„Fairer Spielbetrieb nicht gewährleistet“
Der Senat 3 der Österreichischen Fußballbundesliga hat der Spielstätte des SV Scholz Grödig am Mittwoch die Zulassung für Bewerbsspiele der höchsten Spielklasse entzogen. Das erfolgte laut einer Aussendung mit sofortiger Wirkung. Grödig darf damit bis auf weiteres seine Ligaheimspiele nicht mehr im Das.Goldberg Stadion austragen.
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Der Tabellensiebente hatte die erste Partie gegen Puntigamer Sturm Graz zum Frühjahrsauftakt am vergangenen Wochenende wegen Unbespielbarkeit des Platzes absagen müssen. Im Rahmen einer Kommissionierung am Dienstag wurde nun laut Bundesliga-Angaben festgestellt, dass die aktuelle Beschaffenheit des Spielfelds nicht den Stadionbestimmungen der Liga entspricht.
„Demgemäß ist die Durchführung eines fairen und geordneten Spielbetriebs im Sinne der Wettbewerbsgleichheit und -sicherheit insbesondere aufgrund der massiven Rasenlücken und der nicht kurzfristig sanierbaren Erdflächen nicht gewährleistet“, erklärte Horst Jäger, Vorsitzender des Senat 3. Grödig hätte die Möglichkeit, innerhalb von zehn Tagen Protest gegen den Beschluss der Liga zu erheben, wird diese jedoch nicht in Anspruch nehmen.
Grödig will „Stadion wieder hinbringen“
In der Woche vor der Sturm-Partie lag eine rund 40 Zentimeter dicke Schneedecke auf dem Rasen. Grödig schaffte es dank zahlreicher Helfer, diese vom Feld zu schaufeln. An ein Spiel auf dem ramponierten Grün war dennoch nicht zu denken. „Wir stehen ständig im Austausch mit der Liga, wollen das Stadion wieder hinbringen. Wir machen unser Bestmögliches“, sagte Grödig-Manager Christian Haas. Natürlich sei das Spielfeld „nicht in bestem Zustand, keine Frage“.

GEPA/Mathias Mandl
Manager Christian Haas und Coach Michael Baur stehen vor einem Problem
Für Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer ist aber klar, dass aktuell kein Spielbetrieb möglich ist. „Die Sicherung eines fairen Wettbewerbs hat für die Österreichische Fußballbundesliga als Bewerbshüter oberste Priorität. Wichtig ist, dass die entsprechenden Rahmenbedingungen am Austragungsort gewährleistet sind und der sportliche Wettbewerb wieder in den Vordergrund rückt“, erklärte Ebenbauer.
Ausweichstadion muss schnell her
In weiterer Folge hat der Senat 5 (Lizenzierungsausschuss) aufgrund der zumindest temporären Nichterfüllung eines A-Kriteriums Grödig die Frist gesetzt, bis Donnerstagnachmittag ein Ausweichstadion für das nächste Heimspiel gegen Pellets WAC am Samstag bekanntzugeben. Für das Nachtragsspiel gegen Sturm Graz am 25. Februar gilt eine Frist bis Freitagnachmittag.
Die Zeit drängt also. Derzeit sind die Grödiger aber vergeblich auf der Suche. „Bis jetzt gab es nur Absagen“, erklärte Haas. Kontakt wurde bereits mit Pasching, Ried, Salzburg und Linz aufgenommen, alle winkten ab. „Wenn wir kein Ausweichstadion bekommen, dann wird es wohl auf eine Spielverschiebung hinauslaufen“, erklärte der Grödig-Manager den Status quo.
Laut einem Bericht der „Kleinen Zeitung“ bot nun der Kärntner Landesligist Spittal/Drau den Salzburgern ihr Stadion als Ersatzspielort an. „Im Fußball muss man zusammenhalten. Wir stehen seit Mittwoch schriftlich wie mündlich in Kontakt“, sagte Spittal-Sportchef Wolfgang Oswald. Zum Problem könnte neben diverser Bundesliga-Bestimmungen aber auch die Fluchtlichtanlage werden, eventuell sind aber Partien mit einer Ausnahmegenehmigung möglich.
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