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Jansrud behält die Nerven

Lokalmatador Kjetil Jansrud hat den von zahlreichen Ausfällen geprägten Super-G in Kvitfjell für sich entschieden und damit auch die kleine Kristallkugel fixiert. Der Norweger gewann sein Heimrennen am Sonntag 0,24 Sekunden vor ÖSV-Jungstar Vincent Kriechmayr, der als Zweiter über sein erstes Weltcup-Podest jubelte. Den dritten Platz mit 0,33 Sekunden Rückstand belegte der kanadische Vizeweltmeister wurde Dustin Cook.

In der Disziplinenwertung liegt Jansrud ein Rennen vor dem Schluss 123 Punkte und damit schon uneinholbar vor dem Italiener Dominik Paris, der als Vierter in Kvitfjell das Super-G-Podest um 0,15 Sekunden verpasste. Im Duell um den Gesamtweltcup verkürzte Jansrud seinen Rückstand auf Marcel Hirscher auf 52 Punkte. Der Salzburger greift am nächsten Wochenende in den Technikbewerben im slowenischen Krajnska Gora wieder ins Geschehen ein.

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Jansrud ließ sich von den zahlreichen Ausfällen davor nicht irritieren

Jansrud war über seine erste kleine Kristallkugel überglücklich. „Es war ein Ziel von Saisonanfang an. Ich habe gewusst, dass es schwierig wird. Hier in der Heimat das Rennen und die Kugel zu gewinnen ist groß“, sagte der 29-Jährige, der sich von den zahlreichen Ausfällen nicht beunruhigen hatte lassen. „Wir haben von den Trainern gehört, dass es nicht einfach ist, die Verhältnisse waren nicht optimal. Ich bin froh, dass ich die Ruhe behalten habe.“

Herren-Abfahrt in Kvitfjell:

  • 1. Kjetil Jansrud (NOR)
  • 2. Vincent Kriechmayr (AUT)
  • 3. Dustin Cook (CAN)

Aber auch Kriechmayr fühlte sich in Kvitfjell als Zweiter wie ein Sieger. Gleich in seiner ersten vollen Weltcup-Saison gelang dem 23-jährigen Oberösterreicher der Sprung auf das Podest. „Das wollte ich in dieser Saison unbedingt noch schaffen, diesmal hat es gepasst, das ist super. Ich war zuletzt schon in guter Form. Der nächste Schritt ist ein Weltcup-Sieg“, sagte Kriechmayr, der als Vierter im Super-G von Gröden sein bisher bestes Ergebnis eingefahren hatte.

Reichelt und Mayer scheiden aus

Kein Glück hatten auf der weichen Piste die weiteren Österreicher. Weltmeister und Favorit Hannes Reichelt schied ebenso aus wie Matthias Mayer und Georg Streitberger. Reichelt, Sieger der Kvitfjell-Abfahrt am Samstag, stürzte vor der zweiten Zwischenzeit, blieb dabei aber unverletzt. „Bei dem Schnee wird jeder kleine Fehler bestraft, es war ein kleiner Innenskifehler. Ich habe das Tor davor nur knapp erwischt, dann war der Außenski der Chef. Es ärgert mich brutal. Schon in Saalbach hat mich der Ausfall brutal geärgert, jetzt fuchst es mich wieder“, so Reichelt.

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Reichelts Traum vom Kvitfjel-Double platzte

An der gleichen Stelle schied unmittelbar nach Reichelt auch Mayer aus. Streitberger verfehlte als Letzter der Topgruppe ein Tor. Schon davor war Otmar Striedinger nach einem Innenskifehler kurz vor dem Ziel ausgeschieden. Elf der ersten 30 Starter sahen das Ziel nicht. Als zweitbester Österreicher belegte der Tiroler Romed Baumann, der mit Startnummer 29 sogar auf Podestkurs gelegen war, in der Folge den sechsten Platz (0,53). Max Franz wurde Achter (+ 0,86), Joachim Puchner schwang als 17. (1,54) ab, Patrick Schweiger als 27. (2,23).

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