0:2-Niederlage im Achtelfinale
Für Österreich ist das Abenteuer U20-WM in Neuseeland am Donnerstag im Achtelfinale zu Ende gegangen. Die Mannschaft von Trainer Andreas Heraf musste sich Usbekistan im Northland Events Centre von Whangarei mit 0:2 (0:0) geschlagen geben.
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Statt des erhofften Viertelfinales am Sonntag gegen Senegal steht für den heimischen Nachwuchs damit die Heimreise auf dem Programm. Nach dieser Niederlage bleibt die U20-WM 2007 weiter die erfolgreichste in der ÖFB-Geschichte, als Österreich in Kanada Rang vier belegte.
U20-WM: Österreich scheitert an Usbekistan
Groß war der Traum von Österreichs Fußballnachwuchs vom Einzug ins Viertelfinale bei der U20-WM in Neuseeland, doch daraus wurde nichts. Nach einer bitteren 0:2-Niederlage gegen Usbekistan müssen die Österreicher die Heimreise antreten.
Drei Veränderungen in der Aufstellung
Heraf konnte gegen die Usbeken wieder auf Bremen-Spieler Florian Grillitsch zurückgreifen, der seine Oberschenkelverletzung auskuriert hatte. Alexander Joppich musste hingegen aufgrund einer Gelbsperre zuschauen, für ihn kam Michael Brandtner. Erstmals in Neuseeland dabei war LASK-Spieler Peter Michorl.

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Statt der Österreicher durften die Usbeken jubeln
Die Usbeken, die nach den Ergebnissen der Vorrunde als Außenseiter in die Partie gegangen waren, versteckten sich nicht und hatten zu Beginn mehr Spielanteile. Die erste Möglichkeit der Österreicher gab es in der siebenten Minute, der Freistoß von Michorl ging aber in die Mauer. In Minute 13 machte es Lukas Gugganig dann besser, seinen gut angesetzten Freistoß konnte Schlussmann Dilschod Chamrajew aber zur Ecke abwehren.
Beginn ohne Höhepunkte
ÖFB-Torhüter Tino Casali, der gegen Argentinien zum Abschluss der Gruppenphase so großartig gehalten hatte, war in den ersten 20 Minuten kaum beschäftigt, aber auch auf der anderen Seite gab es vorerst keine Gefahr. Wenig später konnte sich Casali bei einem Corner erstmals auszeichnen. Die Usbeken hatten in dieser Phase deutlich mehr Ballbesitz, mehr als ein paar harmlose Freistöße hatten aber auch sie nicht vorzuweisen.

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Für Grillitsch und Co. lief es in Whangarai nicht nach Wunsch
In der 28. Minute kamen die Österreicher dann wieder einmal in die Nähe des gegnerischen Tores, der Schussversuch von Michorl ging aber weit daneben. Es war aber der Auftakt zu einer stärkeren Phase des ÖFB-Teams, das den Druck erhöhen konnte. Die nächste gute Gelegenheit gab es allerdings auf der Gegenseite, als Casali einen Eckball wegfausten musste (35.). Drei Minuten später verzog Markus Blutsch seinen Schuss nur knapp. Es war die bis dahin beste Aktion der Österreicher, die ihr Glück immer wieder durch die Mitte versuchten, dort aber auch immer wieder an der dicht gestaffelten Abwehr des Gegners scheiterten. Als Schiedsrichter Pitti aus Panama zur Pause pfiff, hatte Usbekistan 54 Prozent Ballbesitz und 9:1 Eckbällen zu Buche stehen, große Vorteile hatten sich daraus aber nicht ergeben.
Kalte Dusche nach der Pause
Teamchef Heraf ließ seine Mannschaft zu Beginn der zweiten Halbzeit personell vorerst unverändert, die kalte Dusche kam aber prompt: Nach einer weiten Vorlage lief Dostonbek Chamdamow alleine auf Casali zu und stellte auf 1:0 für Usbekistan (47.). Der ÖFB-Torhüter machte dabei ausnahmsweise nicht den besten Eindruck. Er zögerte beim Herauslaufen und war dadurch beim Torschuss ungünstig positioniert.
In Minute 50 kam dann Offensivmann Andreas Gruber für Michorl, doch der Treffer fiel erneut auf der Gegenseite: Ein Schuss der Usbeken landete an der Stange, Chamdanow stand aber genau richtig und bezwang Casali mit seinem dritten WM-Tor zum 2:0 (57.).
Auch neue Stürmer treffen nicht
Die Österreicher waren nach diesem Doppelschlag auf den raschen Anschlusstreffer aus und hatten durch Markus Blutsch auch bald eine gute Gelegenheit, doch der Admiraner scheiterte am usbekischen Schlussmann (61.). Unmittelbar danach kam für ihn Markus Kreuzer auf das Feld. Mit der Hereinnahme von Valentin Grubeck für Bernd Gschweidl (67.) stellte Heraf dann komplett auf Offensive um.
Am Charakter der Partie änderte sich allerdings nicht viel. Zwar hatten die Österreicher in der Folge mehr Schüsse auf das Tor zu verzeichnen, doch die nötige Effizienz fehlte an diesem Tag einfach. Das ÖFB-Team versuchte es immer wieder mit langen Bällen, konnte die gegnerische Hintermannschaft damit aber nicht wirklich vor große Probleme stellen. Die größte Chance hatte Kreuzer in der 78. Minute nach einer schönen Hereingabe, doch erneut war ein usbekischer Fuß im Weg. Praktisch im Gegenzug fiel aus einem Konter dann fast das 3:0, doch der Schuss ging knapp über das Tor von Casali. Dieser musste sich gleich danach bei einem gefährlichen Schuss erneut auszeichnen.

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Die Enttäuschung über das verpasste Viertelfinale war groß
Ein Freistoß von Gugganig in der 88. Minute war das letzte Rufzeichen der Österreicher, die im Finish auch noch Nerven zeigten und sich ein wenig mit den Gegnern anlegten.
„Habe gewusst, dass es ganz schwierig wird“
„Wir sind auf einen unglaublich starken Gegner getroffen. Anders, als viele in der Heimat gedacht haben, war das kein Zuckerschlecken“, sagte Heraf nach dem Match im ORF-Interview. „Ich habe gewusst, dass das ganz, ganz schwierig wird. Das ist eine Mannschaft mit einer unglaublichen Kampfkraft und einem Tempo, dem wir heute nicht gewachsen waren. Unsere Mannschaft war etwas müder als in den ersten Spielen, darum muss man den Usbeken gratulieren, sie waren die bessere Mannschaft und haben den Aufstieg ins Viertelfinale verdient geschafft.“
Mit dem Auftritt in Neuseeland war der Coach zufrieden. „Es war für uns eine super Weltmeisterschaft mit dem Erreichen des Achtelfinales. Ich weiß die Leistung der Mannschaft einzuschätzen, ich bin sehr stolz auf die Jungs. Es hat heute einfach nicht gereicht, wir waren heute nicht gut genug. Aber wir dürfen stolz sein, wir haben in der Gruppenphase Argentinien hinter uns gelassen.“
Harald Maresch, ORF.at
U20-WM in Neuseeland, Achtelfinale
Donnerstag:
Österreich - Usbekistan 0:2 (0:0)
Whangarei, Northland Events Centre, SR Pitti (PAN))
Tore: Chamdanow (47., 57.)
Gelbe Karten: Lienhart, Grillitsch bzw. Khamdanow
Österreich: Casali - Brandner, Gugganig, Lienhart, Rosenbichler - Rasner, Laimer - Blutsch (61./Kreuzer), Michorl (50./Gruber), Grillitsch - Gschweidl (67./Grubeck)
Usbekistan: Chamrajew - Aschurmatow, Abdullajew, Hamrobekow, Komilow (69./Schomurodow) - Kosimow, Schukurow - Gijosow, Sokibow, Chamdanow - Urinbojew
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