Themenüberblick

Costa verletzt sich bei Tor

Atletico Madrid hat den nächsten Schritt zum ersten Meistertitel in der spanischen Primera Division seit 1996 gemacht. Die Madrilenen feierten am Sonntag in der 33. Runde einen 2:0-Erfolg bei Getafe und führen die Tabelle fünf Spiele vor Schluss drei Punkte vor dem Stadtrivalen Real an. Der FC Barcelona hat als Dritter vier Zähler Rückstand.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Für Atletico gab es aber auch schlechte Nachrichten, musste doch Stürmerstar Diego Costa verletzt vom Feld getragen werden. Der 25-jährige spanische Teamspieler erzielte in der Schlussphase das 2:0 (84.), rutschte dabei aber unglücklich gegen die Stange und zog sich eine Fuß- oder Knieverletzung (links) zu. Atletico hat diesbezüglich aber schon Entwarnung gegeben. Der Stürmer habe sich nur eine Fleischwunde zugezogen, verlauteten die Madrilenen via Twitter.

Atleticos Diego Godin und David Villa jubeln

AP/Andres Kudacki

Atletico kommt aus dem Jubeln nicht mehr heraus

Costa hatte zuvor in Minute 66 einen Foulelfer vergeben. Den zweiten Treffer steuerte Diego Godin (40.) bei. Die Hausherren beendeten die Partie zu zehnt. Angel Lafita sah vor dem Elfmeter wegen Torraubs die Rote Karte. Getafe liegt als 18. momentan auf einem Abstiegsplatz.

Nächster Rückschlag für „Zombieteam“ Barca

Drei Tage nach dem Aus in der Champions League sagte Barcelona am Samstag auch der spanischen Meisterschaft fast schon „adios“. Das Team um Lionel Messi leistete sich in Granada eine 0:1-Schlappe, fiel auf Rang drei zurück und hat nur noch Außenseiterchancen auf die erfolgreiche Titelverteidigung. „Barca wirft in Granada den Titel weg“, schrieben die Fachblätter „Sport“ und „El Mundo Deportivo“ gleichlautend. Real Madrid errang ein ungefährdetes 4:0 über den Abstiegskandidaten Almeria und überholte damit den Erzrivalen.

Wer von den Katalanen nach dem Scheitern an Atletico im europäischen Elitewettbewerb eine Trotzreaktion erwartet hatte, wurde enttäuscht. Der viermalige Weltfußballer Messi, der schon beim 0:1 in Madrid teilnahmslos und lethargisch wirkte, trat auch in Granada wenig in Erscheinung. „Messi ist in besorgniserregender Weise in eine Phase des Schlafwandelns getreten“, schrieb die Zeitung „La Vanguardia“. „Barca gleicht einem Zombieteam, das lauter Ohrfeigen einsteckt und sich dagegen nicht wütend zur Wehr setzt.“

Brahimi (Grenada) jubelt nach seinem Tor

APA/EPA/Miguel Angel Molina

Granada feiert die ganz große Sensation gegen Barcelona

Vor einer Woche hatte sich der FC Barcelona noch Hoffnungen auf das Triple gemacht. Nun laufen Messi und Co. Gefahr, binnen einer Woche alle drei Titel zu verspielen: Nach dem Ausscheiden aus der Champions League und dem Rückschlag im Titelkampf der Liga treten die Katalanen am Mittwoch im spanischen Cupfinale gegen Real an.

86 Prozent Ballbesitz ohne Wert

In Granada nutzte der Franzose Yacine Brahimi in der 15. Minute einen Konter zum Siegtreffer der Andalusier. Barca kontrollierte das Spiel und stellte mit 86 Prozent Ballbesitz einen Ligarekord auf, konnte aber keinen Treffer erzielen. Granadas Ersatzkeeper Orestis Karnezis machte mit seinen Reflexen mehrere Torchancen der Katalanen zunichte. Der Grieche schien deshalb fast ein schlechtes Gewissen zu haben. „Ich habe dem FC Barcelona den Meistertitel nicht gestohlen, sondern nur meinen Job gemacht“, betonte der Torwart, der in seiner Heimat zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft gehört.

„Granada spielte um sein Überleben in der Primera Division, und das sah man auch“, konstatierte das Sportblatt „Marca“. „Barca spielte um den Titel, aber davon war nichts zu spüren.“ Das 0:1 war die erste Niederlage der Katalanen gegen Granada seit 42 Jahren. „Die Blau-Roten verabschieden sich wie ein Nobody vom Titelkampf, resigniert und machtlos“, schrieb die Zeitung „El Pais“.

Bei Real, CL-Halbfinal-Gegner von Bayern München, schlüpfte Angel di Maria in die Rolle des verletzten Cristiano Ronaldo. Der Argentinier, der am Dienstag beim 0:2 bei Borussia Dortmund noch enttäuscht hatte, schoss die Madrilenen gegen Almeria in der 27. Minute in Führung und war der beste Spieler auf dem Platz. Die übrigen Real-Treffer erzielten Gareth Bale (52.), Isco (55.) und Alvaro Morata (84.).

Primera Division

33. Runde

Freitag, 11. April:
Osasuna Real Valladolid 0:0
Samstag, 12. April:
Celta Vigo Real Sociedad 2:2
Villarreal Levante 1:0
Granada FC Barcelona 1:0
Real Madrid Almeria 4:0
Sonntag, 13. April:
Betis Sevilla FC Sevilla 0:2
Valencia Elche 2:1
Getafe Atletico Madrid 0:2
Espanyol Barcelona Rayo Vallecano 2:2
Montag, 14. April:
Bilbao Malaga 3:0

Abschlusstabelle 2013/14

1. Atletico Madrid 38 28 6 4 77:26 90
2. FC Barcelona 38 27 6 5 100:33 87
3. Real Madrid 38 27 6 5 104:38 87
4. Athletic Bilbao 38 20 10 8 66:39 70
5. FC Sevilla 38 18 9 11 69:52 63
6. Villarreal 38 17 8 13 60:44 59
7. Real Sociedad 38 16 11 11 62:55 59
8. Valencia 38 13 10 15 51:53 49
9. Celta de Vigo 38 14 7 17 49:54 49
10. UD Levante 38 12 12 14 35:43 48
11. Malaga 38 12 9 17 39:46 45
12. Rayo Vallecano 38 13 4 21 46:80 43
13. Getafe 38 11 9 18 35:54 42
14. Espanyol Barcelona 38 11 9 18 41:51 42
15. Granada 38 12 5 21 32:56 41
16. Elche 38 9 13 16 30:50 40
17. UD Almeria 38 11 7 20 43:71 40
18. Osasuna Pamplona 38 10 9 19 32:62 39
19. Real Valladolid 38 7 15 16 38:60 36
20. Betis Sevilla 38 6 7 25 36:78 25
Champions-League-Teilnehmer: Atletico, FC Barcelona, Real Madrid
CL-Qualifikation: Bilbao
Europa-League-Teilnehmer: FC Sevilla
EL-Qualifikation: Villarreal, Real Sociedad
Absteiger: Osasuna, Real Valladolid, Betis Sevilla
Aufsteiger: Eibar, La Coruna, Cordoba

Links: