Themenüberblick

„Es könnte nicht besser sein“

Alison/Bruno haben beim Grand-Slam-Turnier in Klagenfurt wieder einmal für einen brasilianischen Sieg gesorgt. Die als Nummer drei gesetzten Südamerikaner gewannen das Finale am Sonntag gegen die italienischen Europameister Paolo Nicolai/Daniele Lupo mit 2:0 (14, 17) und fixierten damit auch den heuer ersten Triumph für Brasilien auf der World Tour.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Ex-Weltmeister Alison, der auch schon mit anderen Partnern in Klagenfurt auf dem Podest gestanden war, feierte zugleich den ersten Titelgewinn gemeinsam mit Bruno. In dieser Saison waren sie beim Grand Slam von Gstaad und beim Turnier in Fuzhou als Zweite schon knapp dran gewesen. „Den ersten Saisonsieg hier zu feiern, es könnte nicht besser sein. Das ist ein wunderschönes Turnier, ich liebe diese Stadt. Wir waren sehr fokussiert und mental sehr stark. Das war unser Erfolgsgeheimnis“, bilanzierte ein glücklicher Bruno.

Beachvolleyballer Alison Conte Cerutti und Bruno Oscar Schmidt mit Medaillen

APA/EXPA/Gert Steinthaler

Alison (l.) und Bruno waren das dominierende Duo im Sand von Klagenfurt

Im Endspiel von Fuzhou hatten Nicolai/Lupo noch das bessere Ende für sich gehabt. Diesmal waren die Italiener gegen den überragenden Blockriesen Alison (2,03 m) und Abwehrspieler Bruno, die erst seit dieser Saison ein Team bilden, aber machtlos. „Klagenfurt ist für jeden ein spezielles Turnier, jeder will hier gewinnen. Wir wachsen als Team noch, aber genau so einen Moment hat es gebraucht, um den ersten Sieg zu feiern. Es war aber nicht einfach, wir waren sehr konzentriert“, erklärte Alison nach dem Finalsieg.

Kein Satzverlust in der K.-o.-Phase

Am Wörthersee hatte das Duo unter anderem im Achtelfinale auch Clemens Doppler/Alexander Horst keine Chance gelassen. Auch in den restlichen Spielen der K.-o.-Phase gaben die Brasilianer keinen einzigen Satz ab. „Sie waren hier einfach nicht zu schlagen“, stellte Horst nach dem Finale klar. Bei der 17. Austragung sorgten Alison und Bruno bereits für den zehnten Erfolg eines Herren-Teams aus Brasilien.

Platz drei ging überraschend an die Australier Isaac Kapa/Christopher McHugh, die sich im Bronzematch gegen die Letten Aleksandrs Samoilovs/Janis Smedins 2:0 durchsetzten. Das Damen-Endspiel am Samstag hatten die Brasilianerinnen Larissa/Talita für sich entschieden. Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig waren als bestes ÖVV-Gespann wie Doppler/Horst im Achtelfinale ausgeschieden.

Kleinmann sieht positive Zukunft

Ohne ÖVV-Team im Halbfinale oder Endspiel könne man aber nicht zufrieden sein, lautete das Urteil von Präsident Peter Kleinmann. „Aber was Doppler/Horst hier und bei den letzten Turnieren wie bei der EM gezeigt haben, das ist absolute Weltklasse“, so Kleinmann. Das Duo Doppler/Horst ist seiner Meinung nach eine echte Medaillenhoffnung für Olympia 2016 in Rio.

Die Auftritte von Stefanie Schwaiger mit ihrer neuen Partnerin Lisa Chukwuma (drei Niederlagen in der Gruppenphase, Anm.) waren für Kleinmann vielversprechend. Die Diskussionen über die überraschende Partnerwahl von Schwaiger hätten sich nach dem in Klagenfurt Gebotenen erübrigt. „Für mich ist die Entscheidung total richtig“, betonte Kleinmann. Chukwuma habe großes Potenzial. „Es wird ziemlich schnell gehen, und sie werden in der Weltklasse sein.“

Links: