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Durch die Bank eine starke Leistung

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Robert Almer: Gut

Die Hände hätte der ÖFB-Goalie in der ersten Hälfte auch in die Hosentaschen stecken können. Aufgrund der wenigen Chancen war Almer chronisch unterbeschäftigt. Einzig mit Abschlägen, bei denen er sicher war, hatte er zu tun. Dass er die ganze Zeit hellwach blieb, bewies Almer kurz vor Schluss. Bei einem Vucinic-Schuss tauchte er ab und rettete Österreich mit einer Glanztat in Minute 87 den Sieg.

Florian Klein: Befriedigend

Da die Montenegriner sehr wenig über die Flanken spielten, hatte der Stuttgart-Legionär defensiv nicht unbedingt Schwerarbeit zu verrichten. Seine Offensivqualitäten brachte er allerdings nur schaumgebremst zur Geltung. Vorstöße und Flanken hielten sich in Grenzen. Unter dem Strich lieferte Klein eine solide Partie ohne Höhen und Tiefen.

Aleksandar Dragovic: Gut

Solospitze Vucinic war bei Dragovic gut aufgehoben. Der Innenverteidiger hatte über weite Strecken alles im Griff und überzeugte mit Stellungsspiel sowie Zweikampfverhalten. Auch die Einwechslung von ManCity-Spieler Stevan Jovetic brachte ihn nicht in Bedrängnis. Erst in der Schlussphase kam die Abwehr ein wenig ins Schwimmen, am Ende hielt aber auch dank ihm die Null.

Martin Hinteregger: Gut

Auch der Salzburger spielte defensiv einen schnörkellosen Part und ließ sich zu keinen Risikoaktionen hinreißen. Hintereggers Spieleröffnungen war gegen Montenegro allerdings nicht so präzise wie gewohnt. Einige Bälle landeten direkt beim Gegner. Seine Rolle als Innenverteidiger erfüllte er aber ohne Fehl und Tadel und war mitverantwortlich, dass am Ende der knappe Sieg über die Runden gebracht wurde.

Christian Fuchs: Gut

Der Kapitän war in seiner Rolle als linker Verteidiger lange nicht wirklich gefordert. Den freien Raum nutzte Fuchs vor allem in den ersten 30 Minuten für dynamische Vorstöße, harmonierte sehr gut mit Arnautovic und sorgte mit seinen Hereingaben für Gefahr im Strafraum. Nach der Pause agierte Fuchs ein wenig zurückhaltender, war aber defensiv diesmal ein sicherer Rückhalt.

Julian Baumgartlinger: Gut

Im Vergleich zum Spiel in Moldawien konnte sich Baumgartlinger klar steigern. Der Mainzer Legionär eroberte wichtige Bälle und war damit ein Bollwerk vor der Abwehr. Ein paar unnötige Ballverluste schlichen sich zwar ein, seine starke Vorarbeit zur Chance von Hinterseer war aber wiederum aller Ehren wert. Mit seiner Kampfkraft und körperlichen Präsenz ist er ein sehr wichtiger Teil dieser Mannschaft.

David Alaba: Sehr gut

Ein ÖFB-Spielaufbau ohne Ballkontakt von Alaba war praktisch ausgeschlossen. Der Bayern-Spieler ließ sich immer weit zurückfallen und führte den Ball sehr tief aus der Defensive heraus. Sein Aktionsradius war gewaltig und dehnte sich auf das ganze Feld aus, phasenweise tauchte Alaba sogar auf den Seiten auf. Seine große Übersicht bewies er mit einem sensationellen Pass über 60 Meter in der Anfangsphase auf Harnik. Nach Seitenwechsel agierte Alaba offensiver, lieferte starke Vorlagen und war der unaufhörlich laufende Motor im ÖFB-Spiel.

Martin Harnik: Befriedigend

Das Bemühen war bei Harnik, der viele (leere) Kilometer machte, wie immer vorhanden. Dass sich der Stuttgart-Legionär allerdings nicht in Hochform befindet, war ebenfalls zu sehen. Tauchte er vor dem Tor auf, war er nicht abgebrüht genug. So legte er sich etwa bei einer Topchance kurz vor der Pause den Ball zu weit vor. Nach Seitenwechsel kam dann auch noch Pech dazu, als er nur die Latte traf. Auch in der Schlussphase hatte er die Vorentscheidung auf dem Fuß, das befreiende Tor wollte aber einfach nicht gelingen.

Zlatko Junuzovic: Gut

Der offensive Mittelfeldspieler fand zunächst nur etwas schleppend ins Spiel, taute mit Fortdauer aber auf und zeigte sein Spielvermögen. Bei einem Drehschuss scheiterte er an Goalie Vukasin Poleksic. Noch mehr Pech hatte er kurz vor der Pause, als ein Versuch von ihm auf der Linie geklärt wurde. Junuzovic leistete auch viel Defensivarbeit und half in brenzligen Situationen aus.

Marko Arnautovic: Gut

Den Ball im Tor brachte der Stoke-Legionär zwar wieder nicht unter, dafür hatte er in einigen Aktionen ein sehr gutes Auge für seine Mitspieler. Mit der Ferse setzte er einmal Fuchs mit einem Stanglpasse und einmal Harnik (Lattenpendler) in Szene. Sein Glanzstück war aber die perfekte Vorarbeit zum 1:0. Was ihm derzeit fehlt, ist das Selbstvertrauen im Abschluss. In Minute 63 musste er dann angeschlagen ausgetauscht werden.

Rubin Okotie: Sehr gut

Okotie sprühte von Beginn an vor Tatendrang und wollte seine Wahl als Janko-Ersatz von Beginn an rechtfertigen - was ihm auch gelang. Der 1860-Legionär war spritzig, versuchte mit frühen Attacken Montenegro zu beschäftigen und stand auch bei hohen Abschlägen aus der ÖFB-Abwehr seinen Mann. Nachdem er noch davor eine Kopfchance vergeben hatte, hatte er beim Führungstreffer den richtigen Riecher und stand bei seinem ÖFB-Premierentreffer goldrichtig.

Lukas Hinterseer: Befriedigend

Der Ingolstadt-Legionär fand wenige Minuten nach seiner Einwechslung die Riesenchance auf das 2:0 vor, vergab sie aber leichtfertig. Hinterseer kämpfte und hielt dagegen, konnte aber Arnautovic nicht adäquat ersetzen. In der Schlussphase spielte er dann Solospitze.

Stefan Ilsanker: zu kurz eingesetzt

Valentino Lazaro: zu kurz eingesetzt

Christian Wagner, ORF.at

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