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Vertrauensvorschuss von Coach Fink

Die dritte Ära im violetten Trikot startet für Robert Almer am Freitag in Oberwart in einer neuen Rolle. 2011 ohne Aussicht auf regelmäßige Einsätze nach Deutschland abgewandert, ist Österreichs Teamtorhüter bei der Wiener Austria nun als unumstrittener Führungsspieler eingeplant. Als Vertrauensvorschuss überreichte ihm Trainer Thorsten Fink vor dem Saisonauftakt im ÖFB-Cup sogar die Kapitänsschleife.

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Seine Bestellung zum Spielführer erklärte der deutsche Neo-Coach vor dem finalen Test gegen den FC Zürich (0:1) am vergangenen Wochenende zur Chefsache. „Er ist ein Mann mit Erfahrung, dem jeder auch zuhört, wenn er einmal etwas sagt. Er sagt nicht zu viel, sondern im richtigen Augenblick. Das gefällt mir“, meinte Fink im Vereins-TV. Der Nachfolger des zu Ingolstadt abgewanderten Markus Suttner habe „Akzeptanz innerhalb der Mannschaft, bei den Schiedsrichtern und bei den Fans.“

Dritter Anlauf in Favoriten

Der von seinem Chef mit Lob überhäufte Almer nimmt solche Worte sicher gerne zur Kenntnis. Als einer von sieben Neuen im Kader ist der 31-Jährige im Austria-Gehäuse unumstritten. Das war in den vergangenen Jahren selten der Fall. Almer hütete auch bei den Wienern bereits zweimal das Tor, konnte die Verantwortlichen damals aber nicht von seinem Können überzeugen.

Austria-Tormann Robert Almer

GEPA/Matic Klansek

ÖFB-Goalie Almer will bei der Austria vor allem wieder Spielpraxis sammeln

2002 bis 2006 kam der Nachwuchskeeper zu keinem Einsatz bei den Profis, Almer („Das war keine einfache Zeit“) spielt in der Stronach-Ära des Vereins leihweise für Untersiebenbrunn, Altach, Leoben und die eigenen Amateure. Es folgte der Wechsel zum SV Mattersburg, mit Mitspielern wie Dietmar Kühbauer und Carsten Jancker gelang sogar die Qualifikation für den Europacup.

„Aus der Vergangenheit lernt man“

2008 kam Almer zur Austria zurück, bis 2011 folgten auch aufgrund von Verletzungen aber nur 21 Einsätze in der Bundesliga. „Die Verletzungen sind meist zu sehr ungünstigen Zeitpunkten gefallen. Aber aus der Vergangenheit lernt man“, meinte Almer rückblickend. Er trainiere nun viel bewusster: „Man muss einer der Ersten auf dem Trainingsgelände sein und einer der Letzten, der geht.“

Bei der Austria will Almer nämlich vor allem eines: mit Blick auf die mögliche EM-Endrunde in Frankreich 2016 Spielminuten verbuchen. Zwar eroberte der 1,94-Meter-Mann von Deutschland aus die Position der Nummer eins im ÖFB-Team - unumstritten war er in den letzten vier Jahren jedoch nicht immer. Vor allem in der abgelaufenen Saison musste sich Almer regelmäßig die Journalistenfrage nach seiner mangelnden Spielpraxis gefallen lassen.

Das Gesamtpaket hat gepasst

Bei Hannover 96 war er die klare Nummer zwei hinter Ron-Robert Zieler und kam zu keinem einzigen Einsatz in der deutschen Bundesliga. Mit bisher 22 absolvierten Länderspielen hat Almer inzwischen mehr internationale Einsätze für Österreich absolviert als bei einer seiner Clubstationen. Das soll sich bis kommenden Juni aber ändern.

„Es war in der jetzigen Situation die beste Entscheidung. Sportlich wie auch privat“, meinte der Familienvater. Das Gesamtpaket Austria habe schließlich gepasst. Freuen durfte sich auch die Austria, die nach dem Abgang von Heinz Lindner auf der Suche nach einem gestandenen Keeper neben Talent Osman Hadzikic war. Sportdirektor Franz Wohlfahrt hatte im Zuge der Verpflichtung Almers gar vom „absoluten Wunschkandidaten“ gesprochen.

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