Grazer zittern vor Rückfall in Tabelle
Während bei Sturm Graz weiter eine hartnäckige Flaute herrscht, ist Wiener Neustadt derzeit klar im Aufwind. Am Samstag (19.00 Uhr) empfangen die Niederösterreicher die Steirer und könnten deren Misere weiter vertiefen. Bei einem Heimsieg wäre man bereits vier Zähler vor den achtplatzierten Steirern, die ihre Europacup-Felle davonschwimmen sehen.
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Je sieben Punkte fehlen Sturm vor dem Spiel auf das Trio Austria - Rapid - Ried, das mit je 35 Zählern auf den Plätzen drei bis fünf liegt. Nur ein Spiel konnte in den jüngsten sieben Runden gewonnen werden. Trainer Darko Milanic appellierte neuerlich an die Einsatzbereitschaft seiner Truppe: „Jeder muss mit mehr als 100 Prozent die schmutzige Arbeit erledigen.“
„Schönes Spiel“ für Milanic „zweitrangig“
„Das schöne Spiel ist zweitrangig, es ist ein Kampf um jeden Punkt. Jeder muss seine Rolle verstehen, selber seinen Job machen und darf sich nicht auf Mitspieler verlassen“, sagte Milanic. Nicht zuletzt die zahlreichen Gegentore aus Standards ärgern ihn: „Da haben wir einfache Einzelfehler gemacht, das darf nicht passieren.“
Tipp3-Bundesliga, 26. Runde
Samstag, Beginn 19.00 Uhr:
Wr. Neustadt - Sturm
Stadion Wr. Neustadt, SR Dintar
Mögliche Aufstellungen:
Wr. Neustadt: Vollnhofer - Pollhammer, Mimm, Mally, Stangl - Freitag, Säumel - Rauter, M. Koch, Dobras - Pichlmann
Sturm: Gratzei - Todorovski, Dudic, Vujadinovic, Klem - Wolf, Weber, Hadzic, Schmerböck - Djuricin, Beichler
Eine gewisse Ratlosigkeit ist durchaus hörbar: „Am Anfang dachte ich an Spielzüge und Taktik, jetzt übe ich einfachere Sachen mit den Spielern, zum Beispiel den Ballgewinn beim Einwurf. Sie verstehen es, aber sie machen es nicht. Ich weiß, ich rede nicht so ein klares Deutsch, aber ich bin sicher, dass sie mich verstehen. Es sind keine mathematischen Formeln.“
Unangenehmen Druck verspüre er nach vier Frühjahrsspielen ohne Sieg und der zuletzt bitteren 1:4-Heimschlappe gegen den WAC aber keinen: „Das ist normal, das ist mein Job.“ Den Gegner beschrieb Milanic als verwandelt: „Sie treten ganz anders auf als noch im Herbst. Mit langen Bällen, vielen Kontern und guten Standards. Dazu sind sie sehr aggressiv.“
Kreissl: Gegner „nicht unterschätzen“
Wiener Neustadts Manager Günter Kreissl sieht die Mannschaft auf dem richtigen Weg. Das habe sich beim 2:1 in Grödig zuletzt besonders gut gezeigt. „Das gibt eine gute Vorstellung dessen, wie das Endprodukt ausschauen soll“, so Kreissl. Ein „Glücksfall“ sei eingetreten, „der Trainer hatte den Plan, die Mannschaft trägt das mit“.
Trotz der Siege gegen Grödig und Innsbruck sowie dem 1:1 gegen die Austria sei aber Vorsicht geboten. „Man muss eine Balance finden zwischen Bescheidenheit und Zuversicht. Wir dürfen mit gewissem Selbstvertrauen auftreten, aber dürfen nicht vergessen, dass Sturm einen Kader hat, der von den Kosten und der Qualität her klar über unseren zu stellen ist“, sagte Kreissl. „Man darf das nicht unterschätzen, wenn man auf eine angeschlagene Mannschaft mit mehr Qualität trifft.“
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