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Wechsel in die deutsche Bundesliga

Trainer Roger Schmidt wird Österreichs Fußballmeister Red Bull Salzburg mit Saisonende verlassen. Der 47-jährige Deutsche heuert in seiner Heimat beim Spitzenclub Bayer Leverkusen an. Das bestätigten die beiden Clubs am Freitagnachmittag. Schmidt hatte die Salzburger im Sommer 2012 übernommen. Am Donnerstagabend informierte er Salzburg-Sportchef Ralf Rangnick über seine Entscheidung.

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Schmidt erläuterte seine Entscheidung in einer Presseaussendung: „Es mir unglaublich schwer gefallen, weil ich sehr gern Trainer in Salzburg bin. Es hätte hier auch noch einen Schritt weitergehen können. Aufgrund der Topanfragen aus Leverkusen und Frankfurt bin ich ins Nachdenken gekommen und habe mich letztlich für Bayer Leverkusen entschieden."

„Ich bin froh, dass die Entscheidung jetzt gefallen ist und ich mich voll auf die letzten Wochen mit Red Bull Salzburg konzentrieren und die Saison hoffentlich positiv zu Ende führen kann. Mein großes Ziel ist noch, die Saison mit dem Pokalsieg am 18. Mai zu beenden“, führte der 47-Jährige weiter aus.

Größte Erfolge als Trainer:

  • Meister mit RB Salzburg 2013/14
  • Europa-League-Achtelfinale 2013/14
  • Platz fünf mit Paderborn in der zweiten deutschen Bundesliga 2011/12

Zweijahresvertrag in Leverkusen

Schmidt erhält einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2016. Bis zum Saisonende wird Interimstrainer Sascha Lewandowski noch auf der Bayer-Bank sitzen. Die Werkself liegt in der deutschen Meisterschaft derzeit als Vierter auf Champions-League-Kurs.

Rangnick drückte auch sein Bedauern über den letztlich doch unerwarteten Abgang Schmidts aus: „Roger hat mich gestern Abend angerufen und sich entschieden, das Angebot von Leverkusen anzunehmen. Wir waren seit zwei Wochen im Austausch über den möglichen Abgang, den wir sehr bedauern. Ich hätte gehofft, dass er ein weiteres Jahr hier bleibt. Auf der anderen Seite, kann man diese Entscheidung verstehen, dass man bei einem Verein wie Leverkusen ins Grübeln kommt.“

Rangnick

APA/Barbara Gindl

Rangnick verkündete Schmidts Abgang mit Bedauern

Trotzdem hatte Rangnick gehofft, dass Schmidt bleibt. „Leverkusen ist einer der Topclubs in Deutschland, wenn da ein Trainer ein Angebot bekommt, ist das reizvoll. Die Frage ist: Kommt so ein Angebot nochmals? Ich war überzeugt, dass, wenn wir in der Liga und Champions League gut auftreten, da noch so ein Angebot kommt. Aber Roger hat sich letztlich anders entschieden. Es ist schade, aber dafür muss man dann auch Verständnis haben.“

Völler freut sich auf Schmidt

In Leverkusen freute sich Bayer-Sportdirektor Rudi Völler über die Schmidts Verpflichtung. „Seine Art, Fußball spielen zu lassen, passt ideal zu Bayer 04 Leverkusen“, betonte der ehemalige deutsche Nationaltrainer. Die Bayer-Elf liegt derzeit auf dem vierten Tabellenplatz.

„Wir haben uns unter vielen denkbaren Alternativen ganz bewusst für Roger Schmidt als neuen Bayer-04-Coach entschieden. Er steht für kampfbetonten, schnellen und attraktiven Angriffsfußball“, erklärte Bayer-Geschäftsführer Michael Schade. Mit Red Bull Salzburg hat Schmidt in diesem Jahr die österreichische Meisterschaft gewonnen. Der ehemalige Coach des Zweitligisten SC Paderborn hat zwar erst vor wenigen Monaten seinen Vertrag bei den Salzburgern bis 2016 verlängert, macht nun aber von einer Ausstiegsklausel Gebrauch. Die Leverkusener müssen eine Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro zahlen.

Bedauern in Frankfurt

Auch Eintracht Frankfurt hatte sich um Schmidt bemüht: Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner sagte, Schmidt hätte als Nachfolger des scheidenden Armin Veh gut zu Frankfurt gepasst, und bedauerte die Absage. Er äußerte angesichts der internationalen Perspektive der Leverkusener aber Verständnis für Schmidts Entschluss. „Es war keine Entscheidung gegen Eintracht Frankfurt, sondern für Bayer Leverkusen“, sagte Hübner und bestätigte Gespräche mit Schmidt.

Steckbrief Roger Schmidt

  • Geboren: 13. März 1967 in Kierspe (Nordrhein-Westfalen)

Bilanz als Salzburg-Trainer:
- Bundesliga: 69 Spiele; 46 Siege, 16 Remis, sieben Niederlagen
- Cup: neun Spiele; sieben Siege, ein Remis, eine Niederlage
- Europacup: 16 Spiele; elf Siege, zwei Remis, drei Niederlagen
- Gesamt: 94 Spiele; 64 Siege, 19 Remis, elf Niederlagen

Spielerkarriere:
- Position: Mittelfeld
- Vereine: TuS Paderborn-Neuhaus (bis 1995), SC Verl (deutsche Regionalliga, 1995 bis 2002), SC Paderborn (dt. Regionalliga, 2002/2003), SV Lippstadt (Oberliga Westfalen, damals vierthöchste Spielklasse, 2003/2004)

Trainerkarriere:
- Delbrücker SC (Verbandsliga, dann Aufstieg in Oberliga Westfalen, 2004-2007), Preußen Münster (Oberliga Westfalen, dann Aufstieg in Regionalliga West, vierte Spielklasse, 2007-2010), SC Paderborn (zweite deutsche Bundesliga, 2011/12), Red Bull Salzburg (seit Sommer 2012)

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