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Vertrag vor Abschluss

Heinz Lindner steht vor der Erfüllung seines Traums von einer Auslandskarriere. Der 24-Jährige verlässt Austria Wien und soll in die deutsche Bundesliga zu Eintracht Frankfurt wechseln. Sein Vertrag steht kurz vor dem Abschluss, wie mehrere Medien berichten.

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Ausständig ist noch der medizinische Check des siebenfachen ÖFB-Teamtorhüters, der nach Auslaufen seines Vertrags bei der Austria Ende Juni ablösefrei zum Tabellenneunten wechselt. Dort dürfte er aber nur die Nummer zwei hinter Kevin Trapp oder einem Nachfolger für den Eintracht-Kapitän sein.

Tormannrochade in Frankfurt?

Bei Frankfurt bahnt sich überhaupt eine große Tormannrochade an. Trapp, der erst im Februar seinen Vertrag bei den Hessen bis 2019 verlängerte, liegt ein Angebot von Paris Saint-Germain vor. Die Franzosen sollen neun Millionen Ablöse für den 24-Jährigen bieten, die Eintracht mit ihrem neuen Cheftrainer Armin Veh einen zweistelligen Millionenbetrag fordern.

Doch selbst wenn Trapp, der sich in Deutschland als Toptorhüter etablierte, wechselt, dürfte Lindner nicht die Nummer eins sein. Die Hessen würden dann noch einen Stammtormann suchen. „Eine Nummer zwei haben sie schon gefunden“, schreibt die „Frankfurter Rundschau“ in Bezug auf den siebenfachen ÖFB-Teamspieler.

„Zeit ist gekommen“

„Ich war meine ganze Karriere bei der Austria. Aber ich spüre, dass die Zeit gekommen ist, den nächsten Schritt zu machen“, hatte Lindner schon im April gesagt, als er nach gescheiterten Gesprächen über eine Vertragsverlängerung seinen Abschied von der Austria bekanntgab. „Wichtig ist, den Schritt in eine gute Liga zu machen, wo eine neue Aufgabe wartet.“

Austrias Ex-Goalie Heinz Lindner auf der Bank

GEPA pictures/ Mathias Mandl

Bei Austria-Spielen wird Lindner künftig maximal Zuschauer sein

Lindner stammt aus der Fußballakademie Linz und stieß in jungen Jahren zur Stronach-Akademie. Am 13. Februar 2010 gab er in Kapfenberg als „Joker“ für den verletzten Szabolcs Safar sein Oberhaus-Debüt. 2010/11 avancierte er zum Stammkeeper. 2011/12 musste er für Pascal Grünwald Platz machen, konnte den Platz im Tor aber wieder zurückerobern. Seither war Lindner bei der Austria nicht mehr wegzudenken, auch wenn sein Spiel in letzter Zeit durchaus fehlerhaft war. Er bestritt insgesamt 166 Bundesliga- und mehr als 200 Pflichtspiele für die „Veilchen“.

Austria sorgt für Nachwuchs

Lindners Nachfolge bei der Austria ist schon seit Ende April geregelt: Künftig wird ÖFB-Teamtormann Robert Almer, der zuletzt beim 1:0-Erfolg in Russland glänzte, wieder zwischen den Pfosten der Wiener stehen. Der 31-Jährige war die Nummer zwei in Hannover und unterschrieb bei den Wienern für zwei Jahre.

Auch für die künftigen Nachfolger von Lindner und Almer trägt die Austria schon Sorge: Der ehemalige Goalie Szabolcs Safar kehrt als Tormann-Nachwuchstrainer (U15 bis U18) zum Bundesliga-Club aus Wien-Favoriten zurück. Der 40-jährige Ungar bestritt von 2004 bis 2011 mehr als 160 Spiele für die Austria, mit der er einmal Meister und viermal Cupsieger wurde. Zuletzt stand der vormalige Wacker-Innsbruck-Goalie beim Regionalligisten SC Ritzing im Tor.

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