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Freiwasserschwimmer bei WM gefordert

Matthias Schweinzer kämpft bei den Open-Water-Bewerben der WM in Kasan um das Ticket für Rio. Die erste Chance ist das WM-Rennen am Montag über 10 km, denn nur diese Distanz ist olympisch. Ein Platz in den Top Ten garantiert die Teilnahme an den Spielen.

Der Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro hat sich der 25-jährige Steirer schon seit Jahren verschrieben, nun wird es dafür ernst. Die Top Ten sind ein hoch gestecktes Ziel, für Schweinzer aber erreichbar. „Ich muss aggressiv schwimmen, die Konkurrenz beobachten“, sagte er vor der Abreise nach Kasan.

Schweinzer für Tag X gerüstet

Der Steirer will in Russland auch darauf aufmerksam machen, dass sein Sport in seiner Heimat ernsthaft betrieben wird. Genau genommen hat der Steirer seine Fähigkeiten im offenen Wasser seit März 2014 aber im Ausland erweitert. „Mir haben in Graz die Trainingspartner gefehlt“, so Schweinzer. „Daher bin ich nach Magdeburg in eine Trainingsgruppe gegangen. Da sind wir sechs Leute, und das Niveau ist einfach höher.“

Im früheren Ostdeutschland hat er die Chancen auf ein erfolgreiches WM-Abschneiden insofern erhöht, als er durch die höhere Qualität jedes Trainings für den Tag X vorbereitet wurde. „Ich kann jetzt von der Grundbelastung mehr ertragen“, betonte der Steirer. Dadurch ist ihm im Normalfall auch ein längeres Schwimmen bei Maximalgeschwindigkeit möglich. Um nicht vorab Kräfte zu lassen, verzichtet Schweinzer auf ein WM-Antreten im 5-km-Rennen am Samstag.

Letzte Qualichance im Juni 2016

Sollte es mit dem Quotenplatz in Kasan nicht klappen, bleibt noch eine Chance: Am 12. Juni 2016 beim Qualifikationsrennen in Setubal in Portugal ist dafür ein Top-Neun-Platz gefordert. Darüber hinaus gibt es für den Nächstbesten jedes Kontinents noch einen Rio-Startplatz. In diesem Rennen der letzten Chance wird es dann wohl auch nicht ohne eine gewisse Ellbogentechnik unter Wasser abgehen. Schweinzer ist mittlerweile auch darin geeicht.

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