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Alaba und Leitgeb wieder dabei

Teamchef Marcel Koller hat bei der Nominierung seines 23-Mann-Kaders für die Länderspiele in der EM-Qualifikation zu Hause gegen Moldawien (5. September) und in Schweden (8. September) auf Überraschungen verzichtet. Mit bewährten Kräften soll beim Länderspieldoppel vorzeitig die EM-Qualifikation fixiert werden. Im Vergleich zum Aufgebot gegen Russland gibt es nur zwei Änderungen.

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David Alaba und Christoph Leitgeb sind - wie zu erwarten - nach ihren überstandenen Verletzungen wieder mit im Kader. Auch Basel-Legionär Marc Janko, der derzeit wegen einer Zerrung im Oberschenkel außer Gefecht ist, soll bereits am Wochenende in der Meisterschaft ein Comeback geben. „Wir hoffen natürlich, dass es reicht, damit wir ihn aufbieten könnten“, sagte Koller über den Stürmer. Besiktas-Legionär Veli Kavlak fehlt aufgrund einer komplizierten Verletzung im Wirbelbereich weiterhin.

EM-Ticket liegt bereit

Sonst setzt Koller auf die Erfolgsmischung vom Spiel gegen Russland. „Wir bleiben unserer Linie treu“, erklärte der Schweizer. „Es wird wichtig sein, dass wir so spielen wie immer. Wir dürfen uns keine Gedanken machen, dass wir jetzt plötzlich über die Ziellinie gehen könnten und vor lauter Vorfreude nervös werden“, meinte Koller. Der 54-Jährige versprach jedoch: „Wir sind noch nicht dort. Wir sind guter Hoffnung, sind alle heiß, dass wir das packen. Wir werden alles dafür tun, dass die Qualifikation so schnell wie möglich fix ist.“

David Alaba während des Trainings

APA/Hans Punz

Alaba wird nach seiner Verletzung wie erwartet sein Comeback geben

Mit dem 1:0-Sieg im Juni in Russland und nunmehr acht Punkten Vorsprung auf die drittplatzierte „Sbornaja“ hatte das Team das „Trittbrett für den TGV erklommen“ (ÖFB-Präsident Leo Windtner). Gelingt der ÖFB-Elf gegen Moldawien ein Sieg, und gewinnt Russland im zuvor stattfindenden Parallelspiel zu Hause gegen Schweden nicht, hätte Rot-Weiß-Rot seinen Platz in Frankreich bereits sicher. Die ersten beiden Teams jeder Gruppe haben das Ticket fix in der Tasche.

Dass man das Ergebnis aus Moskau beim eigenen Anstoß bereits kennen wird, sei laut Koller einerseits schön. „Auf der anderen Seite könnte man vielleicht zu locker reingehen“, sagte der Teamchef. Es sei daher wichtig, auf die eigene Aufgabe fokussiert und konzentriert zu sein. „Wenn das nicht der Fall ist, dann werde ich eingreifen, das kann ich versprechen“, erklärte der Teamchef.

Clubwechsel lassen Koller kalt

Gleich neun Spieler des Stammes der ÖFB-Truppe wechselten im Sommer den Club. Namentlich sind das neben Janko auch Christian Fuchs, Sebastian Prödl, Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker, György Garics, Kevin Wimmer sowie die Torhüter Heinz Lindner und Robert Almer.

Bewährte Kräfte im ÖFB-Teamkader

Für die wichtigen EM-Qualifikationsspiele gegen Moldawien und Schweden wagt Teamchef Marcel Koller keine Experimente. In seinem 23-Mann-Kader vertraut Koller auf bewährte Kräfte.

Teamkapitän Fuchs hat bei Leicester City in der englischen Premier League derzeit nur eine „Joker“-Rolle inne, Wimmer kam bei Tottenham bisher nicht zum Zug. „Es sind neue Trainer, ein neues Umfeld. Der eine oder andere braucht da länger, bis er auch spielt. Ich habe da keine Bedenken. Wir wissen, dass diese Spieler unsere Vorstellungen gut umsetzen können“, sagte Koller.

Neue Gesichter auf Abruf

Neu auf Abruf mit dabei sind die zwei Rapidler Florian Kainz und Louis Schaub sowie Altach-Torhüter Andreas Lukse. „Sie haben teilweise in der letzten Saison und in der beginnenden Meisterschaft sehr gute Leistungen gezeigt. Sie haben es sich verdient, auf diese Abrufliste zu kommen“, so Koller, der jedoch die Schwierigkeit, tatsächlich in den Kader zu kommen, herausstrich. „Einer, der auf Abruf steht, muss besser sein als einer dieser 23 im Kader, damit wir überhaupt auf die Idee kommen, zu wechseln.“

Für im Dunstkreis der Nationalmannschaft befindliche Spieler wie etwa Robert Gucher, Kapitän des italienischen Erstliga-Aufsteigers Frosinone, dürfte der Sprung ins Aufgebot in absehbarer Zukunft ein äußerst schwieriger sein. „Es ist sicher gut, wenn sie irgendwann mal dazukommen, wenn man sie dann auf Herz und Nieren testen kann“, erklärte Koller.

Doch solange sich die etwa 25 im Koller-System etablierten Akteure nichts zuschulden kommen lassen, ist Koller nicht gewillt, selbst formstarken Spielern früh eine Chance zu geben. Am ehesten scheint der Schweizer den Kader noch verjüngen zu wollen. „Wenn sich jemand verletzt oder überhaupt nicht in Form ist, dann haben sie die Möglichkeit, dazuzukommen und mit dabei zu sein“, sagte Koller.

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