Themenüberblick

Stangenschuss und Fehlentscheidung

Österreichs U19-Auswahl hat sich in ihrem zweiten Spiel bei der EM in Griechenland gegen den Gastgeber mit einem bitteren Remis begnügen müssen. Das Team von Hermann Stadler kam am Donnerstag in Larissa gegen die Griechen trotz Überlegenheit nur zu einem 0:0. Die Österreicher haderten nicht nur mit einem Stangenschuss, sondern auch mit einer Fehlentscheidung des Schiedsrichterassistenten.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Die Österreicher liegen nach dem Remis und der Auftaktniederlage gegen Frankreich mit einem Punkt weiter auf Rang drei der Tabelle in Gruppe A. Der angestrebte Aufstieg ins Semifinale kann nun nur noch mit Schützenhilfe der nach zwei Siegen bereits fix qualifizierten Franzosen gelingen. Die Österreicher müssen in ihrem letzten Gruppenspiel am Sonntag gegen die Ukraine gewinnen und gleichzeitig darauf hoffen, dass Griechenland gegen das noch makellose Frankreich ohne Punkt bleibt.

Teamchef Stadler war nach dem Spiel der Frust über das Ergebnis anzusehen. „Es war ein wirklich gutes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Vielleicht hatten wir die besseren Chancen, aber es ist auf jeden Fall ein enttäuschendes Ergebnis für uns“, sagte der Salzburger, „wir haben uns mehr erhofft, aber wir werden bis zum Ende kämpfen und nicht aufgeben. Die Chancenverwertung ist unser Hauptproblem bei diesem Turnier.“

Stadler setzt auf Offensive

Die Österreicher gaben gegen die Griechen klar den Ton an und hatten auch mehrere gute Chancen zum Führungstreffer. Doch so wie gegen Frankreich waren die Mannen von Teamchef Stadler im Abschluss nicht vom Glück verfolgt und ließen so eine bessere Ausgangsposition im Kampf um die ersten beiden Plätze in der Gruppe liegen.

Sascha Horvath (AUT) und Giorgos Kiriakopoulos (GRE)

GEPA/Intime/Moysiadis Yannis

Österreich (l. Horvath) hatte die Griechen im Griff, traf aber nicht ins Tor

Stadler setzte auf eine offensivere Formation als bei der unglücklichen 0:1-Auftaktniederlage gegen Frankreich. Felipe Dorta rückte am rechten Flügel in die Mannschaft, Spielmacher Sascha Horvath und Dominik Prokop agierten im 4-1-4-1-System im Zentrum hinter Solospitze Marko Kvasina. Als einziger „Sechser“ kam Lukas Tursch anstelle des gesperrten Petar Gluhakovic in die Mannschaft.

Kvasina trifft Stange

Die Griechen versteckten sich in der Anfangsphase nicht, die Österreicher fanden aber von Beginn an die besseren Chancen vor. Die beste davon hatte Kvasina bereits in der 13. Minute. Der Youngster von Austria Wien traf nach einer schönen Aktion aus guter Position nur die Stange (13.). Danach brachte Horvath den Ball vom Fünfereck freistehend nicht im Tor unter (19.), Daniel Ripic verfehlte von der Strafraumgrenze (39.).

Bei einem Volley von Paschalis Staikos musste allerdings auch ÖFB-Torhüter Alexander Schlager eingreifen (41.). Auf der Gegenseite ließ Kvasina kurz vor der Pause nach Horvath-Pass die größte Gelegenheit auf das 1:0 aus. Der Austria-Stürmer schoss alleine vor Konstantinos Kotsaris über das griechische Tor (45.).

Tor wegen angeblichen Abseits aberkannt

Das rächte sich nach Seitenwechsel. Die ÖFB-Junioren diktierten zwar das Spielgeschehen, es gab aber gegen die immer defensiver stehenden Griechen nur noch selten ein Durchkommen. Versuche von Kvasina (47.) und des eingewechselten Tobias Pellegrini (67.) fielen zu schwach aus.

Kvasina schien die Österreicher im Finish doch noch zu erlösen. Der Treffer des Austria-Stürmers wurde wegen angeblichen Abseits aber nicht anerkannt. Die Entscheidung entpuppte sich laut TV-Bildern als eine - wenn auch knappe - Fehlentscheidung (79.). Die Griechen konnten mit dem Punkt besser leben, verlegten sich zusehends aufs Kontern. Schlager musste sich aber nur bei einem Schuss von Kapitän Nikolas Vergos auszeichnen (81.). Die 13.500 Zuschauer jubelten am Ende dennoch.

U19-EM in Griechenland, Gruppe A

Donnerstag:

Griechenland - Österreich 0:0

AEL FC Arena, Larissa, SR Ekberg (SWE)

Gelbe Karten: Karachalios, Tsimikas

Österreich: A. Schlager - X. Schlager, Domej, Peric, Haas - Dorta (46./Pellegrini), Horvath, Tursch, Prokop, Ripic (80./Grbic) - Kvasina

Griechenland: Kotsaris - Markopouliotis (60./Saliakas), Roussos, Tselepidis, Tsimikas - Karachalios, Kiriakopoulos - Kynigopoulos (84./Orfanidis), Staikos, Mavrias (60./Pozoglou) - Vergos

Links: