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Vettel nach vier Runden out

Sebastian Vettels Chancen auf einen fünften Weltmeistertitel in Folge sind ausgerechnet in dessen 100. Grand Prix für Red Bull weiter stark gesunken. Der beim Grand Prix von Monaco als Vierter gestartete Titelverteidiger musste am Sonntag seinen Red Bull schon nach vier Runden mit eklatantem Leistungsverlust in der Box abstellen.

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Grund war fehlender Ladedruck im neuen Renault-Antriebsstrang, der schon seit Saisonbeginn Probleme bereitet. „Ich hatte keinen Vortrieb mehr, nur ganz wenig Leistung“, erklärte Vettel, nachdem er aus seinem RB10 ausgestiegen war. Das Problem war in der letzten Runde einer frühen Safety-Car-Phase aufgetaucht.

Sebastian Vettel ist enttäuscht

AP/Boris Hovat

Es war erneut nicht der Tag des WM-Titelverteidigers Vettel

„Es ist frustrierend, wenn man als stehendes Hindernis durch die Stadt fährt“, war der Weltmeister tief enttäuscht. „Es ist schade. Ich denke, Platz drei war drinnen. Ziel war, dem Prinz die Hand zu schütteln. Aber daraus wird nichts mehr.“ Vettel fällt nach seinem zweiten Ausfall damit in der WM weiter zurück.

„Es ist immer etwas anderes“

Schon vor dem sechsten von 19 Saisonrennen war der Deutsche, der zuletzt die Weltmeisterschaft der Motorsport-Königsklasse viermal in Folge gewonnen hat, abgeschlagen hinter den beiden Mercedes-Fahrern Lewis Hamilton und Nico Rosberg sowie Ferrari-Star Fernando Alonso nur auf Platz vier gelegen.

Vettel hatte schon im Qualifying am Samstag mit großen Problemen am Energierückgewinnungssystem ERS gekämpft, sein Auto aber dennoch in die zweite Startreihe gebracht. Am Renntag war der 26-jährige aber chancenlos. Nach einem guten Start mit Vorstoß auf Platz drei musste Vettel wegen der fehlenden Leistung seines Turbos im RB10 an die Box, wo das Auto zunächst „ausgeschaltet“ wurde.

Der Vierfachchamp kehrte dann noch einmal auf die Strecke zurück, ehe er endgültig aufgab. „Es ist immer etwas anderes“, ärgerte sich Vettel über die andauernden Technikprobleme an seinem Auto. „Man hofft drauf, dass seitens der Box irgendwas Schlaues kommt, das das Problem dann löst - aber es kam nichts“, berichtete er seufzend. Er habe bisher den Großteil der Entwicklung hinsichtlich Fehlerbehebung vorangetrieben. „Als Fahrer bleibt einem nicht viel übrig.“

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