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Fünftbeste Zeit über 200 m Lagen

Lisa Zaiser hat bei den Langbahn-Europameisterschaften in Berlin als erste OSV-Schwimmerin ein Finale in einem Einzel-Bewerb erreicht. Die 19-jährige Kärntnerin erzielte am Mittwochabend im Semifinale über 200 m Lagen die insgesamt fünftbeste Zeit des sechzehnköpfigen Semifinal-Feldes. Der Endlauf ist für Donnerstag um 18.18 Uhr (live in ORF Sport + und im Livestream) angesetzt.

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Überlegen Schnellste war die Ungarin Katinka Hosszu in 2:08,41 Minuten vor der Spanierin Mireia Belmonte Garcia (2:11,13), der Britin Aimee Willmott (2:12,39) und ihrer Landsfrau Evelyn Verraszto (2:12,60). Zaiser, die in ihrem Lauf Dritte wurde, war in 2:13,14 Minuten um vier Hundertstelsekunden schneller als in ihrem Vorlauf am Vormittag, in dem sie bereits das Limit für die Weltmeisterschaften 2015 in Kasan erbracht hatte.

Lisa Zaiser (AUT)

GEPA/M. Hoermandinger

Im Finale am Donnerstag will sich Zaiser noch einmal steigern

„Ich bin es schneller angegangen als am Vormittag, und das habe ich ab der Hälfte auch gespürt“, nahm die Athletin vom SV Spittal auf die schnelleren Teilzeiten auf der Delfin-, Rücken- und Brust-Lage Bezug. Im Kraulstil büßte sie den Vorsprung auf sich selbst wieder ein. „Aber gut, dass ich weiß, dass ich die Zeit auch auf die Weise schwimmen kann.“

Außenseiterin im Medaillenkampf

In den Medaillenkampf geht Zaiser als Außenseiterin, auch wenn ihr Rückstand auf Semifinal-Rang drei nur 0,75 Sekunden betrug. Sie selbst stellt ohnehin keine so hohen Ansprüche an sich, schließlich war sie auch nach Nennzeiten als Fünfte in den Bewerb gegangen. „Wenn ich die Platzierung halte, kann ich mehr als zufrieden sein.“ Die Verbesserung ihrer Zeit in Richtung ihres OSV-Rekords von 2:12,09 scheint schwierig. Zaiser: „Das ist dann auch Tagesverfassung.“

Vom Druck her hatte sie in der für sie ungewohnten Situation kein Problem, da hatte Trainer Marco Wolf ganze Arbeit geleistet. „Er hat gesagt, ‚schwimme dein Ding und denke, du bist bei Staatsmeisterschaften‘. Ich war dann auch ganz ruhig, fast zu ruhig.“ Am Donnerstagvormittag wird Zaiser noch den 200-m-Brust-Vorlauf bestreiten. „Der Zug ist da ähnlich lang wie über Lagen, also ein guter Test. Und ich bin 16. nach Nennzeit, vielleicht komme ich ja ins Semifinale.“

OSV-Trio im Vorlauf out

Den Einzug ins Semifinale verpasst haben am Mittwoch hingegen Jördis Steinegger über 100 m Rücken, Filip Milcevic über 200 m Delfin und Jakub Maly über 200 m Brust. Steinegger schwamm mit 1:03,40 Minuten die 22. Vorlaufzeit, zum Aufstieg unter die Top 16 fehlten der 31-Jährigen 1,06 Sekunden. Milcevic (2:02,67) und Maly (2:18,35) waren chancenlos und kamen nicht über die Plätze 30 bzw. 35 hinaus.

Steinegger hatte wie viele Rückenschwimmer wegen fehlender Markierungen an der Decke Orientierungsschwierigkeiten. „Für ein ordentliches Rennen muss ein Organisator nur auf die Wassertemperatur, die Leinen, die Anschlagmatten und die Deckenmarkierung achten“, sagte sie. „Hier sind aber keine gerade Linien an der Decke, da verirrt sich sogar ein Vogel.“

Für Maly lief es wie schon am Vortag über 200 m Lagen nicht nach Wunsch. „Es ist nichts gegangen, ich hatte kein Wasser in der Hand“, sagte der 22-Jährige, der darunter leidet, dass sein Coach Kelly Kremer aus den USA nicht in Berlin ist. „Ich bin mit ihm in Verbindung, aber ein detailliertes Feedback kann er mir natürlich nicht geben.“

Stjepanovic schlägt Biedermann um zwei Hundertstelsekunden

In den fünf Endläufen des Tages stach der Sieg um zwei Hundertstelsekunden des Serben Velimir Stjepanovic gegen Paul Biedermann über 200 m Kraul in 1:45,78 hervor. Der Deutsche bleibt nach Verpassen des 400-m-Finales bei den Heim-Titelkämpfen damit ohne Einzel-Gold. Stjepanovic doppelte dafür nach dem 400er-Triumph nach. Bronze sicherte sich mit Yannick Agnel der französische Olympiasieger über diese Distanz, auch er hatte es nicht in den 400er-Endlauf geschafft.

Die Schwedin Sarah Sjöström dominierte über 100 m Kraul in 52,67 Sekunden mit fast einer Sekunde Vorsprung, für die seit Sonntag 21-Jährige ist es das schon dritte Gold im Velodrom. Noch beeindruckender Laszlo Cseh, der Ungar schnappte sich in einem Herzschlagfinale in 1:58,10 sein fünftes Langbahn-EM-Gold über 200 m Lagen en suite. Damit bleibt Markus Rogan der letzte andere Europameister über diese Strecke, er hatte 2004 in Madrid in Absenz Csehs gewonnen.

Italiener Paltrinieri schwimmt Europarekord

Für den ersten Einzel-Europarekord bei diesen Titelkämpfen sorgte der Italiener Gregorio Paltrinieri im Finale über 1.500 m Kraul, bei seinem Sieg in 14:39,93 verbesserte er die bisherige, sechs Jahre alte Bestmarke des Russen Juri Prilukow um gleich 3,28 Sekunden. Letztlich setzte sich über 100 m Brust der Damen die Dänin Rikke Moeller Pedersen mit dem EM-Rekord von 1:06,23 durch.

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