Rangordnung in Monte Carlo bestätigt
Nico Rosberg hat wie im Vorjahr den Grand Prix von Monaco gewonnen. Der Deutsche setzte sich am Sonntag in Monte Carlo vor Lewis Hamilton durch, das Duo sorgte damit für den fünften Mercedes-Doppelsieg in Folge. Rang drei holte sich Daniel Ricciardo im Red Bull. Für seinen Teamkollegen Sebastian Vettel dauerte das Rennen hingegen nur wenige Runden.
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Für Rosberg war es der fünfte Triumph seiner Karriere, er übernahm mit seinem zweiten Saisonsieg mit 122 zu 118 Punkten auch wieder die WM-Führung vor seinem Teamkollegen. Vierter wurde Fernando Alonso im Ferrari, sein Rückstand als Dritter der WM-Wertung (61) ist schon beachtlich. Insgesamt wurden nur drei Fahrer von Rosberg nicht überrundet.

AP/Luca Bruno
Rosberg durfte sich zum zweiten Mal als Monaco-Sieger feiern lassen
„Das ist fantastisch“, funkte der Sieger nach einem lauten Jubelschrei bei der Zieldurchfahrt an die Box. „Das ist natürlich wieder ein besonderer Tag für mich. Lewis ist gut gefahren und hat mich sehr stark bedrängt. Aber ich habe dem Druck standgehalten und konnte den Vorsprung am Ende etwas ausbauen.“
Frühes Aus für Vettel
Der von einigen Seiten beim Start erwartete Crash zwischen Pole-Mann Rosberg und dem von ihm im Qualifying „ausgebremsten“ Hamilton in der ersten Kurve blieb aus, und das Mercedes-Duo führte das Feld in die erste Runde. Der Qualidritte Ricciardo fiel hinter Vettel und den nach vorne stürmenden Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen zurück. Für Sergio Perez war das Rennen schon nach wenigen Metern vorbei, nach dem Crash des Force-India-Piloten hatte das Safety-Car gleich seinen ersten Einsatz.
In der dritten Runde wurde das Rennen wieder freigegeben, für Weltmeister Vettel lief ab dann aber nichts mehr. Der Wagen hatte beim 100. Grand Prix des Deutschen für Red Bull plötzlich technische Probleme, auch ein Boxenstopp brachte keine Abhilfe. Es war im sechsten Saisonrennen der zweite Ausfall nach Australien für den Weltmeister. „Ich hatte keinen Ladedruck, sprich keine Leistung, und musste aufgeben“, so sein Kurzresümee im ORF-Interview.
Positionen werden bezogen
Vorne zogen unterdessen die beiden Mercedes-Piloten einsam ihre Kreise, der drittplatzierte Räikkönen hatte nach zehn Runden schon fast sieben Sekunden Rückstand. Dahinter reihten sich jeweils mit Respektabstand Ricciardo, Alonso und Kevin Magnussen im McLaren auf. Der Australier konnte dann zwar wieder zu Räikkönen aufschließen, an ein Überholen war auf dem engen Kurs aber nicht zu denken.

Reuters/Stefano Rellandini
Die neuerliche Überlegenheit von Mercedes zeigte sich schon bald
Zudem drehte nach 25 Runden Adrian Sutil nach einem selbst eingestandenen Fahrfehler seinen Sauber in die Leitplanken und sorgte für den zweiten Einsatz des Safety-Cars. Hektische Szenen in der Boxengasse waren die Folge, da alle Teams die Gelegenheit zum Reifenwechsel nützten. Dabei gab es auch eine gefährliche Situation, als Jean-Eric Vergne beim Verlassen der Toro-Rosso-Box fast eine Kollision verursacht hätte. Eine Durchfahrtsstrafe war die logische Folge. In Runde 29 musste Räikkönen wegen eines Reifenschadens dann noch einmal an die Box und fiel auf Rang 13 zurück.
Mercedes-Duo unter sich
Nach Ende der Safety-Car-Phase nahmen Rosberg und Hamilton wieder Tempo auf und ließen die Konkurrenz erneut klar hinter sich. Sorgen musste sich das Mercedes-Duo, zwischen dem beständig rund eine Sekunde Abstand war, zur Halbzeit des Rennens nur um den Benzinverbrauch machen. Wirklich stören ließen sich die beiden „Silberpfeil“-Piloten dadurch aber nicht. Auch sonst waren die Positionen vorne wieder bezogen, Kämpfe um die Plätze gab es nur im hinteren Teil des Feldes.
In Runde 61 schied Sauber-Pilot Esteban Guttierez nach einem Dreher auf Platz acht liegend aus und brachte Jules Bianchi auf Rang zehn nach vorne. Für Marussia war damit der erste WM-Punkte in der Geschichte des Teams in Reichweite. Am Ende reichte es für den Franzosen sogar zu Rang neun.
Hamilton verliert die Übersicht
Wenig später war das Rennen dann entschieden: Hamilton klagte via Boxenfunk über Probleme mit den Augen und musste seinen Teamkollegen ziehen lassen. Gegen den heranstürmenden Ricciardo konnte sich der Brite aber bis ins Ziel gerade noch erfolgreich wehren.
„Ich hatte etwas unter das Visier bekommen, aber es war nicht schlimm. Es war ein guter Tag für uns - es ist sehr wichtig für das Team, dass der nächste Doppelsieg gelungen ist“, sagte Hamilton nach dem Rennen, auch wenn seine Körpersprache etwas anderes ausdrückte. „Ich hatte eine tolle Geschwindigkeit und ich habe mich stark gefühlt. Aber das Überholen ist hier unglaublich schwer.“
„Der Kampf zwischen den beiden bleibt lebendig, die Emotionen sind hoch“, ist Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff längst bewusst. Wichtig sei, die beiden weiterhin fair zu behandeln, sagte der Österreicher angesichts der immer größer werdenden Spannungen zwischen seinen beiden Fahrern. Aufsichtsratschef Niki Lauda sprach von einem „perfekten Rennen“ Rosbergs. Und: „Wir haben bisher jedes Rennen gewonnen, besser geht es nicht.“
Grand Prix von Monaco
| Endstand nach 78 Runden (260,52 km): |
| 1. |
Nico Rosberg |
GER |
Mercedes |
1:49:27,661 |
| 2. |
Lewis Hamilton |
GBR |
Mercedes |
+ 9,210 |
| 3. |
Daniel Ricciardo |
AUS |
Red Bull |
9,614 |
| 4. |
Fernando Alonso |
ESP |
Ferrari |
32,452 |
| 5. |
Nico Hülkenberg |
GER |
Force India |
1 Runde |
| 6. |
Jenson Button |
GBR |
McLaren |
1 Runde |
| 7. |
Felipe Massa |
BRA |
Williams |
1 Runde |
| 8. |
Romain Grosjean |
FRA |
Lotus |
1 Runde |
| 9. |
Jules Bianchi |
FRA |
Marussia |
1 Runde |
| 10. |
Kevin Magnussen |
DEN |
McLaren |
1 Runde |
| 11. |
Marcus Ericsson |
SWE |
Caterham |
1 Runde |
| 12. |
Kimi Räikkönen |
FIN |
Ferrari |
1 Runde |
| 13. |
Kamui Kobayashi |
JPN |
Caterham |
1 Runde |
| 14. |
Max Chilton |
GBR |
Marussia |
2 Runden |
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