FAC spielt um historischen Aufstieg
Der Floridsdorfer Athletik Club (FAC) hat in den Relegationsduellen mit Austria Salzburg am Montag und Donnerstag die Chance, sich als dritte Kraft in der Hauptstadt zu etablieren. Gelingt den Wienern der Aufstieg, wären sie erstmals nach 47 Jahren wieder im professionellen Fußball vertreten.
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In der Saison 1966/67 war im Leopold-Stroh-Stadion in der Hopfengasse zuletzt Zweitligafußball zu sehen - damals als Spielgemeinschaft zwischen dem FAC und dem Werksteam von Philips. Heuer holte der FAC Team für Wien überlegen den Titel in der Regionalliga Ost: Am Ende lagen die Floridsdorfer sieben Punkte vor den Austria Amateuren.

GEPA/Mario Kneisl
FAC-Coach Kleer sieht die Relegation als Bonus nach dem Regionalliga-Titel
Statistisch gesehen geht der 2007 mit dem Polizeisportverein fusionierte Club dennoch als leichter Außenseiter ins Spiel: Die Wiener haben in der Ostliga (54:24 Tore) im Vergleich zu den Salzburgern (96:15) das deutlich schwächere Torverhältnis. Die Ostliga gilt gleichwohl als stärker besetzt. FAC-Coach Hans Kleer sieht darin einen Vorteil für sein Team: „Unsere Liga ist sehr intensiv gewesen. In der Westliga hat man vielleicht nicht die Intensität an hochqualitativen Spielen.“
Wiener setzen auf Heimstärke
Die Wiener setzen zudem auf ihre Heimstärke – im letzten Jahr ging nur ein Spiel auf dem FAC-Platz verloren. Grundsätzlich sieht Kleer, mit Austria Lustenau bereits von 2007 bis 2009 in der Ersten Liga als Trainer tätig, die Teams angesichts des Spielmodus mit Hin- und Rückspiel auf Augenhöhe: „Bei einem Spielstand von 0:0 hat man eine 50:50-Chance.“ Favorit seien dennoch die Salzburger: „Sie haben etliche gestandene Spieler, die schon im Profibetrieb waren.“
Aus dem Druck der Salzburger, die sich den Aufstieg zum Ziel erklärt haben, könne aber auch seine Mannschaft Kraft schöpfen: „Wir haben nichts zu verlieren, uns hat niemand auf der Rechnung, das kann unser großes Plus sein. Gegen Mannschaften, die spielerisch stark sind, können wir immer unsere Topleistungen abrufen.“
Die letzte Begegnung der beiden Vereine fand 2001 in der dritten Runde des ÖFB-Cups statt. Damals setzten sich die Salzburger auf dem FAC-Platz klar mit 2:0 durch. Damit ein ähnlicher Coup auch am Montag gelingt, zogen die Austrianer alle Register: Um den FAC-Verantwortlichen die Beobachtung des eigenen Teams zu erschweren, wurden kurzerhand alle auf YouTube veröffentlichen Spielzusammenfassungen der laufenden Saison vom Netz genommen.
Mario Wally, ORF.at
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