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Die Freude macht es aus

Satte 370 Punkte hat der Rückstand von Anna Fenninger Mitte Jänner im Gesamtweltcup auf Tina Maze noch betragen. Mit dem Maximum von 200 Zählern in Bansko ist Fenninger nun endgültig in Schlagdistanz zur Slowenin und hat damit gute Chancen, den Gewinn der großen Kristallkugel zu wiederholen. In den acht verbleibenden Saisonrennen muss Fenninger aber immer noch 44 Punkte aufholen.

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Die erste Chance dazu bietet sich schon am nächsten Wochenende in Garmisch-Partenkirchen, wo eine Abfahrt (Samstag) und ein Super-G (Sonntag) ausgetragen werden. Mit den zwei Goldmedaillen von der WM in Vail/Beaver Creek und ihrer aktuellen Hochform im Rücken geht Fenninger sehr zuversichtlich und vor allem entspannt in die letzten Rennen der Saison, die vom 18. bis 23. März in Meribel enden wird.

Anna Fenninger

APA/EPA/Georgi Licovski

Den Weltcup in Bansko verließ Anna Fenninger als strahlende Siegerin

„Ich mache es mit Freude, das ist, was es ausmacht. Ich versuche, mich nicht ablenken zu lassen. Ich genieße jeden Schwung, so schnell es geht natürlich. Auch wenn es leicht ausschaut, ist es alles andere als das. Es steckt viel Arbeit dahinter“, erklärte die 25-Jährige nach ihrem Double in Bansko. Durch die Konzentration auf das Wesentliche kommen die Erfolge von ganz alleine. „Das ist schön, ich kann es sehr genießen, weil ich so entspannt bin und doch auch wieder nicht. Es ist ganz speziell“, sagte die Salzburgerin.

„Bisschen stolz“ auf mentale Stärke

Machte sich Fenninger zu Beginn ihrer Karriere noch selbst zu viel Druck, ist sie mit den Jahren wesentlich reifer geworden. Die mental anspruchsvollen Tage mit stundenlangen Verschiebungen, Absagen und schlechten Pistenverhältnissen konnten ihr nichts anhaben. „Diese Tage waren extrem nervenaufreibend. Ich habe versucht, das Beste rauszuholen. Ich habe es geschafft und bin schon ein bisschen stolz. Die Siege bestärken mich extrem für das, was kommt. Es ist eine gute Bestätigung, zu wissen, dass ich mit solchen Sachen umgehen kann.“

Super-G der Damen in Bansko

  • 1. Anna Fenninger (AUT)
  • 2. Tina Maze (SLO)
  • 3. Lindsey Vonn (USA)

Maze kann auch auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen und tankte nach ihrem Doppelausfall bei den Heimrennen in Maribor mit zwei zweiten Plätzen in Bansko wieder Selbstvertrauen. „Ich brauchte diese guten Ergebnisse, um wieder positiv zu denken“, sagte die 31-Jährige, die im Kampf um die große Kristallkugel den Vorteil hat, dass noch zwei Slaloms auf dem Programm stehen. Ein Antreten im Aare-Slalom schließt Fenninger aus, will sie doch mit den Kräften haushalten, da es für sich auch noch um den RTL-Weltcup geht.

Gerede über Gesamtweltcup „stört nicht“

Einen Start im Meribel-Slalom schließt Fenninger, sollte es hart auf hart gehen, nicht aus. Grundsätzlich weiß die Doppelweltmeisterin aber, wie sie mit der Situation umzugehen hat. Um eine Chance zu haben, müsste alles zusammenpassen. „Ich habe letztes Jahr schon einmal den Gesamtweltcup gewinnen dürfen. Ich weiß, was das heißt. Es stört mich nicht, wenn darüber geredet wird. Ich versuche, meine Leistung zu bringen, das andere ergibt sich dann. Ob es dann gut ist oder schlecht, mit dem muss man umgehen“, so Fenninger.

Damen-Chefcoach Jürgen Kriechbaum möchte indes nicht über den Gesamtweltcup sprechen, denn abgerechnet wird am Schluss. „Aber es ist fantastisch, wie sich die beiden matchen. Unheimlich spannend und gut zum Zuschauen“, sagte Kriechbaum, der die Tage in Bansko als „perfekt“ bezeichnete. „Anna hat einen Lauf, es funktioniert wirklich gut. Sie ist noch einigermaßen frisch, vielleicht ein bisserl frischer als andere. Sie bringt es derzeit einfach auf den Punkt.“

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