Veranstalter macht Rückzug
Der alpine Abfahrtsklassiker der Herren in Bormio, seit 1993 fixer Bestandteil im Weltcup, steht im kommenden Weltcup-Winter nicht mehr im Kalender. Der Veranstalter will das traditionell für Ende Dezember angesetzte Rennen nicht mehr durchführen.
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.
Flavio Roda, der Präsident des italienischen Wintersportverbandes, hatte bis zuletzt vergeblich auf eine Lösung in letzter Minute gehofft. Doch der lokale Organisator wollte nicht mehr einlenken. In der Woche zwischen Weihnachten und Silvester brauche man die Einnahmen aus dem Tourismus. Die Probleme mit den fehlenden Unterkünften und den abgesperrten Pisten wogen zu schwer.

GEPA/Christian Walgram
Aksel Lund Svindal gewann die Bormio-Abfahrt in der vergangenen Saison
Mit der 3.186 Meter langen Piste Stelvio in Bormio verliert der Weltcup einen ihrer Klassiker. Die Abfahrt galt in technischer Hinsicht als eine der schwierigsten Strecken, die den Fahrern auch physisch alles abverlangte. 1985 und 2005 fanden zudem die Weltmeisterschaften in Bormio statt.
Santa Caterina springt ein
Anstelle von Bormio dürfte der italienische Nachbarort Santa Caterina die Weltcup-Abfahrt am 28. Dezember übernehmen. Mit dem nur wenige Kilometer von Bormio entfernten Santa Caterina konnte nun aber zumindest für den kommenden Winter eine Ersatzlösung gefunden werden.
Der Internationale Skiverband (FIS) muss den Kalender für die kommende Saison am Wochenende aber noch offiziell bestätigen. In Santa Caterina fanden schon rund 20 Weltcup-Rennen für die Frauen statt, die Männer jedoch stehen vor einer Premiere im Ort, aus dem die dreifache Olympiasiegerin Deborah Compagnoni stammt.
Links: