Selbstbewusster Silbermedaillengewinner
Dustin Cook hat am Donnerstag mit dem Gewinn der Silbermedaille im Super-G die erste große Überraschung bei der Ski-WM abgeliefert. Für den Kanadier war sein Coup allerdings gar nicht so sensationell. „Ich würde sagen, dass es eine kleine Überraschung ist. Aber auf keinen Fall eine superverrückte Sensation. Ich habe gewusst, dass ich das schaffen kann“, sagte der 25-Jährige in Beaver Creek.
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Der Schützling des österreichischen Speed-Trainers Burkhard Schaffer sorgte damit im Lager der kanadischen Herren für Genugtuung. Denn die „Canadian Cowboys“ waren angesichts von Verletzungspech und schwachen Saisonergebnissen für die WM abgeschrieben worden. Ohne die verletzten Teamleader Erik Guay (Abfahrtsweltmeister 2011) und Jan Hudec (Dritter in der Olympiaabfahrt 2014) war den Kanadiern in den USA ein Debakel prophezeit worden.
Auch der aus Ottawa stammende Cook nahm nach seiner Silberfahrt genüsslich zu einem unlängst erschienenen, kritischen Artikel in einer Tageszeitung aus Vancouver Stellung. „Der Journalist, der das geschrieben hat, dürfte vom Skifahren nicht sehr viel Ahnung haben“, sagte Cook, dem nur 0,11 Sekunden auf den Salzburger Goldmedaillengewinner Hannes Reichelt fehlten.
„Auch wir sind zu Topleistungen fähig“
„Es stimmt schon, dass unsere besten Fahrer verletzt fehlen. Aber auch wir anderen sind zu Topleistungen fähig, das wurde aber bis heute anscheinend nicht wahrgenommen“, sagte der Sohn eines Skilehrerpaares. Im Weltcup sind allerdings zwei zwölfte Plätze die bisher besten Leistungen von Cook gewesen.
In den vergangenen sieben Jahren war Cook meist zwischen Europacup, NorAm und Weltcup gependelt. In diesem Winter nimmt er seine erste volle Weltcup-Saison in Angriff. Die Abfahrt am Samstag lässt Cook trotz des Super-G-Erfolges aus. „Mein Fokus liegt bei der WM auf Super-G und Riesentorlauf, in der Abfahrt werde ich nicht dabei sein“, sagte Cook.
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