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Zehnter Sieg in Folge im Visier

Salzburg will seine Siegesserie am Samstag (19.00 Uhr) im Bundesliga-Spiel gegen Ried auswärts fortsetzen. Mit dem zehnten Sieg in Folge würde Salzburg jedenfalls einen neuen Clubrekord aufstellen und könnte den Vorsprung auf den ersten Verfolger Grödig auf 25 Punkte ausbauen. Bei entsprechenden Resultaten könnte sich die Elf von Roger Schmidt bereits in der 27. Runde zum neuen Meister küren.

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Die bisherigen Saisonbegegnungen endeten mit klaren 5:0- und 4:0-Erfolgen der Salzburger, die in der Liga derzeit jeden Gegner überrollen. Schmidt freilich drückt auf die Euphoriebremse: „Ried hat nichts zu verschenken, ist voll drinnen im Kampf um die Europa-League-Plätze.“ Die Oberösterreicher sind zurzeit punktegleich mit Austria und Rapid (je 35) hinter den beiden Wiener Clubs Fünfter, eine Position zurück lauert noch der WAC (32).

Salzburg vor „kleinem Stadion“ gewarnt

Die Woche verlief in Salzburg schaumgebremst, schließlich weilten zehn Spieler bei ihren nationalen Auswahlen. „Wir haben die Tage genutzt, um die Spieler, die da waren, durchschnaufen zu lassen bzw. entsprechend individuell zu belasten“, sagte Schmidt, relativierte aber: „Wir sind das aus dem Herbst gewohnt.“ Das Spiel am Samstag sei „jedenfalls auch wichtig für uns“.

Tipp3-Bundesliga, 26. Runde

Samstag, Beginn 19.00 Uhr:

Ried - Salzburg

Keine-Sorgen-Arena, SR Kollegger

Mögliche Aufstellungen:

Ried: Gebauer - Hinum, Reifeltshammer, Pichler, A. Schicker - Ziegl - Perstaller, Trauner, Oliva, Kragl - Gartler

Salzburg: Walke/Gulacsi - Schwegler, Ramalho, Hinteregger, Svento - Ilsanker - Kampl, C. Leitgeb, Mane - R. Zulj, Soriano

Wenige Tage vor dem Europa-League-Achtelfinal-Hinspiel in Basel warnte Schmidt nicht zuletzt vor der Keine-Sorgen-Arena, in der Ried heuer sechs Spiele gewann, bei vier Remis und nur zwei Niederlagen. „Sie haben eine gute Atmosphäre in dem kleinen Stadion, da ist es schwierig zu spielen. Ich erwarte ein hartes Spiel“, sagte Schmidt.

Verzichten müssen die Gäste neuerlich auf Goalgetter Alan, der weiterhin an seiner Oberschenkelverletzung laboriert. Auch Isaac Vorsah steht weiter nicht zur Verfügung, der Einsatz von Goalie Peter Gulacsi, der beim 6:3 gegen Rapid eine Gehirnerschütterung erlitt, ist genauso fraglich wie jener von Marco Meilinger wegen einer Prellung.

„Wir wollen natürlich gewinnen“

Erneut in der Startelf wird aber wohl Robert Zulj stehen, der erstmals nach seinem Winter-Transfer auf seinen Ex-Club trifft. „Es ist natürlich ein besonderes Spiel für mich, ich bin mit sehr vielen Spielern noch in Kontakt“, sagte der Stürmer. Auf dem Spielfeld freilich gebe es keine Geschenke: „Wir wollen das Spiel natürlich gewinnen und so viele Rekorde brechen wie möglich.“ Zehn Bundesliga-Spiele in Folge hat in der Dreipunkteära (seit 1995) noch kein Club gewonnen. Mit neun Erfolgen en suite hält Salzburg die Bestmarke aktuell gemeinsam mit Sturm Graz (1998/99).

Ried: „Können nichts verlieren“

Die Rieder gehen das Duell mit Österreichs Mannschaft der Stunde relativ gelassen an - zumindest wenn es nach den Worten von Trainer Michael Angerschmid geht. „Salzburg ist in einer Überform. Für uns ist das jetzt aber gut, weil es das erste Spiel im Frühjahr ist, in dem keiner von uns etwas erwartet und bei dem wir nichts verlieren können“, sagte Angerschmid. Oder in den Worten von Außenspieler Oliver Kragl: „Es gibt nichts Schöneres, als gegen Salzburg zu spielen.“

Zwar ist Ried bereits seit fünf Runden ungeschlagen, dabei sprang allerdings nur ein Sieg heraus. Würde ein solcher auch gegen Salzburg gelingen, wäre das für den Außenseiter doppelt erfreulich. „Wir haben auch keine Angst vor einem Debakel. Auch wir werden unsere Möglichkeiten haben. Natürlich muss alles passen, damit wir Punkte holen. Wir müssen in die Zweikämpfe kommen“, sagte Angerschmid und versprach: „Wir werden 90 Minuten marschieren.“

Meistertitel schon im März?

Rekorde könnten die Salzburger noch einige brechen. Sollten sie in Ried gewinnen und der Zweitplatzierte SV Grödig bei der Austria verlieren, könnten sie rein theoretisch schon in der 27. Runde über den Meistertitel jubeln. Dafür müsste Grödig dann auch das Heimspiel gegen Wacker Innsbruck verlieren, die Austria und Rapid gegen Sturm Graz bzw. Ried sieglos bleiben und die Salzburger zu Hause den WAC schlagen.

„Wir versuchen natürlich, so schnell wie möglich den Titel unter Dach und Fach zu bringen, wann das genau ist, ist mir aber egal“, sagte Salzburg-Trainer Roger Schmidt, für den der Zeitpunkt der Titelentscheidung keine große Bedeutung hat. Seine Truppe brauche jedenfalls noch maximal vier Siege, sagte Schmidt. „Das trauen wir uns zu.“

Sollte der Europa-League-Achtelfinalist weiter in Hochform bleiben, können auch zwei weitere Rekorde fallen. Der von Rapid seit 1985/86 gehaltene Torrekord steht bei 101 Treffern, Salzburg hält bei elf ausstehenden Spielen bei 85. Der Punkterekord der Austria aus der Vorsaison liegt bei 82 Zählern, mit derzeit 61 Punkten ist der Vizemeister auch hier auf gutem Weg. „Rekorde sind ein gutes Zeichen, haben immer Aussagekraft über die Qualität der Mannschaft. Sie sind ein Zeichen, dass man sehr konstant auf höchstem Niveau agiert, sich wenig Schwächen erlaubt“, sagte Schmidt.

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