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„Bullen“ schlagen im Finish zu

Red Bull Salzburg hat am Sonntag in der tipico-Bundesliga seinen Negativlauf beendet. Der Meister feierte zum Abschluss der zehnten Runde einen 2:1 (0:0)-Erfolg bei Rapid und ging damit nach drei Pleiten wieder als Sieger vom Platz. Für die Entscheidung sorgten „Joker“ Massimo Bruno (84.) und Alan (89.). Philipp Prosenik gelang nur der Anschlusstreffer (93.).

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Für Rapid endete indes die Erfolgsserie von drei Siegen hintereinander. Das Team von Zoran Barisic verpasste zudem die Revanche für die 1:6-Auftaktpleite in der ersten Runde in Salzburg und die Chance, näher an den Titelverteidiger heranzurücken. Mit einem vollen Erfolg hätten die Hütteldorfer punktemäßig zu den Salzburgern aufschließen können. Die „Bullen“ blieben mit dem Dreier indes weiter am Sensationsteam RZ Pellets WAC dran und liegen weiter drei Zähler hinter den Kärntner.

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„Joker“ Bruno stellte die Weichen spät, aber doch noch auf Sieg

Hütter muss Startelf kräftig umbauen

Salzburg-Coach Adi Hütter war vor dem Schlager zu einigen Umstellungen gezwungen. Anstelle des gesperrten Martin Hinteregger rückte dessen ÖFB-Teamkollege Stefan Ilsanker neben Andre Ramalho in die Innenverteidigung. Wie schon beim 12:1-Sieg im ÖFB-Cup beim Wiener Sportklub kam zudem neben dem Deutschen Benno Schmitz auch Jungstar Valentino Lazaro auf der für ihn ungewohnten Position in der Viererabwehr zum Einsatz. Auf den Flügeln musste Hütter neben Christian Schwegler auch auf Peter Ankersen und Andreas Ulmer wegen muskulärer Probleme verzichten.

Rapid-Trainer Zoran Barisic konnte bis auf den gesperrten Thomas Schrammel und die dauerverletzten Deni Alar, Brian Behrendt und Michael Schimpelsberger aus dem Vollen schöpfen. Neben dem zuletzt gesperrten Louis Schaub auf der linken Außenbahn kehrte nach vier Runden auch Mario Pavelic in der Verteidigung wieder in die Startelf zurück. An vorderster Front sollte Robert Beric seine aktuelle Topform in Tore ummünzen. Stefan Stangl lief statt des gesperrten Schrammel als linker Außenverteidiger auf.

Salzburg mit mehr Spielanteilen

Bei prächtigem Fußballwetter mit Temperaturen um 20 Grad Celsius und vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller ließen einander beide Teams zunächst kaum Platz, sich zu entfalten. Während bei den Salzburgern das schnelle Kombinationsspiel noch nicht so richtig ins Laufen kam, versuchte Rapid, dem gefürchteten Pressing des Meisters mit einem ruhigen Spielaufbau den Zahn zu ziehen. Die erste Chance gehörte dann aber doch den Gästen. Lazaro tankte sich auf der rechten Seite durch, sein Stanglpass fand aber keinen Abnehmer und konnte von Pavelic zur Ecke geklärt werden (7.).

Nach einer Viertelstunde verlagerte sich das Spielgeschehen schön langsam immer mehr in die Hälfte der Grün-Weißen. Da die „Bullen“ dabei aber immer wieder den Weg durch die Mitte suchten, blieben die Vorstöße der Salzburger immer wieder in der dicht gestaffelten Rapid-Abwehr hängen. Gefährlich wurde es allerdings, wenn es schnell ging und die Gäste die Defensive mit Steilpässen aushebelten. Zunächst verstolperte Kapitän Jonatan Soriana jedoch eine Vorlage von Kevin Kampl (24.). Dann strich ein Schuss von Christian Leitgeb, den der Slowene perfekt einsetzte und der allein auf Jan Novota zulief, nur um Zentimeter am linken Pfosten vorbei (27.).

Christoph Leitgeb (Salzburg)

GEPA/Christopher Kelemen

Leitgeb und Co. hatten mehr vom Spiel, mussten aber lange auf das Tor warten

Erste Rapid-Chance nach 40 Minuten

Rapids Bemühungen beschränkten sich vorerst auf vereinzelte hohe Flanken in den Strafraum, Zählbares schaute dabei aber nicht heraus. Aufregung auf den Rängen herrschte deshalb zunächst nur, wenn Ex-Rapidler Marcel Sabitzer, der im Sommer von Hütteldorf via Leipzig zum Erzrivalen gewechselt ist, am Ball war und gnadenlos ausgepfiffen wurde. Für die erste echte Chance der Hausherren mussten die 25.300 Zuschauer im Prater-Oval bis zur 40. Minute warten. Ein Schuss von Kapitän Steffen Hofmann von der Strafraumgrenze wurde von Ramalho aber noch entscheidend zur Ecke abgefälscht (40.).

Kurz vor der Pause brannte es dann noch einmal lichterloh vor dem Tor der Hütteldorfer. Nach einem Abspielfehler von Christopher Dibon lief Sabitzer auf der linken Seite auf und davon. Der 20-Jährige zog aus spitzem Winkel ab, Novota verhinderte mit einem guten Reflex aber die Salzburger Führung, die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen wäre (43.). So schickte Schiedsrichter Rene Eisner beide Mannschaft ohne Torerfolg in der ersten Hälfte in die Kabine.

„Bullen“ sind Führungstor näher

Auch nach der Pause änderte sich kaum etwas am Spielgeschehen. Rapid bemühte sich, im Spiel nach vorne lief aber nicht viel zusammen. Defensiv stand die Salzburger Notabwehr bis auf wenige Ausnahmen sicher, und in der Offensive probierte man es nun auch mit Fernschüssen. Ein Aufsitzer von Alan aus knapp 20 Metern ging aber knapp einen Meter an der rechten Stange vorbei (50.). Verwirrung herrschte dann nach einer Ecke von Leitgeb. Rapid konnte sich nicht befreien, und plötzlich stand Stefan Ilsanker im Strafraum frei, sein Querpass verpasste Alan nur um Zentimeter (54.).

Während die Sorgenfalten bei Rapid-Coach Barisic und seinem Assistenten Carsten Jancker im tiefer wurden, kamen die Salzburger dem Führungstor immer näher und griffen dabei sogar in die Trickkiste. Nach einem schönen Schlenzer von Kampl versuchte sich Alan mit einem Fallrückzieher, der aber doch deutlich über die Querlatte pfiff (60.). Kurz drauf verfehlten auch ein Schmitz-Schuss von knapp außerhalb des Sechszehners (63.) und ein Sabitzer-Schuss aus spitzem Winkel ihr Ziel (65.).

„Joker“ Bruno sticht nach Einwechslung

In der 66. Minute war dann das Spiel für Hofmann vorbei. Barisic nahm den ausgepumpten Rapid-Kapitän vom Feld und brachte Thanos Petsos ins Spiel. Der 23-jährige Grieche konnte dem Spiel der Hütteldorfer aber auch keine entscheidenden Impulse nach vorne geben. Als sich die Zuschauer und beide Teams danach offenbar schön langsam mit einem torlosen Remis anfreunden konnten, bewies Hütter mit einem Wechsel ein richtiges Goldhändchen.

Valentino Lazaro und Massimo Bruno (Salzburg)

GEPA/Philipp Brem

15 Sekunden brauchte Bruno, um Salzburg auf die Siegerstraße zu führen

Sabitzer ging vom Feld und wurde durch Massimo Bruno ersetzt. Und exakt 15 Sekunden später stand der Belgier goldrichtig. Nach einem Einwurf kam der Ball über Kampl und Nils Quaschner zu Bruno, der aus der Drehung abzog und den Ball im langen Eck versenkte (84.). Für die endgültige Entscheidung sorgte schließlich Alan, der nach Vorarbeit von Kampl zum 2:0 abstaubte. Der Anschlusstreffer von Philipp Prosenik kam zu spät (94.).

Wolfgang Rieder, ORF.at

Tipico-Bundesliga, zehnte Runde

Sonntag:

Rapid - Salzburg 1:2 (0:0)

Ernst-Happel-Stadion, 25.300 Zuschauer, SR Eisner.

Torfolge:
0:1 Bruno (84.)
0:2 Alan (89.)
1:2 Prosenik (93.)

Rapid: Novota - Pavelic, Sonnleitner, Dibon, Stangl - Schwab, Wydra - Schaub, S. Hofmann (66./Petsos), F. Kainz (73./Schobesberger) - Beric (84./Prosenik)

Salzburg: Gulacsi - Lazaro, Ilsanker, Ramalho, Schmitz - Kampl, Keita, Ch. Leitgeb, Sabitzer (84./Bruno) - Alan (92./Laimer), Soriano (77./Quaschner)

Gelbe Karten: Wydra, Schwab bzw. Ramalho, Ilsanker

Die Besten: Keine bzw. Kampl, Ch. Leitgeb, Keita

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