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Wahl mit eindeutiger Mehrheit
Die drei Vizepräsidenten des 34-jährigen Miklauz sind der ehemalige Olympiateilnehmer Stefan Opatril, der frühere Langstreckenschwimmer Peter Rothbauer und Ex-Wasserballer Gerd Lang. Schriftführer bleibt Herbert Schurm, das OSV-Präsidium wird durch Finanzreferent Werner Kühnert komplettiert.
Sparten können selbst Fachwarte bestimmen
Den Vorstand vervollständigen die Fachwarte, deren Wahl Miklauz den einzelnen Sparten selbst überlässt. Die Wasserballer haben sich bereits auf den bisherigen Vizepräsidenten Richard Kössler geeinigt. In den übrigen Sparten kann ebenso neu entschieden werden. Bis dahin bleiben Manfred Otte (Schwimmen), Alexandra Worisch (Synchronschwimmen) und Grete Kugler (Wasserspringen) auf diesen Positionen.
Die Referenten sind die gleichen wie bisher, und zwar Ex-Schwimmerin Nina Dittrich (Jugend), Hubert Fessl (Schulsport) und Wolfgang Raber (Masters). Dazu kommt als Rechtsreferent Arno Pajek. Die Funktionsperiode läuft für vier Jahre, also bis 2018. Neues Mitglied des dreiköpfigen Verbandsgerichtes ist Peter Döller, zum neuen von insgesamt drei Rechnungsprüfern wurde Alex Dillinger gewählt.

APA/Herbert Neubauer
Stefan Miklauz will den OSV in ruhigere Gewässer führen
„Sumpf wird trockengelegt“
„Die Weichen für einen Neuanfang im Zeichen sportlicher Erfolge, absoluter Transparenz und geordneter wirtschaftlicher Strukturen sind gestellt. Dafür steht der gesamte Vorstand, der mein uneingeschränktes Vertrauen hat“, kommentierte Miklauz die Wahl. Der Präsidentenposten war knapp acht Monate vakant gewesen, nachdem Christian Meidlinger Anfang August 2013 zurückgetreten war.
„Der OSV schlägt mit dem heutigen Tag einen neuen Kurs ein. Der Sumpf aus Korruption, Malversationen und veralteten Strukturen wird trockengelegt, um unseren Athletinnen und Athleten ruhige Gewässer für ihre sportlichen Erfolge zu bieten. Große Wellen werden künftig nur mehr sportliche Spitzenleistungen schlagen“, unterstrich der neue Präsident.
Neben der wirtschaftlichen Neuordnung und der lückenlosen Aufklärung aller Missstände stellt Miklauz das gleichberechtigte Miteinander aller Sportdisziplinen in den Vordergrund seiner Agenda. „Wasserspringen, Synchronschwimmen und Wasserball werden durch die neue Aufstellung des Präsidiums künftig nicht mehr im Schatten des Schwimmsports stehen.“
Mehr Mitspracherecht für Athleten und Betreuer
Athleten und Betreuer sollen künftig mehr Mitspracherecht erhalten, „um Entscheidungen auf breiter Basis und im Sinne des Sports zu treffen“. Ebenso plant Miklauz, das Trainerteam aufzustocken und in die Infrastruktur der Leistungszentren zu investieren. „Ab heute geht jeder Cent in den Sport. Als Schwimmverband haben wir eine klare Aufgabe. Auf diese werden wir uns im Sinne der Athleten konzentrieren. Für persönliche Befindlichkeiten und Grabenkämpfe auf Kosten des Sports ist in unserem Becken kein Platz“, unterstrich Miklauz.
Nur durch eine klare Fokussierung auf den Sport könne das Image des OSV wieder hergestellt werden, um langfristig Sponsoren und Förderer anzusprechen, betonte Miklauz. „Der OSV wird wieder ein Verband werden, auf den alle Mitglieder zu Recht stolz sein können. Gemeinsam werden wir noch einige Stromschnellen überwinden müssen, aber wir schwimmen in eine Zukunft, in der der Verband wieder ausschließlich seinen Sportlern dienen wird.“