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Größter Erfolg in Vereinsgeschichte

Der Zweitliga-Dominator FC Ingolstadt hat eine sensationelle Saison mit dem Aufstieg in die deutsche Bundesliga gekrönt. Durch ein 2:1 (1:1) gegen RB Leipzig räumten die Oberbayern am Sonntag einen Spieltag vor dem Saisonende die letzten rechnerischen Zweifel aus und dürfen sich nun auf stimmungsvolle Partien gegen die deutschen Fußballgrößen freuen.

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Zugleich sicherten sich die Ingolstädter vorzeitig die Zweitliga-Meisterschaft - das ist natürlich mit weitem Abstand der größte Erfolg des erst seit 2004 bestehenden Clubs. Der 47-jährige Hasenhüttl und die beiden ÖFB-Legionäre Lukas Hinterseer und Ramazan Özcan dürfen sich nun auf stimmungsvolle Partien gegen die deutschen Fußballgrößen freuen.

„Bin unheimlich stolz“

„Wir haben das reingepackt, was für diese Mannschaft steht - Leidenschaft, Emotion“, frohlockte ein erleichterter Hasenhüttl. „Ich bin unheimlich stolz und will einfach nur Danke sagen“, so Hasenhüttl weiter, der den Verein im Herbst 2013 noch in Abstiegsgefahr übernommen hatte - und jetzt auch auf seinen größten Erfolg als Trainer blickt. Party pur also für den 47-Jährigen? „Ich lass’ mich einfach treiben. Dass meine Jungs feiern können, das weiß ich schon“, sagte der Steirer.

In Feierstimmung war klarerweise auch Sportdirektor Thomas Linke: „Das ist eine sensationelle Meisterschaft. Wenn man so lange Erster ist, ist der letzte Schritt oftmals der schwerste. Es ist eine historische Stunde für die Stadt und die Region.“ „Das hat historische Dimension“, so auch Assistenztrainer Michael Henke.

Ralph Hasenhuettl (Trainer) jubelt mit seinen Spielern

Reuters/Michaela Rehle

Riesiger Jubel der Ingolstädter nach dem Schlusspfiff

Mathew Leckie mit einem Elfmetertor in der Nachspielzeit der ersten Hälfte und Stefan Lex (76. Minute) bescherten den Oberbayern im Duell mit starken Sachsen den hart erkämpften 16. Saisonsieg. Zuvor hatte Leipzigs Dominik Kaiser (4.) für die schnelle Gästeführung gesorgt. Noch vorige Woche hatte die Hasenhüttl-Elf den vorzeitigen Sprung ins Oberhaus durch eine Niederlage in Bochum verspielt.

Die besten Chancen auf den zweiten Aufstiegsplatz haben vor dem abschließenden 34. Spieltag Darmstadt trotz 0:1-Niederlage bei Greuther Fürth und der Karslruher SC nach einem 2:0-Auswärtssieg in Braunschweig. Der nun viertplatzierte 1. FC Kaiserslautern kam in Aue nicht über ein torloses Remis hinaus. Der Drittplatzierte spielte Relegation.

1860 München darf hoffen

Persönliche Erfolgserlebnisse verzeichneten die österreichischen Offensivspieler Erwin Hoffer, Michael Liendl und Michael Gregoritsch. Hoffer traf beim Düsseldorfer 2:0-Sieg über Sandhausen zum 1:0 (18.), Liendl besorgte in der Nachspielzeit den 2:0-Endstand (92.). Gregoritsch erzielte für Bochum zwar das Führungstor, musste sich aber in St. Pauli noch deutlich mit 1:5 geschlagen geben.

Dem „Kultclub“ gelang damit ebenso wie 1860 München ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Das Team von Rubin Okotie, der bei 1860 gelbgesperrt fehlte, beschenkte sich zum 155. Vereinsjubiläum selbst: Die Löwen besiegten Nürnberg vor der Saisonrekordkulisse von 68.500 Zuschauern mit 2:1 und rückten vor dem letzten Spieltag auf den rettenden 15. Platz vor.

Der VfR Aalen ist rechnerisch abgestiegen und kann nach seinem Punktabzug bestenfalls noch auf den Klassenverbleib am Grünen Tisch hoffen. Das Tabellenschlusslicht unterlag dem 1. FC Heidenheim in einem rasanten Duell am Sonntag mit 2:4 (1:2) und musste damit vor dem letzten Spieltag einen schweren Rückschlag hinnehmen.

Zweite deutsche Bundesliga

Sonntag, 24. Mai:
Kaiserslautern Ingolstadt 1:1
Darmstadt St. Pauli 1:0
Karlsruhe 1860 München 2:0
Union Berlin Braunschweig 2:0
RB Leipzig Greuther Fürth 2:0
Heidenheim Erzgebirge Aue 2:2
Nürnberg Aalen 2:1
Bochum Sandhausen 0:0
Düsseldorf FSV Frankfurt 2:3

Abschlusstabelle

1. FC Ingolstadt 04 34 17 13 4 53:32 64
2. SV Darmstadt 98 34 15 14 5 44:26 59
3. Karlsruher SC 34 15 13 6 46:26 58
4. 1. FC Kaiserslautern 34 14 14 6 45:31 56
5. RB Leipzig 34 13 11 10 39:31 50
6. Eintracht Braunschweig 34 15 5 14 44:41 50
7. 1. FC Union Berlin 34 12 11 11 46:51 47
8. 1. FC Heidenheim 34 12 10 12 49:44 46
9. 1. FC Nürnberg 34 13 6 15 42:47 45
10. Fortuna Düsseldorf 34 11 11 12 48:52 44
11. VfL Bochum 34 9 15 10 53:55 42
12. SV Sandhausen 34 10 12 12 32:37 39
13. FSV Frankfurt 34 10 9 15 41:53 39
14. SpVgg Greuther Fürth 34 8 13 13 34:42 37
15. FC St. Pauli 34 10 7 17 40:51 37
16. TSV 1860 München 34 9 9 16 41:51 36
17. Erzgebirge Aue 34 9 9 16 32:47 36
18. VfR Aalen 34 7 12 15 34:46 31

Endstand vom 24. Mai

Aufsteiger: Ingolstadt, Darmstadt
Absteiger: Erzgebirge Aue, Aalen

Sandhausen wurden strafweise drei Punkte abgezogen, Aalen zwei

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