In zweiter Liga groß aufgespielt
Red Bull Salzburg hat bereits am ersten Tag nach der Bestellung von Peter Zeidler zum neuen Cheftrainer zwei neue Spieler verpflichtet. Der deutsche Mittelfeldspieler Reinhold Yabo (23) kommt vom deutschen Zweitligisten Karlsruher SC, Torhüter Airton (21) vom unterklassigen brasilianischen Club Juventude. Das gab Salzburgs sportlicher Leiter Christoph Freund am Dienstag bekannt.
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Yabo schaffte in der abgelaufenen Saison mit dem KSC beinahe den Aufstieg in die deutsche Bundesliga, scheiterte erst in der Relegation am Hamburger SV. Laut Freund waren auch zahlreiche deutsche Erstligisten am zentralen Mittelfeldmann interessiert. „Er war letztes Jahr einer der herausragenden Spieler in der zweiten Bundesliga in Deutschland“, lobte der neue Sportchef den Neuzugang. Yabo sorgte in Karlsruhe nicht nur mit seinen Leistungen für Schlagzeilen, sondern auch, weil er im Gemeinderat der Stadt saß.

GEPA/Sven Sonntag
Gegen Red Bull Leipzig hatte Yabo (re.) bereits Kontakt mit den „Bullen“
„Wir haben Yabo intensiv beobachtet, und er ist für unsere Ausrichtung in der kommenden Saison ein wichtiger Transfer“, so Freund. Yabo hat einen Vertrag bis 2018 unterschrieben und freut sich auf seinen neuen Club: „Ich hab dem Karlsruher SC enorm viel zu verdanken, das kann ich gar nicht in Worte fassen. Aber ich bin 23 Jahre alt und habe die Entscheidung getroffen, eine neue Herausforderung im Profifußball anzunehmen. Beim FC Red Bull Salzburg habe ich die besten Voraussetzungen für diesen Weg gefunden, und ich bin sehr glücklich mit dieser Entscheidung.“
Neuer Torhüter mit „sehr großem Potenzial“
Auch in Torhüter Airton sieht Freund „sehr großes Potenzial“. Der 21-Jährige ist für den Kader der ersten Mannschaft vorgesehen und hat einen Vertrag bis 2020 unterschrieben. Demnächst könnte ihm ein profilierterer Landsmann folgen. Der Transfer von Innenverteidiger Paulo Miranda (26) vom FC Sao Paulo, bereits 2013 ein Thema, steht bevor. „Den Namen kennen wir schon länger. Die Gespräche sind weit fortgeschritten, aber es gibt noch keinen Abschluss“, sagte Freund in einer Pressekonferenz.

APA/EPA/Sebastiao Moreira
Der brasilianische Innenverteidiger Paulo Miranda ist bei Salzburg im Gespräch
Damari zurück nach Österreich?
Ein anderer bekannter Name könnte in die österreichische Bundesliga zurückkehren. Der im Winter von der Wiener Austria für kolportierte sechs Millionen Euro zu RB Leipzig gewechselte Stürmerstar Omer Damari wird mit Salzburg in Verbindung gebracht.
Für ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer und Massimo Bruno, beide zuletzt für ein Jahr von Leipzig an Salzburg verliehen, könnte es in die andere Richtung gehen. Freund: „Omer Damari ist ein interessanter Spieler, aber es ist ähnlich wie bei Sabitzer und Bruno. Beide sind noch im Urlaub, die finalen Gespräche haben noch nicht stattgefunden.“
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