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Formel 1 ist zu demokratisch

Immer mehr Formel-1-Teams sind sich offenbar einig, dass es im Sport keinen Sinn hat, wenn die „Spieler“ die Regeln selbst machen. Dazu gehört auch Gerhard Berger. „Man sieht, hört und liest, dass die Formel 1 derzeit nicht gerade ihr Hoch hat“, sagte der 55-jährige Tiroler. „Es ist daher angesagt, nachzudenken, wie man die Show verbessern und auf die Wünsche der Fans noch eingehen kann.“

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Berger verwies in diesem Zusammenhang auch auf den stetigen Rückgang des Zuschauerinteresses. „Selbst auf dem Red Bull Ring mit dem unglaublichen Rahmenprogramm ist es schwer, die Fans an die Rennstrecke zu bekommen. In anderen Ländern ist das noch viel schwieriger“, meinte der in Monaco lebende Ex-Fahrer, der die aktuelle Königsklasse des Motorsport auch selbst für zu demokratisch hält.

„Bernie war unser Diktator, aber ein guter“

„Sie war immer diktatorisch geführt, und Bernie (Ecclestone, Anm.) war unser Diktator. Aber ein guter Diktator“, sagte der frühere Toro-Rosso-Mitbesitzer. „Jetzt sind so viele Parteien eingebunden, das macht es nicht leichter, sondern schwieriger. Denn viele Köche verderben den Brei. Es braucht einen, der im Sinne des Sports und der Fans die richtige Entscheidung bringt.“

Gerhard Berger und Bernie Ecclestone

GEPA/XPB Images/Photo4

Auch Berger glaubt, dass Ecclestone in der Formel 1 alleine entscheiden sollte

Er selbst will das offenbar nicht sein. „Dass ist nicht meine Aufgabe“, betonte der 55-jährige Tiroler. „Mir taugt die Rennsportluft und den jungen Burschen in den Kurven zuzuschauen, das reicht mir“, winkte er erneut ab. „Nicht dass ich seriöser geworden bin, aber ruhiger. Heute gehe ich am Abend heim und schalte den Fernseher ein.“

Dabei hätte Berger einen konkreten Vorschlag, wie die Formel 1 wieder spannender und für die Zuschauer transparenter würde, schon zur Hand. „Die Fans auf den Tribünen wissen beim ersten Training eigentlich gar nichts“, sagte er auf die Frage der APA. „Warum macht man nicht schon wie früher gleich da ein erstes Qualifying? Dann müssten die Teams bereits am ersten Tag die Karten auf den Tisch legen.“

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