„Werden zwei oder drei Monate werden“
David Alaba hat beim 2:0-Sieg des FC Bayern am vierten Spieltag der Champions League gegen AS Roma am Mittwoch offenbar eine schwere Knieverletzung erlitten und wird wohl lange ausfallen. Wie die Münchner mitteilten, dürfte es sich nach der ersten Diagnose um eine Innenbandverletzung handeln. Gewissheit soll eine Untersuchung am Donnerstag ergeben.
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„Am Ende werden es wohl zwei oder drei Monate Pause werden“, befürchtete Trainer Josep Guardiola nach dem Sieg gegen Roma und dem vorzeitigen Aufstieg ins Achtelfinale. „Ich hoffe, er kann nach Weihnachten zurückkommen. Er ist sehr wichtig für uns. Wir müssen uns der Situation nun anpassen.“ Schon unmittelbar nach Spielende hatte Guardiola den 22-Jährigen ausdrücklich gelobt. „Er ist einer der wichtigsten Spieler, er spielt auf jeder Position sehr gut. Egal, was er spielen soll, er akzeptiert das. Er ist sehr flexibel, und wir erreichen dadurch sehr viel“, sagte der Spanier im ZDF-Interview.

APA/AP/Kerstin Joensson
Bis zu seiner Auswechslung bot Alaba eine starke Leistung
Ein Ausfall Alabas, der seit Wochen zu den Leistungsträgern der Bayern gehört, trifft nicht nur die Münchner schwer, sondern auch das ÖFB-Nationalteam unter Trainer Marcel Koller, der im EM-Quali-Spiel gegen Russland am 15. November wohl einen seiner wichtigsten Akteure vorgeben muss.
Alaba zieht bei Bayern die Fäden
Den Bayern war vor der Hiobsbotschaft noch zum Feiern zumute, hatten sie mit dem vierten Sieg im vierten Spiel der Gruppe E doch vorzeitig den Aufstieg ins CL-Achtelfinale geschafft. Alaba bot dabei eine überragende Leistung. Nach dem 7:1-Schützenfest in Rom brauchten die Bayern in München allerdings weit mehr Geduld. Die Italiener igelten sich rund um ihren Strafraum ein, ihr Abwehrriegel wurde jedoch in der 38. Minute nicht zuletzt dank Alaba geknackt.
Der Wiener, der erneut fast überall unterwegs war, aber vor allem im defensiven Mittelfeld die Fäden zog, bediente Franck Ribery per Querpass ideal und der Franzose stellte auf 1:0. Bis dahin hatten die Bayern zwar einen hohen Ballbesitzanteil, aber nur wenige Chancen. Ein abgeblockter Schuss von Juan Bernat (18.), ein Versuch von Philipp Lahm aus der Distanz (22.) und ein Freistoß von Alaba neben das Tor (33.) waren vorerst die größten Möglichkeiten der Gastgeber.
Götze sorgt für den Endstand
Die Römer kamen indes kaum über die Mittellinie und präsentierten sich äußerst harmlos - bis auf eine Aktion. Bei einem langen Ball tauchte Radja Nainggolan frei vor Neuer auf (25.). Der Belgier konnte den Ball aber nicht mehr kontrollieren und versuchte mit einer Flugeinlage noch einen Elfmeter herauszuholen. Der türkische Schiedsrichter Cüneyt Cakir fiel darauf aber nicht herein.
Nach Seitenwechsel bot sich den Zuschauern ein unverändertes Bild. Die Münchner schalteten weiter auf Offensive und hatten durch Alaba per Kopfball eine weitere gute Chance (52.). Für die Vorentscheidung sorgte zwölf Minuten später schließlich Götze, der nach Flanke von Robert Lewandowski den Ball ins Tor spitzelte und sein neuntes Pflichtspieltor in dieser Saison erzielte. Im Finish humpelte Alaba dann angeschlagen vorzeitig in die Kabine (81.). Seine Knieverletzung trübte den bis dahin so erfolgreichen Abend.
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