„Weiß, dass ich es draufhabe“
Slalom-Ass Reinfried Herbst fährt noch ein Jahr weiter. Der Gewinner von neun Weltcup-Rennen, Disziplinensieger der Saison 2009/10 und Olympia-Silbermedaillengewinner von Turin 2006 bestreitet 2015/2016 somit seine zwölfte, dafür aber endgültig letzte Saison im Slalom-Weltcup.
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„Nach ausführlichen Gesprächen mit meiner Familie, meinem Arzt, Physiotherapeuten und meinem Heilpraktiker habe ich mich zu diesem Schritt entschieden“, gab der 36-jährige Salzburger am Mittwoch in einer Aussendung bekannt.

GEPA/Christian Walgram
Reinfried Herbst hat mit 36 Jahren noch nicht genug vom Skiweltcup
„Oberste Priorität für diese Entscheidung war neben dem Rückhalt meiner Familie das Okay der Betreuer für mein lädiertes Knie, da die Schmerzgrenze nach insgesamt neun Knieoperationen schon in der abgelaufenen Saison sehr hoch war. Aber der Skirennsport macht mir noch zu viel Spaß, um den Rennanzug jetzt schon an den Nagel zu hängen“, begründete Herbst, der seinen letzten Weltcup-Sieg am 31. Jänner 2010 in Kranjska Gora feierte, seine Entscheidung.
Zweitbester ÖSV-Slalom-Läufer
„Es wird meine definitiv letzte Saison. Ich kann befreit drauflos fahren, ohne Druck. Ich will jedes Rennen genießen. Dass ich es draufhabe, weiß ich. Und auch andere Weltcup-Fahrer in meinem Alter, wie Larsson, Lizeroux und Thaler, zeigen vor, dass noch vieles möglich ist“, betonte der 36-Jährige, der die letzte Saison als zweitbester ÖSV-Läufer hinter Marcel Hirscher an der 22. Position in der Weltrangliste beendete.
Der ÖSV begrüßte die Entscheidung von Herbst. „Wir sind derzeit im Umbruch und versuchen, junge Athleten in den Weltcup heranzuführen. Reinfried nimmt hier eine Vorbildwirkung ein, und neben Marcel ist er der einzige Fahrer im Slalom-Weltcup, der beständig Weltcup-Punkte holt. Ich bin froh, dass sein Bein hält. Er ist ein wichtiger Fahrer, der jederzeit in die Top Ten kommen kann“, sagte Slalom-Trainer Marko Pfeifer.
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