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Kampl und Ramalho im Sommer weg

Die beiden Leistungsträger Kevin Kampl und Andre Ramalho werden Österreichs Meister Red Bull Salzburg spätestens im Sommer verlassen. Das sagte Sportdirektor Ralf Rangnick am Montag bei einem Gespräch mit österreichischen Journalisten in Leipzig.

Ramalhos Vertrag bei den „Bullen“ läuft im Sommer aus. „Und er wird ihn ganz sicher nicht verlängern, das hat uns sein Berater schon vor Monaten kommuniziert“, sagte Rangnick. Der Deutsche hofft nun, dass er den 22-jährigen brasilianischen Innenverteidiger zumindest zu einem Wechsel zur Zweigstelle in Leipzig überreden kann. „Wir wären schön blöd, wenn wir ihn aus der Red-Bull-Familie verabschieden würden. Er könnte durchaus ein Spieler für Leipzig sein, doch auch andere Vereine wissen über seine Qualität bescheid“, meinte Rangnick.

Red-Bull-Sportdirektor Ralf Rangnick

GEPA/Felix Roittner

Für Rangnick hat RB Leipzig Vorrang gegenüber Red Bull Salzburg

Bei EL-Aus geht Kampl schon im Winter

Der 24-jährige Kampl wird Salzburg ebenfalls den Rücken kehren. „Er hat schon vor Monaten unmissverständlich gesagt, dass er auf keinen Fall noch eine vierte Saison in Österreich spielen möchte“, sagte der Sportdirektor. Kampl kam 2012 nach Salzburg und verlängerte erst im Juli seinen Red-Bull-Vertrag bis 2019. Nun scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis der Slowene beim deutschen Bundesliga-Aufstiegsaspiranten RasenBallsport Leipzig landet. „Er würde jeder Mannschaft in Deutschland gut zu Gesicht stehen“, sagte Rangnick.

Mindestvoraussetzung für Kampls Verbleib in Salzburg bis Saisonende ist laut dem Sportdirektor, dass sich die Mannschaft von Trainer Adi Hütter für das Sechzehntelfinale der Europa League qualifiziert. Der Aufstieg in die Runde der letzten 32 könnte bereits am Donnerstagabend mit einem Sieg bei Dinamo Zagreb fixiert werden.

Salzburg nur ein „Ausbildungsverein“

Nach Saisonende droht den „Bullen“ noch ein weiterer Abgang. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „profil“ (Montag-Ausgabe) sagte Rangnick nämlich, er sehe die Rolle Salzburgs im Red-Bull-Fußballbereich als jene eines Ausbildungsvereins. In diesem Zusammenhang schloss er den Wechsel prominenter Kicker zu RB Leipzig nicht aus. „Einige Spieler, die jetzt noch in Salzburg spielen, werden im nächsten Sommer nicht mehr dort sein, sollten sie sich als klare Verstärkung für Leipzig erweisen.“

„Wir wären blöd, wenn wir den Salzburger Spielern keine Perspektive in Deutschland anbieten würden“, sagte Rangnick. „Wie soll ich einem Kevin Kampl erklären, dass er noch zwei Saisonen in Österreich anhängen soll? Das ginge wohl nur mit bedeutenden monetären Argumenten. Und das ist genau das, was wir nicht wollen.“

Trotz des bevorstehenden Verlusts von zumindest zwei Schlüsselspielern blieben die Ziele aus Salzburger Sicht aber unverändert, betonte Rangnick in Leipzig. „Wir wollen so erfolgreich wie möglich sein, Meister werden und in die Champions League kommen.“

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