Themenüberblick

Gold für Olympiasiegerin Vogt

Daniela Iraschko-Stolz hat am Freitag für die erste ÖSV-Medaille bei der nordischen WM in Falun gesorgt. Die 31-jährige Steirerin holte auf der Normalschanze mit Sprüngen auf 92,5 und 89,0 Meter Bronze. Gold ging an die deutsche Olympiasiegerin Carina Vogt, Silber an die Japanerin Yuki Ito. „Es ist unglaublich, dass es zum Saisonhöhepunkt wieder geklappt hat“, freute sich Vogt.

Mit dem zweiten großen Titel innerhalb eines Jahres nach Sotschi 2014 konnte sie nach dem ersten Durchgang nicht unbedingt rechnen. Iraschko-Stolz ging als Zwischenführende mit einem Vorsprung von 3,7 Punkten auf Vogt in die Entscheidung. Der zweite Sprung gelang der Führenden im Gesamtweltcup aber nicht nach Wunsch. Am Ende fehlten 3,1 Zähler auf Gold. Mit Jacqueline Seifriedsberger auf Platz sieben und Eva Pinkelnig auf Rang acht landeten zwei weitere Österreicherinnen im Spitzenfeld. Chiara Hölzl belegte Rang 16.

Dieses Element ist nicht mehr verfügbar

Ein kleiner Skifehler kostete Iraschko-Stolz die Goldmedaille

Iraschko-Stolz hat „alles riskiert“

Iraschko-Stolz hatte nach dem Springen mit gemischten Gefühlen zu kämpfen, war doch der zweiten WM-Titel nach 2011 zum Greifen nahe. „Ich kann mir nichts vorwerfen, ich habe alles riskiert und einen Skifehler über dem Vorbau gehabt. Dann verliert man ein paar Meter. Wenn man gewinnen will, dann muss es dir aufgehen“, erklärte die 31-Jährige, warum sie in der Entscheidung noch zurückfiel. „Aber es ist trotzdem toll, eine Medaille gewinnt man nicht jeden Tag.“

Im ersten Durchgang erzielte die Olympiazweite noch Schanzenrekord, der in der Entscheidung von Ito und deren Landsfrau Sara Takanashi, die am Ende Vierte wurde, um einen halben Meter verbessert wurde. Während Iraschko-Stolz ein guter, aber nicht perfekter Sprung gelang, behielt Vogt die Ruhe. „Ich habe nicht für möglich gehalten, dass ich den Rückstand noch aufhole. Ich bin etwas gefasster als in Sotschi, freue mich aber riesig“, gestand die Deutsche nach ihrem Triumph.

Dieses Element ist nicht mehr verfügbar

92 Meter in der Entscheidung reichten Carina Vogt für den Sieg

ÖSV-Trainer Andreas Felder freute sich indes über die bei schwierigen Bedingungen erreichte Medaille von Iraschko-Stolz. „Uns fällt allen ein Stein vom Herzen. Wenn man die Verhältnisse gesehen hat, musste man mit allem rechnen. Dani hat extrem riskiert, im Finale es ist ihr vielleicht nicht ganz so aufgegangen“, meinte der Tiroler.

Ein Genuss für WM-Debütantin Pinkelnig

Die weiteren ÖSV-Damen sprangen im Bereich ihrer Möglichkeiten und waren mit ihrem Resultat zufrieden. Für Pinkelnig und Seifriedsberger lagen nach dem ersten Durchgang sogar noch die Medaillenränge in Reichweite. WM-Debütantin Pinkelnig fiel dann mit 89,5 m aber noch vom fünften auf den achten Platz zurück. „Ich habe es genossen. Bei der Landung im zweiten Sprung war ich nicht konzentriert. Für die erste WM war es aber genial“, freute sich die Quereinsteigerin.

Seifriedsberger, die bei der WM 2013 Bronze geholt hatte, büßte im zweiten Durchgang trotz einer Steigerung auf 90,5 m einen Rang ein. „Mit dem siebenten Platz kann man nicht unzufrieden sein. Die Saison vorher war ja immer ein Auf und Ab“, sagte die 24-Jährige. Hölzl zog ebenfalls eine für sich persönlich positive Bilanz, litt aber ein wenig mit Iraschko-Stolz mit. „Ich habe mir nicht gedacht, dass es zum Schluss noch einmal so spannend wird. Ich freue mich für die Dani, obwohl sie nicht ganz zufrieden sein wird“, wusste die 17-Jährige.

Damen-Springen Normalschanze

Endstand:
1. Carina Vogt GER 91,5/92,0 236,9
2. Yuki Ito JPN 89,0/93,0 235,1
3. Daniela Iraschko-Stolz AUT 92,5/89,0 233,8
4. Sara Takanashi JPN 90,0/93,0 228,3
5. Taylor Henrich CAN 90,5/91,0 227,9
6. Sarah Hendrickson USA 87,0/91,0 226,4
7. Jacqueline Seifriedsberger AUT 89,0/90,5 225,6
8. Eva Pinkelnig AUT 89,0/89,5 223,8
9. Jessica Jerome USA 86,5/90,5 219,4
10. Spela Rogelj SLO 87,0/88,5 217,9
11. Irina Awwakumowa RUS 87,5/88,5 215,8
12. Nita Englund USA 86,5/88,5 214,5
13. Maja Vtic SLO 87,5/88,5 213,7
14. Juliane Seyfarth GER 85,0/90,0 212,5
15. Maren Lundby NOR 86,0/88,0 211,6
16. Chiara Hölzl AUT 88,5/87,5 211,3
17. Katharina Althaus GER 85,0/88,0 210,2
18. Tara Geraghty-Moats USA 85,0/87,5 208,8
19. Line Jahr NOR 84,5/87,0 206,8
20. Sofia Tichonowa RUS 86,5/85,5 206,0
21. Julia Clair FRA 89,0/83,5 205,3
22. Ulrike Gräßler GER 84,5/85,5 203,7
23. Julia Kykkänen FIN 85,0/81,5 194,4
24. Katja Pozun SLO 83,0/82,0 192,3
25. Anna Odine Ström NOR 81,5/83,5 192,0
26. Eva Logar SLO 82,0/84,0 191,9
27. Coline Mattel FRA 81,0/82,5 190,9
28. Gyda Enger NOR 84,0/83,0 189,6
29. Michaela Dolezelova CZE 83,0/83,0 187,7
30. Elena Runggaldier ITA 83,5/80,5 184,8

Links: