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„Wir arbeiten auf hohem Niveau“

Gregor Schlierenzauer hat in der Vergangenheit des Öfteren die sommerlichen Grand-Prix-Bewerbe der Skispringer gemieden bzw. auch die Wertigkeit dieser Konkurrenzen nicht allzu hoch eingestuft. Gefreut hat sich der Weltcuprekordgewinner dann aber doch, als er am Samstagabend in Einsiedeln erstmals seit 1. Oktober 2011 (Hinzenbach) wieder einen Einzel-Bewerb im Sommer gewonnen hat.

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Neo-Trainer Heinz Kuttin durfte sich auch über Rang drei von Michael Hayböck freuen, Thomas Diethart wurde Neunter, Stefan Kraft 20., Manuel Fettner belegte Rang 25. Manuel Poppinger blieb ohne Punkte. Kuttin sieht eine gute Botschaft hinter dem Auftakterfolg. „Es ist ganz wichtig für alle Athleten, dass sie wissen, dass wir so weit sind. Das gibt viel Selbstvertrauen“, sagte der Kärntner, der im April Erfolgstrainer Alexander Pointner im ÖSV abgelöst hat.

Trainingskurse machen sich bezahlt

Zwischen Schlierenzauer und Pointner hat es in gewissen Phasen ja nicht das beste Einvernehmen gegeben, die Übernahme durch Kuttin sieht der 24-jährige Stubaier dementsprechend positiv.

„Natürlich ist die Handschrift da, und wir sind mitten im Trainingsprozess. Es sind einige Dinge anders, wir arbeiten alle gemeinsam auf hohem Niveau. Die Kurse sind sehr gut“, erklärte Schlierenzauer im APA-Gespräch. „Das hat sich bis jetzt nicht nur bei mir, sondern, glaube ich, auch generell schon sehr bezahlt gemacht“, ergänzte er. Grundsätzlich sei die Stimmung im Team sehr gut. „Und das taugt uns allen sehr.“

Keine Freude mit der neuen Regel

Dass im Sommer immer wieder gern ein neues Regulativ und andere Feinheiten getestet werden, ist für die FIS fast schon zum jährlichen Ritual geworden. Der aktuelle Test, wonach der Qualifikationssprung zur Wertung dazugerechnet und das Feld nach der Qualifikation in vier Sechsergruppen aufgeteilt wird, sagt dem 52-fachen Weltcupsieger nicht zu. „Mir gefällt das jetzt nicht so wirklich. Ich finde es ein bisserl kompliziert.“

Jubel von Gregor Schlierenzauer

APA/EPA/Keystone/Sigi Tischler

Mit der neuen Regel hat sich Schlierenzauer noch nicht angefreundet

Der neue Modus soll nur für die Skiflug-Bewerbe eingesetzt werden, doch gerade dort sieht Schlierenzauer die Elite lieber in einer Gruppe. „Ich vergleiche das Skifliegen immer mit den Abfahrern. Da sind auch die Besten zum Schluss und duellieren sich.“ Außerdem hätte man dadurch auch einen Trainingssprung weniger, denn die Besten würden die Qualifikation auch noch gern als Training nützen.

Mehr Platz für den Rückenprotektor

Getüftelt wird im Sommer auch am sogenannten Protektor. Es handelt sich dabei um eine etwa 35 Zentimeter lange, 25 cm breite Gummiplatte, die die Wirbelsäule schützen soll. Man durfte sie auch bisher schon verwenden, allerdings musste man den Schutz in den engen Anzug hineinbringen. Nun darf man den Anzug etwas größer machen, wenn man den Protektor verwendet. Dieser war und ist aber vorläufig weiterhin auf freiwilliger Basis einsetzbar.

Österreichs Springer übersiedeln schon demnächst nach Courchevel, wo am 15. August der nächste Sommer-GP auf dem Programm steht. Neo-Coach Kuttin freut sich über die Stimmung im Team. „Da ist eine Euphorie entstanden, die das Team immer mehr zusammenschweißt. Alle haben eine Freude mitzuarbeiten, dass wir im Sommer gemeinsam viel Schweiß verbrauchen.“

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