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Zoidl über 30 Sekunden zurück

Georg Preidler hat sich erstmals zu Österreichs Staatsmeister im Einzelzeitfahren gekürt. Der Steirer vom Team Giant setzte sich am Freitag beim 25 Kilometer langen Kampf gegen die Uhr in Sulz bei Güssing mit 32:06 Minuten klar vor Riccardo Zoidl (Trek/+ 31 Sek.) durch.

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Andreas Graf (Hrinkow/+ 1:21) wurde hinter zwei internationalen Fahrern Fünfter und damit in der Meisterschaftswertung Dritter. Titelverteidiger Matthias Brändle war nicht am Start, der Vorarlberger bereitet sich gerade im Rahmen eines Trainingslagers mit seinem IAM-Team auf die Tour de France vor.

Georg Preidler

GEPA/Christian Walgram

Preidler ließ der Konkurrenz im Einzelzeitfahren keine Chance

Schwer zu Sturz kam Lukas Dünser (Team Duratec Wien) nach einem Reifenplatzer in einer Kurve. Der 28-jährige gebürtige Oberösterreicher erlitt Gesichts- und Schulterverletzungen und wurde ins Krankenhaus Güssing eingeliefert.

Ritter schafft bei Damen das Triple

Bei den Frauen ging der Titel wie in den Jahren 2013 und 2014 an Martina Ritter. Die Oberösterreicherin aus Bad Leonfelden fuhr ein souveränes Rennen und blieb wie im Vorjahr deutlich vor der Tirolerin Jacqueline Hahn erfolgreich. Die 32-jährige Ritter hatte zuletzt bei den Europaspielen in Baku Platz fünf belegt. Am Sonntag werden in Güssing auch die Rad-Straßenmeister gekürt.

Tour de France mit drei Österreichern

Nach den Staatsmeisterschaften geht es für Preidler in knapp einer Woche bei der 102. Tour de France weiter. Der Steirer wurde nach Matthias Brändle (IAM Cycling) und dem Kärntner Marco Haller (Katjuscha) von Giant für die am 4. Juli beginnende Frankreich-Radrundfahrt nominiert. Österreich wird somit zumindest durch drei Debütanten vertreten sein. Das Sky-Team von Bernhard Eisel gibt sein Aufgebot am Montag bekannt.

Brändle vor Tour de France

Österreich wird bei der Tour de France mit den drei Neulingen Matthias Brändle, Georg Preidler und Marco Haller vertreten sein. Vor allem von Brändle darf man einiges erwarten.

Brändle, Haller und Preidler haben sich ihre Plätze in ihren neunköpfigen Mannschaften durch starke Leistungen, aber auch durch den Einsatz als wertvolle Helfer gesichert. Arbeit für die „Chefs“ wird von dem Trio auch auf den 21 Etappen verlangt. Etwas freie Hand wird am ehesten noch Brändle bekommen, um sich in Fluchtgruppen zu präsentieren.

Dass Eisel, der Österreicher mit den meisten TdF-Teilnahmen, zum elften Mal bei der „Großen Schleife“ antritt, scheint unwahrscheinlich. „Ich stehe auf der Longlist, ich bin bereit“, teilte der 34-jährige Steirer allerdings am Donnerstag mit.

Etappenplan

4.7. 1.Etappe Utrecht/NED - Utrecht (13,8 km/EZF)
5.7. 2.Etappe Utrecht/NED - Zeeland/NED (166 km)
6.7. 3.Etappe Antwerpen/BEL - Huy/BEL (159 km)
7.7. 4.Etappe Seraing/BEL - Cambrai/FRA (223 km)
8.7. 5.Etappe Arras - Amiens (189 km)
9.7. 6.Etappe Abbeville - Le Havre (191 km)
10.7. 7.Etappe Livarot - Fougeres (190 km)
11.7. 8.Etappe Rennes - Mur de Bretagne (181 km)
12.7. 9.Etappe Vannes - Plumelec (28 km/MZF)
13.7. Ruhetag
14.7. 10.Etappe Tarbes - La Pierre St. Martin (167 km/BAK)
15.7. 11.Etappe Pau - Cauterets/Vallee de St. Savin (188 km)
16.7. 12.Etappe Lannemezan - Plateau de Beille (195 km/BAK)
17.7. 13.Etappe Muret - Rodez (198 km)
18.7. 14.Etappe Rodez - Mende (178 km)
19.7. 15.Etappe Mende - Valence (182 km)
20.7. 16.Etappe Bourg de Peage - Gap (201 km)
21.7. Ruhetag
22.7. 17.Etappe Dignes les Bains - Pra Loup (161 km/BAK)
23.7. 18.Etappe Gap - St. Jean de Maurienne (186 km)
24.7. 19.Etappe St. Jean de Maurienne - La Toussuire (138 km/BAK)
25.7. 20.Etappe Modane Valfrejus - L'Alpe d'Huez (110 km/BAK)
26.7. 21.Etappe Sevres - Paris Champs Elysees (109 km)
EZF = Einzelzeitfahren
MZF = Mannschaftszeitfahren
BAK = Bergankunft

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