Rückschlag im Europacup-Rennen
Rapid hat einen kleinen Rückschlag im Kampf um die Europacup-Plätze kassiert. Die Wiener mussten sich am Sonntag in der 21. Runde der tipico-Bundesliga mit einem 1:1 bei Admira Wacker Mödling begnügen, kletterten trotz des Remis aber zumindest vorübergehend auf den zweiten Rang. Robert Beric brachte Rapid in Führung (34.), Thomas Weber gelang mit einem Sonntagsschuss der Ausgleich (74.).
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Die Hütteldorfer liegen nun mit 33 Punkten dank der besseren Tordifferenz vor RZ Pellets WAC und Cashpoint SCR Altach. Allerdings haben die Wolfsberger aufgrund der Absage ihrer Partie in Grödig, die am 18. März nachgetragen werden soll, ein Spiel weniger auf dem Konto. Die Admira verschaffte sich mit dem Punkt zumindest etwas Luft im Abstiegskampf und liegt weiter drei Punkte vor Schlusslicht Wiener Neustadt. Für negative Schlagzeilen in der Südstadt sorgten erneut einige Rapid-Fans durch das Abbrennen bengalischer Feuer.
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Mit einem Traumtor sicherte Weber der Admira einen wichtigen Punkt
Admira-Startelf mit Rapid-Vergangenheit
Bei der Admira standen mit Eldis Bajrami, Konstantin Kerschbaumer, Christoph Schösswendter und Lukas Grozurek gleich vier Spieler mit grün-weißer Vergangenheit in der Startelf. Vorgeben musste Trainer Walter Knaller den gesperrten Mittelfeldspieler Thomas Ebner. U21-Teamspieler Toni Vastic, der in der Winterpause ablösefrei von SV Ried geholt wurde, saß zunächst nur auf der Bank.
Rapid-Coach Zoran Barisic musste neben den rekonvaleszenten Christopher Dibon und Brian Behrendt auch auf Einsergoalie Jan Novota wegen einer Muskelverletzung verzichten. Für den 31-jährigen Slowaken stand Marko Maric zwischen den Pfosten. Sein Debüt in der Startelf feierte überraschend Ferdinand Weinwurm. Der 24-jährige Amateur, der rechts in der Viererkette auflief, verdrängte Mario Pavelic auf die Bank. Maximilian Hofmann wurde nach einer Verkühlung wieder rechtzeitig fit.
Teams neutralisieren einander
Bei kühlem und regnerischem Wetter neutralisierten einander zunächst beide Teams und konnten offensiv kaum nennenswerte Akzente setzen. Wenn es gefährlich wurde, ging der Aktion zumeist eine Standardsituation voraus. In der 17. Minute kam beispielsweise Schößwendter nach einem Eckball von Kerschbaumer und einem Kopfball von Issiaka Ouedraogo in aussichtsreiche Position. Der Halbvolley-Versuch des 26-jährigen Admiraners verfehlte sein Ziel allerdings klar.
Praktisch im Gegenzug versuchten sich auch die Wiener Gäste nach einem Corner. Eine Vorlage von Rapid-Kapitän Steffen Hofmann fand in der Mitte Namenskollege Maximilian, der frei zum Kopfball kam, den Ball aber relativ unbedrängt über die Latte setzte (18.). Die Hütteldorfer taten sich auch in der Folge schwer, und die Hausherren zeigten, warum Rapid seit 2. November 2013 gegen die Admira in fünf Partien nicht mehr gewinnen konnte und es zuletzt gleich vier Unentschieden in Serie gab. Ein leichtes Plus beim Ballbesitz bewies zudem, dass man bei der 0:2-Niederlage zum Frühjahrsauftakt in Altach unter Wert geschlagen wurde.
Grün-weiße Bemühungen tragen Früchte
Mitte der ersten Halbzeit verlagerte sich das Geschehen doch immer mehr in Richtung Gehäuse von Admira-Schlussmann Manuel Kuttin. Zunächst wurde ein Schuss von Thomas Schrammel nach schönem Doppelpass mit Deni Alar, der den Ball per Ferse zurücklegte, abgefälscht und landete im Toraus (26.). Dann trugen die grün-weißen Bemühungen doch Früchte. Nach einer schönen Kombination auf der rechten Seite konnte Kuttin einen Alar-Schuss aus spitzem Winkel nur kurz abwehren. Steffen Hofmann legte zurück zur Mitte, wo Beric stand und zur 1:0-Pausenführung abstaubte (34.).
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Beric brachte die Hütteldorfer nicht unverdient in Führung
Die Admira-Spieler reklamierten zwar vehement Abseits, Beric stand beim Abspiel von Hofmann aber auf gleicher Höhe mit Kuttin und Abwehrspieler Weber. Der Treffer wurde von Schiedsrichter Michael Eisner deshalb zu Recht gegeben, und der 23-jährige Slowene durfte sich über seinen bereits 15. Treffer freuen. Auf Spitzenreiter Jonatan Soriano von Red Bull Salzburg fehlen dem Rapid-Goalgetter aber noch immer sechs Treffer.

GEPA/Martin Hörmandinger
Einige Fans lassen sich auch nicht von angedrohten Sanktionen abschrecken
Während ihre Mannschaft im Kampf um den zweiten Platz bis zur Pause somit ihr Pflichtprogramm erfüllte, erwiesen sich einige grün-weiße Anhänger einmal mehr als lernresistent. Denn obwohl seit den Derby-Ausschreitungen im November bei einem neuerlichen Vergehen gegen das Pyrotechnikverbot Sanktionen angedroht wurden, brannten diese wie schon beim Frühjahrsauftakt gegen Ried in der Pause erneut bengalische Feuer ab. Dabei fällte die Bundesliga bisher gar kein Urteil zu den Vorfällen vor knapp einer Woche.
Alar lässt Matchball aus
Während Rapid bei einer Verurteilung schlimmstenfalls ein Geisterspiel droht, ging die Partie in der Südstadt vor 4.970 Zuschauern in die zweite Halbzeit. Mit der Einwechslung von Vastic versuchte Knaller für frischen Wind bei der Admira zu sorgen. Allerdings wollte Rapid mit der durchwegs verdienten Führung nachlegen und gleich zu Beginn der zweiten Hälfte für die Vorentscheidung sorgen. Einen Schuss des frei stehenden Alar konnte Kuttin aber mit einer Glanzparade gerade noch zur Ecke klären (48.). Einen gefährlich angetragenen Weitschuss von Thanos Petsos faustete der Admira-Goalie weg (49.).
Während die Partie nun immer mehr an Fahrt verlor und Rapid die knappe Führung scheinbar mühelos verwaltete, blieben die vereinzelten Vorstöße der Hausherren immer wieder in der dicht gestaffelten Abwehr der Rapidler hängen. Die Admira benötigte offensichtlich einen Sonntagsschuss, um doch noch ein Remis zu erreichen. Und genau dieses Kunststück gelang Weber kurz vor Beginn der Rapid-Viertelstunde. Der 21-Jährige nutzte den ihm zugestandenen freien Raum und versenkte den Ball mit einem scharfen Schuss aus knapp 25 Metern unhaltbar für Maric im rechten Kreuzeck.
Wolfgang Rieder, ORF.at
Stimmen zum Spiel:
Walter Knaller (Admira-Trainer): „Ich bin zufrieden, wie wir auf den Rückstand reagiert haben und die Partie noch umdrehen wollten. Weber hat einen sehr guten Schuss. Heute hatte er aber auch Glück, denn der ist ihm, glaube ich, abgerissen. Die Art und Weise, wie wir uns in den vergangenen Monaten weiterentwickelt haben, stimmt mich sehr positiv.“
Zoran Barisic (Rapid-Trainer): „Wir waren die klar bessere Mannschaft. Es war eine gute Leistung in einem sehr kampfbetonten Spiel. Gefehlt hat leider nur, dass wir mit dem 2:0 das Spiel vorzeitig entscheiden. Mit dem Unentschieden können wir natürlich nicht zufrieden sein, man muss aber der Admira zum wirklich schönen Ausgleich gratulieren.“
Tipico-Bundesliga, 21. Runde
Sonntag:
Admira - Rapid 1:1 (0:1)
Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 4.970 Zuschauer, SR Eisner
Torfolge:
0:1 Beric (34.)
1:1 Weber (74.)
Admira: Kuttin - Zwierschitz, Windbichler, Schößwendter, Th. Weber - Lackner - Bajrami (70./B. Sulimani), Auer, Kerschbaumer, Grozurek (46./Vastic) - Ouedraogo (57./R. Schicker)
Rapid: Maric - Weinwurm, Sonnleitner, M. Hofmann, Schrammel - Petsos, Wydra (75./Schwab) - Alar (80./Grahovac), St. Hofmann (68./Schaub), F. Kainz - Beric
Gelbe Karten: Schößwendter, Zwierschitz bzw. Weinwurm, Beric, Petsos
Die Besten: Windbichler, Kuttin, Weber bzw. Sonnleitner, Petsos, Beric
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