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Magenprobleme beenden Dakar-Debüt

Die Rallye Dakar ist für den Debütanten Matthias Walkner auf der viertletzten Etappe wegen einer Erkrankung vorzeitig zu Ende gegangen. Der Sensationssieger des dritten Teilstücks der legendären Offroad-Veranstaltung musste am Mittwoch auf dem Verbindungsweg zum Start der Sonderprüfung der zehnten Etappe von Calama in Chile nach Cachi in Argentinien wegen Magenproblemen aufgeben.

„Er musste sich mehrmals übergeben und dann leider aufgeben“, teilte KTM-Teammanager Alex Doringer auf Walkners Facebook-Seite mit. Walkner habe schon in der Früh Magenbeschwerden gehabt, sei aber trotzdem noch rund 300 Kilometer bis zur chilenisch-argentinischen Grenze gefahren.

Im Laufe seiner ersten Rallye Dakar waren dem früheren Motocross-Weltmeister neben dem Sieg auch noch einige weitere Spitzenplätze gelungen. In der Gesamtwertung war Walkner auf dem sechsten Teilstück wegen eines technischen Defektes aber aussichtslos zurückgeworfen worden. Zum Zeitpunkt seines Ausscheidens lag der 28-jährige Salzburger mit über fünfeinhalb Stunden Rückstand auf seinen spanischen KTM-Markenkollegen Marc Coma auf Rang 22.

Geschwächt und dehydriert

Walkner erklärte, er sei von den Strapazen der vergangenen Tage einfach zu geschwächt gewesen. „Schade, es wäre aber echt nicht mehr gegangen. Ich bin nur mehr auf dem Motorrad draufgelegen - total kraftlos, 100 Ruhepuls und Schüttelfrost. Leider hingen die Tage mit den Problemen noch nach und ich war ziemlich dehydriert“, sagte der Salzburger.

Am Vortag hatte er die letzten 150 Kilometer der Etappe nach einem Sturz ohne Wasser aus dem kaputten Trinkrucksack zurücklegen müssen. KTM-Teammanager Doringer zeigte sich erleichtert, dass es Walkner den Umständen entsprechend gut gehe. Er sei „verdammt stolz“ darauf, was der Debütant geleistet habe. „Leider können auch solche Erfahrungen zum Lernprozess der Dakar gehören, wir wünschen Matthias alles Gute“, sagte der ehemalige Pilot und nunmehrige KTM-Sportmanager Heinz Kinigadner.

Anden-Etappe an Barreda

Den Sieg auf der langen Etappe über die Anden sicherte sich der im Gesamtklassement bereits abgeschlagene Spanier Joan Barreda Bort. Für den Honda-Fahrer war es der bereits dritte Tagessieg. Er gewann 1:39 Minuten vor seinem Landsmann Coma. Der Titelverteidiger baute damit den Vorsprung auf seinen portugiesischen Verfolger Paulo Goncalves (Honda) auf 7:35 Minuten aus.

Marc Coma bei der Rallye Dakar

APA/AP/Felipe Dana

KTM-Pilot Marc Coma könnte seinen Vorjahressieg wiederholen

In der Autokategorie feierte Nasser Al-Attiyah am Mittwoch seinen bereits vierten Etappensieg und festigte damit die Führung weiter. Der Mini-Pilot aus Katar liegt nach der Anden-Überquerung von Calama nach Salta bereits 28:22 Minuten vor dem Südafrikaner Giniel de Villiers (Toyota). Während Al-Attiyah nur noch drei Etappen auf seinen zweiten Gesamtsieg nach 2011 fehlen, ist die Rallye für den spanischen Vorjahressieger Nani Roma (Mini) nach einem Unfall auf der zehnten Etappe gelaufen.

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