sagte der Schweizer, der dennoch auf ein positives Resultat gegen den WM-Vierten von 2010 und regierenden Copa-America-Sieger hofft. „Ich bin überzeugt, dass wir ein gutes Spiel zeigen können“, sagte Koller, gab aber gleichzeitig auch zu bedenken: „Ob Uruguay bereit ist, uns spielen zu lassen, ist eine andere Frage.“
Von seiner Mannschaft wünscht sich der 53-Jährige ein kompaktes Auftreten in der Defensive und ein beherztes Angriffsspiel. „Wenn wir den Ball haben, wollen wir so schnell wie möglich nach vorne spielen.“ Was das Pressing der ÖFB-Auswahl betrifft, dürfe man keine übertriebene Erwartungen haben. „Natürlich würde ich gerne noch mehr Pressing sehen, das ist aber schwierig, weil man bei der Nationalmannschaft nur wenig Zeit hat“, betonte Koller.
Koller über Salzburg und Almer
Ein anscheinend perfektes Pressing praktiziert derzeit Red Bull Salzburg, wie auch der Teamchef anerkennend feststellte. „Das eine oder andere machen wir auch so, aber nicht alles“, sagte der Schweizer. Das ÖFB-Team kann laut Koller, der am Sonntag Salzburgs Stefan Ilsanker nachnominierte, Vorteile aus dem momentanen Erfolgslauf der „Bullen“ ziehen. „Salzburg hat aber auch von uns profitiert. Leitgeb hat bei uns gespielt, da ist er in Salzburg noch auf der Tribüne gesessen“, sagte der 53-Jährige.
Ein aktueller Tribünengast bei seinem Club ist ÖFB-Einsergoalie Robert Almer - sehr zur Verwunderung von Koller. „Ich verstehe überhaupt nicht, was da abgeht. Bei uns hat er immer ordentliche Leistungen abgeliefert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er aus Leistungsgründen nicht spielt“, sagte der Teamchef über den Cottbus-Legionär, den der Letzte der zweiten deutschen Liga möglicherweise aus dem Kader gestrichen hat, um Prämien zu sparen. Koller hält dennoch auch in Zukunft an Almer fest.
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