Klare Ansage von Trainer Daxbacher
Der LASK und der SV Mattersburg haben die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus im Visier. Ab Freitag nimmt das Duo den Zweikampf um den Titel in der Sky Go Ersten Liga in Angriff. „Unsere Ansage ist ganz klar: Wir wollen aufsteigen“, sagte LASK-Trainer Karl Daxbacher vor dem Frühjahrsauftakt. Aber auch sein Gegenpart Ivica Vastic machte kein Geheimnis aus den ehrgeizigen Zielen der Burgenländer.
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„Wir sind nah dran. Deshalb wäre es falsch, wenn ich sagte, dass wir Zweiter bleiben wollen“, so Mattersburg-Coach Vastic. Aktuell führt der LASK mit 39 Punkten einen Zähler vor Mattersburg (38) und dem nicht aufstiegsberechtigten FC Liefering (38). Zu Beginn warten auf das Spitzenduo jeweils Heimspiele, die Oberösterreicher empfangen SKN St. Pölten (20.30 Uhr, live in ORF Sport + und im Livestream), die Burgenländer bekommen es mit Schlusslicht TSV Egger Glas Hartberg (18.30 Uhr) zu tun.
„Die Fans erwarten jetzt, dass wir den Titel holen“
Der LASK ist als unberechenbarer Aufsteiger aus der Regionalliga gleich voll in der Liga angekommen und schnurstracks zur „Winterkrone“ marschiert. Daxbacher weiß, dass die Erwartungen nun deutlich gestiegen sind. „Die Fans erwarten jetzt, dass wir den Titel holen. Kein Problem, denn wir wollen das auch“, sagte Daxbacher, dem mit Stefan Savic und Martin Harrer zwei Neue zur Verfügung stehen. Sollte der LASK den Aufstieg schaffen, würde erstmals seit der Saison 2003/04 wieder einem Verein der Durchmarsch von der Regionalliga in die Bundesliga gelingen.
Vor elf Jahren hatte das der 2002 neu gegründete FC Wacker Innsbruck noch als FC Wacker Tirol geschafft. Nach Konkurs und Vereinsauflösung des regierenden Bundesliga-Meisters 2001/02, FC Tirol Innsbruck, bildete der Club in der Regionalliga 2002/03 eine Spielgemeinschaft mit WSG Wattens und wurde auf Anhieb Meister. Beim Aufstieg in die Bundesliga in der Folgesaison war die Spielgemeinschaft schon wieder aufgelöst, Wattens musste 2003/04 in die Tiroler Landesliga und kehrte 2005/06 wieder in die Regionalliga zurück.

GEPA/Christian Ort
Der LASK will als erster Club nach Wacker Tirol 2004 den Durchmarsch schaffen
Die Vorbereitung des LASK auf die Frühjahrsseison ist auf jeden Fall top verlaufen, die Linzer waren in Katar und in der Türkei gleich zweimal auf Trainingslager. Hinter dem LASK, Mattersburg und Liefering klafft in der Tabelle ein gewaltiges Loch. Mit dem Floridsdorfer AC (25 Punkte), St. Pölten (25), Austria Lustenau (24), Horn (23), Kapfenberg (22), Wacker Innsbruck (21) und Hartberg (19) befinden sich gleich sieben Clubs aktuell im Abstiegskampf. Zwei Vereine aus diesem Septett werden am Ende auch absteigen müssen.
FAC von sich selbst überrascht
Aufsteiger FAC hat einen „sehr erfreulichen“ Herbst hingelegt. „Sogar wir selbst waren überrascht, wie gut es gelaufen ist“, stellte Trainer Hans Kleer fest und fügte hinzu: „Ich hoffe, dass wir uns diese Spielfreude und Unbekümmertheit erhalten können.“ St. Pölten hat mit Rückkehrer Andreas Dober (zuletzt bei Ethnikos Achna auf Zypern) und Lukas Thürauer zwei neue potenzielle Führungsspieler.
Doch Trainer Michael Steiner bremste die Erwartungen an dieses Duo: „Ich halte nichts von Vorschusslorbeeren an angebliche Heilsbringer. Ich setze die beiden ganz sicher nicht unnötig unter Druck.“ Lustenau musste die Titelhoffnungen frühzeitig begraben. „Wir sind mitten drinnen im Abstiegskampf, dessen sind wir uns bewusst“, sagte Coach Mladen Posavec.
Horn-Trainer Christoph Westerthaler hofft gleich zum Auftakt auswärts gegen den FAC auf mögliche „Big Points“ im Kampf um den Ligaverbleib. „Ein guter Start wäre sehr wichtig für die Moral.“ Das gilt auch für die Ex-Bundesligisten Kapfenberg und Innsbruck, die am Freitag aufeinandertreffen.
Wacker setzt im Abstiegskampf auf Routinier Hlinka
„Am Freitag geht es gleich um sehr viel. Ich hoffe, dass wir im Frühjahr das Glück zurückbekommen, das uns im Herbst gefehlt hat“, meinte Kapfenbergs Cheftrainer Kurt Russ. Wacker-Coach Klaus Schmidt setzt auf den abstiegskampferfahrenen Neuzugang Peter Hlinka (36 Jahre) und die Moral seiner Truppe. Schließlich haben die Innsbruck-Kicker finanziell persönlich dazu beigetragen, dass das Wintertrainingslager in der Türkei doch noch zustande kam.
Schlusslicht Hartberg muss ab sofort ohne die abgewanderten Schlüsselspieler Dario Bodrusic und Bright Edomwonyi auskommen. „Das sind zwei Verluste, die unmöglich zu kompensieren sind“, stellte Coach Bruno Friesenbichler klar. „Körperlich sind wir auf einem Topniveau. Jetzt gilt es, auch unser Spiel auf den Rasen zu bringen“, betonte Friesenbichler.
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