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Mit Verspätung ins Frühjahr

Mit einer Woche Verspätung startet Sturm Graz ins Frühjahr der tipico-Bundesliga. Nach der Absage des Auswärtsspiels in Grödig kämpfen die „Blackys“ am Samstag vor eigenem Publikum gegen Schlusslicht Wiener Neustadt um drei Punkte, die im Rennen um eine Europacup-Teilnahme dringend benötigt werden.

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Die fünftplatzierten Steirer liegen derzeit bei einem Spiel weniger fünf Punkte hinter Rang zwei, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt. „Dieser Platz ist in Reichweite“, betonte Trainer Franco Foda. Allerdings spricht die Statistik nicht gerade für Sturm: In den jüngsten 13 Bundesliga-Duellen mit Wiener Neustadt gewannen die Grazer nur dreimal.

Christian Klem (Sturm), Herbert Rauter (Wr.Neustadt) und Lukas Spendlhofer (Sturm)

GEPA/Martin Hoermandinger

Sturm Graz will wieder zu alter Heimstärke finden

„Aber ich kann diese Bilanz nicht beurteilen, das war vor meiner Zeit“, sagte der Ende September in die Steiermark zurückgekehrte Foda. Seit dem Comeback des ehemaligen Meistermachers holte Sturm in neun Ligapartien 16 Punkte. „Wir wollen an unsere guten Leistungen vor der Winterpause anschließen und auch wieder zu alter Heimstärke finden“, lautet die Vorgabe des Betreuers.

Tipico-Bundesliga, 21. Runde

Samstag, Beginn 18.30 Uhr:

Sturm - Wr. Neustadt

Graz, UPC-Arena, SR Schüttengruber

Mögliche Aufstellungen:

Sturm: Gratzei - Ehrenreich, Madl, Spendlhofer, Klem - Hadzic, Offenbacher - Schick, M. Stankovic, Gruber - Edomwonyi

Wr. Neustadt: Vollnhofer - T. Kainz, Susac, Sereinig, Denner - Ranftl, O’Brien, Freitag, Dobras - Rauter, Hellquist

Gegner beobachtet

Der Deutsche saß bei der 0:2-Heimniederlage der Wiener Neustädter gegen Salzburg am vergangenen Samstag im Stadion. „Da haben sie bis zum ersten Gegentor sehr gut verteidigt und die Räume eng gemacht“, erzählte Foda und nannte das mögliche Rezept gegen die defensivstarken Niederösterreicher: „Mit Tempofußball und schnellem Umschalten in beide Richtungen wollen wir dieses Spiel dominieren.“

Von den fünf Winterzugängen wird mit Bright Edomwonyi wohl nur einer von Beginn an zu sehen sein. Vor dem von Liefering gekommenen nigerianischen Angreifer zeigte Wiener-Neustadt-Coach Helgi Kolvidsson großen Respekt. „Ich kenne ihn noch aus meiner Zeit in der Ersten Liga. Er ist ein ausgezeichneter Stürmer und guter Ersatz für Marco Djuricin“, sagte der Isländer.

Mehr Mut gefordert

Bei Kolvidsson ist trotz der Auftaktniederlage gegen Salzburg Zuversicht angesagt. „Man kann aus diesem Match auf jeden Fall etwas Positives mitnehmen. Wir haben unsere Fitness unter Beweis gestellt und waren kompakt. Allerdings hat mir ein bisschen der Mut gefehlt“, meinte der Coach.

Dass seine Mannschaft im Gegensatz zu den Grazern schon ein Pflichtspiel in den Beinen hat, wertet Kolvidsson nicht als Vorteil. „Ich hätte Sturm gerne gegen Grödig gesehen, so habe ich zur Gegnerbeobachtung nur Ausschnitte aus Wintertrainingsspielen“, sagte der 43-Jährige.

Doch auch aus den Testspielvideosequenzen sei ersichtlich, dass sich Sturm im Aufwärtstrend befinde. „Seit Foda da ist, gibt es eine gute Entwicklung. Er hat eine klare Linie reingebracht“, betonte Kolvidsson.

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