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„Unsere Chance lebt nach wie vor“

Für Innsbruck und die Austria ist es nach dem 1:1 am Samstag weiter möglich, ihre Saisonziele zu erreichen. Die Austria liegt zwei Runden vor Schluss als Dritter auf einem Europacup-Startplatz, büßte aber zwei Punkte auf Verfolger Grödig ein. Für Innsbruck könnte das Remis im Abstiegskampf allerdings zu wenig sein, hat man doch weiter fünf Zähler Rückstand auf Wiener Neustadt.

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Somit brauchen die Innsbrucker in den beiden ausstehenden Spielen bei Rapid am 4. Mai und zum Abschluss am Tivoli gegen Grödig unbedingt zwei Siege, um die Niederösterreicher überhaupt noch von Platz neun zu verdrängen. Vorausgesetzt natürlich, Wiener Neustadt holt seinerseits bei Sturm Graz und beim Heimspiel gegen die Admira maximal einen Punkt. Bei einem vollen Erfolg gegen die Austria hätte dem Team von Trainer Michael Streiter aufgrund der weit besseren Tordifferenz bei optimalen Verlauf vielleicht sogar ein Sieg gereicht.

Enttäuschung von Miroslav Milosevic (Wacker)

GEPA/Andreas Pranter

Das Wasser steht den Innsbrucker Spieler mittlerweile bis zum Hals

Wackers 32-jähriger Routinier Roman Wallner, der gegen die Austria viel rackerte, sprach nach dem Schlusspfiff davon, dass mehr als das Unentschieden möglich gewesen wäre. So hatten die Tiroler vor der Pause bei Aluminiumtreffern von Darko Jevtic und Wallner Pech. Nach dem Ausschluss von Wacker-Goalie Szabolcs Safar wegen Torraubs und dem Elfmetertor von Alexander Gorgon waren aber die Wiener dem Siegestreffer näher. „Zu zehnt haben wir nur noch Verlegenheitsangriffe gestartet“, bekannte Wallner.

Erinnerungen an das „Wunder von Wolfsberg“

„Unsere Chance lebt nach wie vor“, sagte Innsbruck-Trainer Michael Streiter und ist damit einer Meinung mit seinen Spielern, die sich auf ein Herzschlagfinale einstellen und das letztjährige „Wunder von Wolfsberg“ ins Gedächtnis rufen. Damals lag der FC Wacker zwei Runden vor Schluss ebenfalls fünf Punkte zurück und holte Mattersburg noch ein. Während Innsbruck daheim Sturm mit 2:1 besiegte und zum Abschluss beim WAC mit 3:2 gewann, ging Mattersburg zunächst bei der Austria mit 0:4 unter und kassierte in der 36. Runde eine 0:1-Heimpleite gegen die Admira.

Was den Innsbruckern, die aus den letzten drei Spielen beachtliche sieben Punkte einfahren konnten, zudem Mut macht für die letzten zwei Runden bei Rapid und daheim gegen Grödig, waren die Einstellung und der Kampfgeist bis zum Ende der Partie. „Das war sehr, sehr gut. Kompliment“, lobte Streiter seine Mannschaft. Und Wallner gab die Marschrichtung vor: „Wenn wir diese Leistung am Sonntag wieder abrufen, dann können wir auch im Hanappi-Stadion bestehen.“

Pfeifenberger freut Innsbruck-Remis

Die Wiener Neustädter waren jedenfalls froh, dass es in Tirol keinen Heimsieg gab. „Gott sei Dank hat Innsbruck nicht gewonnen“, lautete der Kommentar von Coach Heimo Pfeifenberger. Seine Elf kassierte mit dem Heim-1:3 gegen Grödig bereits die siebente Niederlage in den jüngsten acht Partien. „In acht Spielen nur ein Punkt, so wollen wir nicht die Meisterschaft beschließen, das tut weh. Die Spieler sind jetzt noch mehr als bisher in der Verantwortung“, sagte Pfeifenberger.

Admira Wacker Mödling hat nach dem 0:3 in Ried nur noch sechs Punkte Luft auf das Tabellenende, aufgrund eines Zwölftorebonus im Vergleich zu Wacker scheinen die Südstädter aber schon jetzt gerettet zu sein. „Wir wollen in den letzten Spielen selbst für die Entscheidung sorgen“, sprach Admira-Routinier Markus Katzer Klartext.

Direktes Duell um Platz drei in Grödig

Während Innsbruck die drei Punkte im Abstiegskampf bitter nötig gehabt hätte, kann die Austria mit dem Unentschieden besser leben, liegt sie als Dritter doch noch immer drei Zähler vor Aufsteiger Grödig. Zudem spricht das um 20 Treffer bessere Torverhältnis im Falle der Punktegleichheit für die Wiener. „Dieser Punkt war wichtig. Wir haben noch immer eine gute Ausgangsposition“, sagte Austria-Coach Herbert Gager.

Am Sonntag kommt es in der Untersbergarena zum direkten Duell der beiden Europacup-Platz-Aspiranten. „Wenn wir dieses Spiel gewinnen, dann sind wir durch“, weiß Austrias Trainer. Den Wienern reicht aufgrund des Torevorteils aber so gut wie sicher auch schon ein Remis, um Rang drei vor dem letzten Heimspiel gegen Sturm Graz zu fixieren. Die Grödiger wollen ihnen aber einen Strich durch die Rechnung machen. „Wir haben es geschafft, auf die Austria Druck aufzubauen, am Sonntag wollen wir jetzt punktemäßig aufschließen“, lautet die Zielsetzung von Trainer Adolf Hütter.

Restprogramm im Abstiegskampf

Admira Wacker Mödling:
34. Runde Ried Admira 3:0
35. Runde Admira WAC 4. Mai
36. Runde Wr. Neustadt Admira 11. Mai
Wiener Neustadt:
34. Runde Wr. Neustadt Grödig 1:3
35. Runde Sturm Graz Wr. Neustadt 4. Mai
36. Runde Wr. Neustadt Admira 11. Mai
Wacker Innsbruck:
34. Runde Innsbruck Austria 1:1
35. Runde Rapid Innsbruck 4. Mai
36. Runde Innsbruck Grödig 11. Mai

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